Kusama verrät, wie Projekte einen der 100 Parachain-Slots bekommen können

  • Im Rahmen der Parachain-Slot-Auktionen auf Kusama werden etwa 100 Parachain-Slots abzüglich derer für Common Good Parachains verfügbar sein.
  • Die Auktionen nutzen ein modifiziertes Kerzen-Auktionsformat, wobei der Endzeitpunkt mittels einer verifizierbaren Zufallsfunktion ermittelt wird. 

Der Launch der Parachain-Slot-Auktionen auf Polkadot und Kusama ist neben dem Start von Ethereum 2.0 in Phase 1 eines der am meisten erwarteten Ereignisse im Krypto-Space. Während relativ bereits über Ethereum 2.0 bekannt ist, sind die Parachain-Slot-Auktionen und deren genaue Funktionsweise ein kleines Mysterium. Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat Kusama nun heute neue Details veröffentlicht.

Nach aktuellem Plan wird Kusama etwa ein Jahr vor dem Polkadot-Mainnet mit seinen Parachains starten, und als werthaltiges Testbed für Technologien im Polkadot Ökosystem dienen, um sicherzustellen, dass der Start der Produktionsumgebung von Polkadot so erfolgreich und sicher wie möglich ist.

Die Parachains sind der Schlüssel zu Kusama’s skalierbarer Multichain-Architektur, die sich mit dem Netzwerk verbinden, indem sie einen Slot auf der Relay Chain über eine erlaubnisfreie Auktion mieten. Wie nun heute bekannt wurde, werden die Parachains wahrscheinlich zunächst schrittweise an Kusama angeschlossen, um einen reibungslosen Start zu realisieren.

Wie das Kusama Team mitteilte, werden zukünftig, basierend auf den theoretischen Rechenbeschränkungen etwa 100 Parachain-Slots verfügbar sein, wobei mögliche zukünftige Optimierungen, wie verschachtelte Parathreads diese Anzahl weiter erhöhen könnten. Nicht alle Slots werden jedoch per Auktion zugewiesen. Wie CNF berichtete, wird es auch Common Good Parachains geben. Diese Parachains, die von Vorteil für das Netzwerk als Ganzes sind, müssen nicht an den Auktionen teilnehmen und keine DOT Token sperren.

So funktionieren die Parachains auf Kusama

Projekte, die einen Parachain-Slot erhalten möchten, müssen diese mittels dem Substrate Framework entwickeln und dann in einem Testnetz wie Rococo erproben. Anschließend können die Teams eine Slot-Lease-Auktionsstrategie bestimmen, an einer Auktion teilnehmen und die Parachain mit Kusama verbinden, sofern sie einen Slot erhalten haben. Nach dem Ende der Laufzeit müssen sie an einer neuer Auktion teilnehmen.

Die Auktionen selbst folgen einem modifizierten Kerzen-Auktionsformat, was bedeutet, dass der genaue Zeitpunkt des Auktionsende nicht bekannt ist, um das Bieten im letzten Moment zu verhindern und eine genauere Preisfindung zu ermöglichen. Für Parachain-Teams bedeutet dies wiederum, dass sie nach dem Hochladen des Parachain-Code mit dem Bieten beginnen können.

Grundsätzlich haben die Projekte dabei zwei Möglichkeiten: für einen zusammenhängenden Bereich von sechswöchigen Mietperioden bieten oder die Menge an KSM angeben, die sie bereit sind, für die Dauer des gewählten Bereichs zu sperren. Wie bei einer normalen Auktion können die Teams andere Gebote sehen und ihr Gebot im Laufe der Zeit erhöhen, bis eine verifizierbare Zufallsfunktion den genauen Zeitpunkt des Auktionsendes bestimmt. Anschließend bleibt der gebotene KSM Betrag für die Dauer des Mietzeitraums gesperrt, danach kann er entsperrt werden.

Um Ausfallzeiten bei der Verbindung zu vermeiden und das Risiko zu minimieren, eine nachfolgende Auktion zu verlieren, können Teams auf einen benachbarten Slot bieten und sich diesen sichern, bevor ihre aktuelle Mietperiode endet. Teams können auch wählen, sich als Parathread mit Kusama zu verbinden, sobald diese Funktion gestartet ist.

Inhaber von Kusama (KSM) können aber ebenfalls Einfluss auf die Auktionen mittels „Slot Crowdloans“ nehmen. So können sich Teams für ein Crowdfunding für ihre Slot-Miete entscheiden, indem sie den in Kusama eingebauten Crowdloan-Mechanismus nutzen. Als Gegenleistung können die Teams ihre Spender nach eigenem Ermessen belohnen. Während der Slot-Miete bleiben die KSM der Spender gesperrt.

Weitere Details zu den Parachains-Slot-Auktionen auf Kusama findest du in dem neuen Blogbeitrag.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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