Ukraine will Krypto-Wallets russischer und weißrussischer Politiker publik machen

  • Es wurde berichtet, dass Russland versuchen könnte, verhängte Sanktionen mit Hilfe von Kryptowährungen zu umgehen.
  • Die Ukraine hat nun  eine Kampagne gestartet, um Krypto-Wallets russischer Politiker öffentlich bekannt zu machen.

Russland leidet inzwischen unter den erheblichen Sanktionen, die wegen seines Überfalls auf die Ukraine vom Westen – den USA, der EU, Schweiz und Großbritannien, aber auch Australien, Neuseeland, Japan und Taiwan – verhängt wurden.  Die Sanktionen richten sich in erster Linie gegen Ölraffinerien, Banken und Militärexporte sowie persönlich gegen Putin und seine Oligarchie und deren Claqeure. Insbesondere die russische Zentralbank soll getroffen werden, um ihre Möglichkeiten zur Finanzierung der Fortsetzung des Krieges gegen die Ukraine zu erschweren. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hat erklärt ohne Umschweife, dass die Sanktionen darauf abzielen, „Russlands Wirtschaft zu ersticken“:

„Dadurch wird sichergestellt, dass die russischen Banken vom internationalen Finanzsystem abgekoppelt werden und ihre Fähigkeit, weltweit zu operieren, beeinträchtigt wird.“

Jedoch wurde berichtet, dass Russland die Sanktionen mit Hilfe von Kryptowährungen zu umgehen versucht. Als Reaktion darauf haben Politiker in Kiew die Social-Media genutzt, um die Öffentlichkeit aufzufordern, Informationen über die von den russischen und weißrussischen Behörden kontrollierten Krypto-Wallets zu liefern. Am 26. Februar postete der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Mykhailo Fedorov auf Twitter, dass Personen, die Informationen über Krypto-Wallets liefern, die von den betroffenen Politikern kontrolliert werden, eine hohe Belohnung erhalten würden.

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Russische Aktivitäten werden bereits von den meisten Kryptobörsen eingeschränkt

Die Aktion wird von Rechtsanwalt Artem Afian geleitet. Die Belohnungen sollen durch private Spenden finanziert werden, sagt er. Es ist erwähnenswert, dass die meisten Krypto-Börsen aus sich heraus Kampagnen gestartet haben, um die Aktivitäten von Personen mit Wohnsitz in der Russischen Föderation einzuschränken. Ein typisches Beispiel ist Kuna, eine ukrainische Kryptobörse, die alle Währungspaare mit dem russischen Rubel entfernt und Einzahlungen und Abhebungen der russischen Kunden ausgesetzt hat.
Auch die Börse Cex.io hat seine „Nulltoleranz gegen den Krieg“ deutlich gemacht, indem sie neue Kunden mit Wohnsitz in Weißrussland und Russland, aber auch der Ukraine, ablehnt. Auch Whitebit hat sich der Kampagne angeschlossen und verweigert Registrierungen von Personen mit Wohnsitz in Russland. Dies hat die Entscheidung der Ukraine beeinflusst, an die Öffentlichkeit zu appellieren, die Krypto-Wallets der russischen und weißrussischen Politiker offenzulegen.

Laut RA Afian sind bereits einige Hinweise eingegangen, die politische Akteure mit Krypto-Wallet-Adressen in Verbindung bringen. Geplant ist, diese Informationen an die Krypto-Börsen und das Blockchain-Forensik-Unternehmen Chainalysis wieterzugeben.
Den betroffenen Personen soll zu verstehen gegeben werden. dass sie als Kunden in der Kryptowirtschaft nicht willkommen sind. Die Ukraine selbst unterhält Kypto-Konten, um ihre militärische Verteidigung zu unterstützen. Bislang hat das Land mehr als 17 Millionen Dollar an Krypto-Spenden erhalten.
Der ukrainische Botschafter in den USA hat kürzlich berichtet dass ein gefangener russischer Soldat ausgesagt habe, nicht gewusst zu haben, dass er in einen Krieg gegen die Ukraine geschickt worden war. Die Ukraine hat daraufhin jedem russischen Soldaten, der sich ergibt, angeboten 5 Millionen Rubel – umgerechnet rund 45.000 Dollar – in bar oder in Kryptowährung zu bezahlen.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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