- Die US-Börsenaufsicht SEC hat Binance und seinen CEO wegen Verstoßes gegen das Bundeswertpapiergesetz angeklagt.
- Der Kryptomarkt stürzte nach dieser Nachricht ab und Bitcoin fiel unter 26.000 Dollar.
Die US-Börsenaufsicht SEC hat in letzter Zeit immer wieder Strafanträge gegen Kryptobörsen gestellt, zuletzt gegen Binance und dessen CEO Changpeng Zhao. Langsam aber sicher hat sich dieser Trend negativ auf den Kryptomarkt ausgewirkt und den Kurs mehrerer digitaler Assets, darunter Bitcoin, erheblich beeinträchtigt.
Aktueller Kryptomarkt-Ausblick
Bis jetzt wurde Bitcoin über 27.000 Dollar gehandelt, insbesondere während des größten Teils der letzten Woche.
Später ging der Kurs auf 26.950 herunter und laut Bob Baxley, dem CTO der DeFi-Infrastrukturplattform Maverick Protocol, befand sich BTC in einer Akkumulationsphase. Nur wenige Stunden nachdem die SEC Binance verklagt hatte, stürzte der Kurs auf rund 25.400 Dollar ab, ein Verlust von fast fünf Prozent.
Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Klage gegen Binance, den führenden Anbieter von digitalen Assets die Frage der Integrität und des Vertrauens in den Köpfen der Anleger wieder aufgeworfen hat, außerdem bezeichnete die Aufsichtsbehörde die meisten Kryptowährungen als nicht registrierte Wertpapiere.
Der zweite prominente Krypto-Wert Ethereum war ebenfalls von der Wende der Ereignisse betroffen. Ether rutschte unter 1.800 US-Dollar und verlor damit mehr als fünf Prozent im Vergleich zu seinem Kurs vom Sonntag.
Auch andere Altcoins wurden von dem Kurssturz nicht verschont. Das BNB-Token der Binance-Börse und das native Token SOL von Solana fielen beide um bis zu zehn Prozent.
Cardano und Polygon und sogar der mit Elon Musk verbundene Memecoin DOGE sind um etwa acht Prozent gefallen. Litecoin, ebenfalls betroffen, verlor mehr als neun Prozent.
Bei Redaktionsschluss wurde Bitcoin bei 25.721,07 Dollar gehandelt, was auf eine vernachlässigbare Erholung hindeutet. Das Token hat sich bisher als äußerst widerstandsfähig erwiesen und könnte bis zum Ende dieses Monats die 30.000 Marke wieder erreichen oder übertreffen.
SEC verklagt Binance und seinen Chef wegen mehrerer Delikte
Was das Problem der SEC mit Binance betrifft, wurde die Kryptobörse wegen Verletzung der Bundeswertpapiergesetze verklagt. Der Klage zufolge boten Binance, Binance.US und Changpeng Zhao der Öffentlichkeit BNB-Token und Binance-verknüpfte BUSD-Stablecoins an, die die SEC-als Wertpapiere bezeichnet. Die Klage behauptet auch, dass das Binance-Staking-Angebot gegen die Wertpapiergesetze verstoße.
Neben den Binance-gebundenen Kern-Token bezeichnete die SEC unter anderem auch Solana, Filecoin und Decentraland als Wertpapiere.
Laut Klage hatte Binance mehrfach behauptet, man habe keine US-Bürger als Kunden. Das sei jedoch gelogen gewesen, um die Tatsache zu verbergen, dass die meisten ihrer wertvollen in den USA ansässigen Kunden weiterhin die Börse nutzten. Die SEC geht davon aus, dass diese Handlung absichtlich durchgeführt wurde, um die Regulierung zu umgehen.

