Konjunkturausblick der Federal Reserve beflügelt Bitcoin Kurs über $59.000

  • Jerome Powell wandte sich gestern an die US-Bevölkerung und enthüllte, dass die FED die aktuellen Maßnahmen beibehalten wird.
  • Bitcoin reagierten sofort positiv auf die Nachricht und stieg in die Nähe von 60.000 USD.

Alle Augen richteten sich gestern auf Jerome Powell, den Vorsitzenden der US-Notenbank, als er sich an die US-Bevölkerung wandte und über die wirtschaftlichen Aussichten der Bank sprach. Powell enthüllte, dass die Fed ihre aktuelle Politik, die das Wachstum des Marktes ankurbeln soll, nicht rückgängig machen wird. Seine Äußerungen beruhigten die Investoren, und sowohl der Bitcoin– als auch der Aktienmarkt verzeichneten fast unmittelbar danach positive Kursbewegungen.

Wie CNF gestern berichtete, war Powells Pressekonferenz eine kritische Angelegenheit, besonders für Aktien und Kryptowährungen. Im Laufe des letzten Jahres hat die Fed das Wachstum der beiden Märkte mit ihrer lockeren Politik angekurbelt. Dazu gehört, dass sie die Zinssätze nahe bei Null hält und monatlich Anleihen und Wertpapiere im Wert von 120 Milliarden Dollar kauft.

Powell nahm eine moderate Haltung ein und verriet, dass die Fed noch nicht bereit ist, drastische Änderungen vorzunehmen.

Solange wir kein Signal geben, können Sie davon ausgehen, dass wir noch nicht so weit sind. Wenn wir uns dem nähern, werden wir rechtzeitig ein Signal geben, dass ja, wir sind auf einem Weg, um das möglicherweise zu erreichen, um ein Tapering in Betracht zu ziehen. Was ich Ihnen sage, ist, dass der geldpolitische Kurs, den wir heute haben, unserer Meinung nach angemessen ist.

Treasury-Rendite fällt, Aktien und Bitcoin steigen

Die FED aktualisierte ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt auf 6,5% für das Jahr, das schnellste Wachstum seit den 1980er Jahren. In einer noch wichtigeren Ankündigung enthüllte er, dass die FED die Zinssätze nicht erhöhen würde, zumindest nicht vor 2023.

Die Folge war ein Rückgang der 10- und 30-jährigen Treasury-Renditen. Erstere hatte mit 1,689 % ihren höchsten Stand seit Januar letzten Jahres erreicht, fiel aber sofort, als Powell die moderaten Maßnahmen ankündigte.

Wie CNF berichtete, bewegen sich Bitcoin und Aktien, die beide als risikoreichere Vermögenswerte angesehen werden, in die entgegengesetzte Richtung zur Rendite der Staatsanleihen. Je höher die Rendite der Anleihen ist, desto mehr Investoren verkaufen die riskanten Vermögenswerte und investieren in diese. Zusätzlich suchen mehr Investoren nach alternativen Anlagen wie Bitcoin.

Bitcoin ist seit der Ankündigung um 4,7% gestiegen und wird jetzt bei 58.505 USD gehandelt, gegenüber 54.620 USD vor Powells Rede. Auch die Aktienmärkte verzeichneten einen Anstieg, wobei der Dow Jones Industrial Average zum ersten Mal über 33.000 schloss.

Mehr gute Nachrichten

Für Bitcoin gab es jedoch noch mehr gute Nachrichten. Gestern tauchten neue Berichte auf, dass Morgan Stanley drei Fonds aufgelegt hat, die es ihren Kunden ermöglichen, Bitcoin zu kaufen. Die Fonds werden den Kunden der Vermögensverwaltungsabteilung zur Verfügung stehen, die über 4 Billionen Dollar verwaltet.

Die Bank hat die Fonds in Zusammenarbeit mit Galaxy Digital und NYDIG, in die sie kürzlich investiert hat, aufgelegt. Sie ist nun die erste US-Bank, die einen Bitcoin Fonds anbietet. Darüber hinaus veröffentlichte Morgan Stanley einen Bericht, der besagt, dass Bitcoin als „investierbare Anlageklasse“ gereift ist. Sie empfahlen ihren Kunden, in Bitcoin als eine Möglichkeit zur Diversifizierung ihres Portfolios zu investieren, und drängte sie, ihr Engagement unter 2,5% zu halten.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass die chinesische Tech-Firma Meitu bekannt gegeben hat, dass sie Bitcoin und Ethereum im Wert von 49 Millionen Dollar gekauft hat. Der Hersteller von mobilen Apps hat damit sein Engagement in Kryptowährungen auf $90 Millionen verdoppelt.

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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