Weltweit wollen Fans morgen für 30 Dollar Bitcoin kaufen vor dessen Einführung in El Salvador

  • Die brasilianische Reddit-Community und Bitcoin-Unterstützer weltweit wollen morgen Bitcoin im Wert von 30 Dollar kaufen.
  • Damit werden der brasilianische Unabhängigkeitstag und der Tag, ab dem in El Salvador das Bitcoin-Gesetz gilt, gleichzeitig begangen.

Eine brasilianische Krypto-Community mit über 3 Millionen Mitgliedern hat sich bereit erklärt, morgen vor Inkrafttreten des Bitcoin-Gesetzes in El Salvador Bitcoin im Wert von 30 Dollar zu kaufen. Passenderweise ist der 7. September auch Brasiliens Unabhängigkeitstag, an dem traditionell sowieso gefeiert wird.

Viele Menschen weltweit, wollen sich an der koordinierten Aktion beteiligen. Sollte jeder der mehr als 3 Millionen brasilianischen Reddit-Mitglieder für 30 Dollar Bitcoin kaufen, ergäbe sich eine Gesamtsumme von etwa 99,5 Millionen Dollar. Doch noch mehr Menschen schließen sich der Aktion an, um „El Salvadors Gesetz zu gedenken, das die quelloffene, dezentralisierte, entwertungssichere Währung zum gesetzlichen Zahlungsmittel macht“, lässt sich ein Fan auf Twitter vernehmen.

Bemerkenswert ist, dass die Aktion vor zwei Tagen von einem Mitglied der brasilianischen Reddit-Community ins Leben gerufen wurde. Seitdem hat sie 85% Zustimmung erhalten. Der Schritt sei eher als unterstützende Geste gedacht als als eine Pumpe, heißt es. Vielmehr würde es den Menschen, die sich noch Bedenken gegen Kryptowährungen haben, zeigen, dass Bitcoin sinnvoll ist.

El Salvador entwickelt sich zum Bitcoin-Land

Nachdem das Parlament von El Salvador mehrheitlich zugestimmt hatte, wurde das Bitcoin-Gesetz am 9. Juni verabschiedet. Präsident  Nayib Bukele sieht darin eine Möglichkeit, die Wirtschaft zu modernisieren und zu digitalisieren. Er glaubt, dass Investoren und Touristen, die BTC besitzen, ins Land strömen werden, was der Wirtschaft des Landes zugute käme. Daraufhin ergriff das südamerikanische Land weitere Maßnahmen, um die Nutzung von Bitcoin zu fördern.

So lud Bukele beispielsweise Bitcoin-Miner ein, sich in einer staatlichen, mit einem Vulkan als Energiequelle betriebenen geothermischen Anlage niederzulassen. Er schaffte die Kapitalertragssteuer auf Bitcoin ab und unterstützte die Entwicklung der offiziellen, staatlich zur Vefügung gestellten Wallet „Chivo“. Ein weiterer Anreiz ist der 30-Dollar-Bitcoin-Airdrop der Regierung an die mehr als 6 Millionen volljährigen Bürger nach der Registrierung auf Chivo. Es ist geplant, 1500 BTC-Geldautomaten zu installieren, womit El Salvador nach den USA (1.825) die zweithöchste Dichte an solchen Geldautomaten hätte.

Darüber hinaus hat das Parlament des Landes einen Bitcoin-Treuhandfonds in Höhe von 150 Millionen Dollar bewilligt. Damit können El Salvadorianer Bitcoin in US-Dollar umtauschen, ohne Angst vor Preisschwankungen haben zu müssen. Seit vielen Jahren verwendet El Salvador den US-Dollar aufgrund seiner Stabilität, Sicherheit und Einfachheit der Transaktionen. Bitcoin wird nun als gesetzliches Zahlungsmittel hinzukommen – nicht den Dollar ersetzen.

El Salvador ist Vorreiter

Die Nachbarländer Brasilien, Paraguay, Venezuela, Argentinien und andere erwägen, dem Beispiel El Salvadors zu folgen. Doch die globale Finanzinstitutionen IWF und die Weltbank sparen jedoch nicht mit Kritik, weil ihnen die ganze Richtung nicht passt. Die Weltbank hat El Salvador im Falle negativer Umweltauswirkungen des Bitcoin-Minings sogar technische Hilfe verweigert.

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