Eine weitere türkische Krypto-Börse schließt auf mysteriöse Weise

  • In der letzten Woche hat sich die Türkei zu einer regelrechten Brutstätte des Krypto-Schlamassels entwickelt. Zwei Krypto-Börsen  wurden geschlossen, von denen eine im Verdacht steht, ihre Nutzer um $2 Milliarden betrogen zu haben
  • Die Unruhe im Land begann vor ein paar Wochen mit dem Verbot von Bitcoin-Zahlungen für Waren und Dienstleistungen durch die Regierung.

Eine weitere Krypto-Exchange hat seine Pforten in der Türkei geschlossen und bot wenig Erklärung dafür. Nachdem dies der zweite Vorfall dieser Art in der Türkei ist, herrscht vor Ort Besorgnis und Panik unter den Krypto-Besitzern. Vor nur zwei Wochen stellte bereits eine andere Exchange ihre Dienste ein. Vebitcoin, eine Börse für digitale Assets, hat am Freitag angekündigt, dass alle Aktivitäten auf ihrer Plattform gestoppt werden. Als Folge sind die Fonds der Benutzer seitdem gesperrt worden. In seiner Ankündigung wurden von der Exchange finanzielle Schwierigkeiten angeführt.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen in der Krypto-Geld-Industrie haben sich unsere Transaktionen als viel intensiver als erwartet dargestellt. Wir stellen mit Bedauern fests, dass uns diese Situation zu einem sehr schwierigen finanziellen Prozess geführt hat. Wir haben beschlossen, unsere Aktivitäten einzustellen, um allen unseren Vorschriften und Geltendmachungen nachzukommen.

Da nicht spezifiziert wurde, was genau die finanziellen Schwierigkeiten sein sollen, wurden Kunden nun im Unklaren gelassen, ob und wann sie ihr Geld abheben können. Vebitcoin ist eine der kleineren Börsen im Land mit einem täglichen Volumen von $60 Millionen. Davon war 56% in Bitcoin.

Die Benutzer trösteten sich damit, dass die Börse mit BitGo verbunden ist. Dies legte nahe, dass Einlagen versichert seien. Allerdings hat BitGo inzwischen klargestellt, dass Vebitcoin nur ein Hot-Wallet-Parner war, nicht ein Cold-Wallet-Parner.

Seit der Ankündigung hat die türkische Finanzaufsichtsbehörde MASAK die Onshore-Bankkonten des Unternehmens bis zum Abschluss der Untersuchungen gesperrt.

Die Türkei erlebt einen Krypto-Betrug zu viel

Eine viel größere Untersuchung läuft in dem Land im Nahen Osten. Anfang der Woche, wurde die drittgrößte Krypto Exchange geschlossen, wobei Führungskräfte verdächtigt wurden, sich mit rund $2 Milliarden der Kundengeldern aus dem Staub gemacht zu haben. Die Exchange hat zunächst angekündigt, dass die Schließung nur aufgrund eines Verkaufs-Prozessfür ein paar Tage anhält. Nachdem sie weitaus länger offline war, äußerten Kunden Bedenken, auf die es keine Reaktion gab. Zudem soll der CEO das Land verlassen haben. Am Mittwoch sperrte die MASAK die Konten des Unternehmens und veranlasste eine Untersuchung.Am letzten Handelstag verzeichnete die Börse ein tägliches Handelsvolumen von 538 Millionen Dollar.

Die Polizei hat seitdem mindestens 62 Personen verhaftet und gegen weitere Haftbefehle erlassen. Geschäftsführer Faruk Fatih Ozer soll am Dienstag in die albanische Hauptstadt Tirana geflogen sein.

Obwohl es keinen direkten Zusammenhang gibt, begann die Aufregung der Krypto-Community bereits Mitte des Monats mit dem Verbot von Krypto-Zahlungen durch die Regierung. Die Türkei erließ ein Verbot für die Verwendung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen für direkte oder indirekte Zahlungen für Waren oder Dienstleistungen. Sie begründete die Entscheidung mit dem Sicherheitsrisiko.

Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin waren in dem Land sehr beliebt, da die Wirtschaft mit einer Rekordinflation und einer Arbeitslosenkrise konfrontiert ist. Zum Zeitpunkt der Ankündigung erlebte Bitcoin einen kurzen Kurssturz. Marktbeobachter waren sehr kritisch gegenüber der Entscheidung und merkten an, dass es ein unangemessener Schritt war, um das wirtschaftliche Versagen der Regierung zu decken.

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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