Dan Ives von Wedbush Securities nennt Elon Musk implizit einen Hasardeur

  • Tesla hat 2021 Bitcoin für 1,5 Milliarden Dollar gekauft und einen Spekulationsgewinn von rund einer Milliarde gemacht – auf dem Papier;  zurzeit hält Tesla Bitcoin für 2 Milliarden Dollar.
  • Ein Experte fordert Elon Musk auf, mit seinem  Bitcoin-Spektakel aufzuhören und stattdessen die Probleme von Tesla zu lösen, etwa die Lieferprobleme.

Elon Musk sollte den Bitcoin-Nebenschauplatz vergessen und sich auf die Lösung der wirklichen Herausforderungen konzentrieren, denen Tesla gegenüberstehe, so der Analyst Dan Ives von Wedbush Securities, einer in Los Angeles ansässigen Investmentfirma mit über 7.500 Kunden und einem verwalteten Vermögen von 4 Milliarden Dollar. Ives sagt, der Tesla habe dringendere Probleme zu bewältigen und Ablenkungsmanöver wie das, das Elon Musk mit seiner 1,5 Milliarden Dollar schweren Bitcoin-Wette veranstaltet habe, seien fehl am Platz.

Vor genau einem Jahr hatte Tesla für Schlagzeilen gesorgt, weil es das erste S&P 500-Unternehmen war, das öffentlich auf Bitcoin setzte, wobei Musk Kryptowährung im Wert von 1,5 Milliarden Dollar kaufte. Nur zwei Wochen später hatte die Investition rund eine Milliarde Dollar Gewinn eingebracht, als Bitcoin aufgrund der spektakulären Unterstützung durch Tesla in die Höhe schoss – allerdings stand der Gewinn nur auf dem Papier, da Tesla seine Bitcoin seinerzeit nicht verkaufte.

Das Unternehmen hatte ebenso medienwirksam angekündigt, dass es Zahlungen in Bitcoin für seine Elektrofahrzeuge akzeptieren würde. Nachdem man bei Tesla offenbar erst danach merkte, dass man damit auch das Bitcoin-Mining, einen katastrophalen Energiefresser, unterstützte, legte Musk eine 180°-Wende hin und nahm die Entscheidung, Bitcoin zu akzeptieren, wieder zurück, nach dem Motto: Sorry, Shit happens. Damit schien für ihn die Sache erledigt.

All das aber sei ein Nebenschauplatz, sagt der Analyst. In einem Gespräch mit Yahoo Finance bezeichnete er das Bitcoin-Projekt als Ablenkungsmanöver  und forderte Musk auf, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren – die Evolution der Elektrofahrzeuge. Ives sagte gegenüber Yahoo Finance:

„Tesla setzt trotz der Volatilität und der Bedenken der Anleger weiter auf seine Bitcoin-Strategie. Unserer Meinung nach ist dies eine Ablenkung und ein Nebenschauplatz der eigentlichen Tesla-Story in diesem risikoarmen Umfeld.“

Tesla ist nach wie vor eine der Aktien mit der besten Wertentwicklung in den letzten Jahren. Und das trotz Fahrzeugrückrufen, einer Reihe von Diskriminierungsklagen und Social-Media-Posts, die zeigen, wie die neueste selbstfahrende Software einen Tesla auf einen Radfahrer lenkt.

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Und dann ist da noch das ständige Lieferproblem, mit dem das Unternehmen schon seit geraumer Zeit zu kämpfen hat. Die Nachfrage nach Tesla-Autos ist seit Jahren ungebrochen, aber das Unternehmen ist nicht in der Lage, sie zu befriedigen.

Auf solche Probleme solle sich Tesla konzentrieren, nicht auf Bitcoin, so Ives.

Die jüngste Kritik des Analysten knüpft an einen Angriff auf das Bitcoin-Engagement von Tesla aus dem letzten Jahr an. Damals hatte er geschrieben:

„Für Tesla und die Aktie ändert die Nicht-Akzeptanz von Bitcoin nichts an der These oder dem Wachstum der Elektro-Mobilität, aber es erhöht den Lärm und die Volatilität rund um den Namen in einer Zeit, in der Risikoanlagen an der Börse unter enormem Verkaufsdruck stehen, wobei Tesla diesen Angriff anführt.“

Bitcoin ist in den letzten Tagen um 1,1% und in der letzten Woche um 18,84% gestiegen und wurde bei Redaktionsschluss mit 44.060 Dollar gehandelt.

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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