China: Finanzinstitute müssen Krypto-Konten schließen

  • Die PBoC hat große Finanzinstitute in China angewiesen, kryptobezogene Transaktionen zu stoppen.
  • Die AgBank, die drittgrößte Bank der Welt nach Vermögenswerten, kommt dem nach und veröffentlicht eine Erklärung, dass sie die Konten aller Kunden, die in Kryptohandel involviert sind, schließen wird.

Die Peoples Bank of China (PBoC) hat Anfang der Woche eine neue Direktive an die Finanzinstitute herausgegeben, in der sie sie auffordert, alle Krypto-Transaktionen zu blockieren. Während eines Treffens mit Repräsentanten der großen Finanzinstitute wie der Postal Savings Bank of China, der Industrial Bank, der Agriculture Bank of China (AgBank), der Industrial and Commercial Bank of China und AliPay ordnete die PBOC an, dass Produkte oder Dienstleistungen wie Handel, Clearing und Abrechnungen für Krypto-Transaktionen gestoppt werden müssen.

„Die Institute müssen die Kapitalkonten von virtuellen Währungsbörsen und OTC-Händlern umfassend untersuchen und identifizieren und die Verbindungen für die Zahlung von Transaktionsgeldern umgehend unterbrechen; sie müssen die Merkmale der Kapitaltransaktionen von Hype-Aktivitäten im Handel mit virtuellen Währungen analysieren […] und sicherstellen, dass entsprechende Überwachungs- und Handhabungsmaßnahmen umgesetzt werden.“

Die Bank hat Kryptos als Instrumente illegaler grenzüberschreitender Transaktionen identifiziert. Sie behauptet, Kryptos seien eine Bedrohung für Wirtschafts- und Finanzinstitutionen sowie ein Werkzeug für Geldwäsche. Darüber hinaus hat der CO2-Fußabdruck der Branche auch zu dem harten Durchgreifen geführt, und die großen Krypto-Miner – BTC.TOP, Huobi und HashCow  wurden angewiesen wurden, ihre Aktivitäten einzustellen. Kürzlich wies die Provinz Sichuan, das größte mit Wasserkraft betriebene Bitcoin-Mining-Gebiet der Welt, das staatliche Stromnetz an, die Versorgung von Mining-Einrichtungen zu einzustellen.

Die Banken halten sich an die Anweisung

Einige der großen Finanzinstitute in China haben Erklärungen herausgegeben, um ihre Einhaltung der Richtlinie zu bekräftigen. Die AgBank, die drittgrößte Bank der Welt nach Vermögenswerten, hat mitgeteilt, dass sie die Konten aller Kunden schließen wird, die in Kryptohandel involviert sind. Darüber hinaus sollen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, um Verbindungen mit solchen Kunden zu suspendieren. Die Bank hatte zuvor ihre Kunden aufgefordert, jeden vermuteten Krypto-Betrug zu melden.

Die Postsparkasse hat ebenfalls eine Erklärung veröffentlicht, um ihre Entscheidung zu bestätigen, die neuen Richtlinien zu befolgen. Auch Alipay soll eine ähnliche Erklärung abgegeben haben. Die regionalen Finanzaufsichtsbehörden in China haben verstärkt Warnungen vor Krypto- und Blockchain-bezogenen Finanzplattformen sowie Werbekampagnen herausgegeben.

Die jüngste Aktion begann damit, dass drei chinesische Handelsverbände – die China Internet Finance Association, die China Banking Association und die China Payment and Clearing Association – gemeinsam die Öffentlichkeit vor den Risiken des Handels mit Kryptos warnten.

Mehr lesen: Chinesische Verbände veröffentlichen Bericht zur Verschärfung des Krypto-Verbots im Land

Die Aussage der PBOC hatte einen erheblichen Einfluss auf den Markt. Mehr als 120 Milliarden Dollar wurden im Markt vernichtet und weitere 1 Milliarde an Long-Trades wurden in den letzten 24 Stunden liquidiert.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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