Littercoin: Cardano Projekt will das globale Problem der unkontrollierten Müllentsorgung lösen

  • Ein neues Cardano-Projekt macht möglich, dass geogetaggte Müll-Fotos zur Entsorgung markiert werden können und damit Littercoin zu verdienen.
  • Es wird erwartet, dass dieses Projekt die seit langem bestehende unkontrollierte Müllentsorgung reduziert, indem es die Menschen dazu bringt, sich zu engagieren und sie gleichzeitig an die positive Seite der Kryptowährung heranführt.

Unkontrollierte Müllentsorgung ist ein modernes Problem, das bis in die 1950er Jahre kein Thema war, becor die Industrie begann, Müll verursachende Materialien zu produzieren, darunter Wegwerfprodukte und Verpackungen aus Plastik. In den letzten Jahrzehnten fanden jährlich 8 Millionen Tonnen Abfall ihren Weg in die Ozeane.

Eine von Keep America Beautiful veröffentlichte Studie belegt, dass die am häufigsten weggeworfenen Gegenstände Zigarettenstummel, Lebensmittelverpackungen, Plastikflaschen, Einwegbecher, Einkaufstüten, Strohhalme, Getränkedosen und Fahrzeugabfälle sind. Die negativen Auswirkungen auf die Umwelt sind enorm, da 60 % der Wasserverschmutzung durch Abfälle verursacht wird. Außerdem werden 40 % des Mülls im Freien verbrannt, wodurch giftige Stoffe in die Atmosphäre gelangen.

Die Auswirkungen sind fatal. Eine Million Tiere sterben pro Jahr durch unsachgemäße Abfallentsorgung.

Trotz individueller und institutioneller Bemühungen, die Verschmutzung durch Müll einzudämmen und generell zu verhindern, gibt es einen gravierenden Mangel an Daten, Engagement, Ressourcen und  wichtiger noch Anreize, dies zu tun.  Littercoin, ein Projekt, das auf Cardano aufbaut, soll das ändern.

Daten sammeln und Littercoin verdienen

Um dabei zu helfen, die Vermüllung mittels eines Engagements in Krypto zu stoppen, ermöglicht ein Cardano-Projekt, dass jeder geogetaggte Fotos von Müll machen, sie beschriften und entsorgen kann, um Littercoin zu verdienen. Sean Lynch, der Schöpfer von OpenLitterMap (OLM), hat sich das Ganze ausgedacht und dabei das Prinzip des Crowdsourcings und frei zugängliche Daten zur Lösung herangezogen.

Durch den Nachweis der Produktion geografischer Informationen können Littercoins verdient werden, wenn man sich an der Sammlung von Daten über die Standorte des weltweiten Mülls beteiligt. So erfolgt eine Einbindung in das Cardano-Netzwerk. Das Projekt wird nicht nur der Herausforderung durch Vermüllung gerecht, es führt auch immer mehr Menschen an den Nutzen von Kryptowährungen heran, ohne dass ein Risiko eingegangen werden müsste. Dies wird die Komplexität, mit der Kryptowährungen assoziiert werden, zugänglicher machen, weil kein Wissen über die dahinterstehende Blockchain-Technologie mehr notwendig ist.

Langfristig sollen Littercoin-Miner in Kontakt gebracht werden mit innovativen Zero-Waste- und Kreislaufwirtschafts-Startups und lokalen Unternehmen.

Es braucht 50000 Dollar

Littercoin versucht, Finanzmittel in Höhe von 50000 Dollar für das krypto-basierte Müllsammelprojekt aufzubringen.

Zunächst braucht man einen Web-Entwickler, um die Web-App auf OpenLitterMap.com zu verbessern. Dieser bekommt 4000$ pro Monat zur Verfügung gestellt, um Fehler zu beheben und neue Funktionen hinzuzufügen. Die Kosten für drei Monate belaufen sich auf $12.000. Außerdem werden mobile Entwickler benötigt, um die native App auf Android und IOS zu verbessern. Dazu gehören Gamification und Echtzeit-Objekterkennung, um die Datenerfassung zu verbessern.

Computer-Vision-Experten werden für drei Monate mit einem monatlichen Gehalt von $4000 eingestellt, so dass die Gesamtsumme $12.000 für den gesamten Zeitraum beträgt. Auch werden Smart-Contract-Ingenieure benötigt, um Littercoin von Ethereum auf Cardano zu migrieren. Der Entwickler wird $1000 bis $2000 pro Monat über einen Zeitraum von ein oder zwei Monaten erhalten. Ein Grafikdesigner bekommt $2000 pro Monat über einen Zeitraum von zwei Monaten, um das Branding zu verbessern, und $2000 sind für das Projektmanagement und $5000 für Gemeinkosten und Sonstiges vorgesehen.

Das Lynch Cardano-Projekt will den schlechten Ruf, den Kryptowährungen seit Jahren haben, ändern.

Kryptowährungen haben einen schlechten Ruf, weil sie schädlich für die Umwelt sind. Aber was wäre, wenn sie Anreize für die schnellste Produktion globaler Daten und Aufräumaktionen schaffen, die die Welt je gesehen hat?

Von diesem Projekt wird erwartet, dass es das seit langem bestehende Problem der unkontrollierten Müllentsorgung reduziert, indem es die Menschen dazu bringt, sich zu engagieren und sie gleichzeitig an die positiven Seiten der Kryptowährung heranführt.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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