- Der Kryptomarkt befindet ist wieder einmal im Krisen-Modus, in dem Anleger zwischen Sorge und Hoffnung hin- und hergerissen sind.
- Die Experten von Santiment haben dazu eine Untersuchung aus der „Abteilung Hoffnung“ veröffentlicht, die die Frage klärt, wann ein Kursrückgang eine reale Kaufchance ist, also ein „Dip“.
Santiment hat Social-Media-Daten, Onchain‑Indikatoren und historische Muster durchforstet und dabei charakteristische Signale identifiziert, die besonders häufig in unsicheren Märkten auftreten. Die Analyse gewinnt an Bedeutung, da die Marktkapitalisierung der Branche seit Jahresbeginn deutlich gefallen ist und viele Kunden nach helfenden Orientierungspunkten suchen.
Extrem negative Stimmung als Frühindikator
Das erste und vielleicht stärkste Signal ist laut Santiment eine Phase außergewöhnlich negativer Stimmung in Social-Media. Wenn Diskussionen von Pessimismus, Untergangsprophezeiungen und FUD dominiert werden, deutet das darauf hin, dass der Markt überverkauft ist.
Santiment verweist auf historische Beispiele, in denen Assets unmittelbar nach einer solchen Stimmungstiefs zweistellige prozentuale Erholungen verzeichneten. Die Analyse zeigt, dass extreme Angst oft nicht am Anfang, sondern am Ende eines Abverkaufs steht.
Anleger, die dieses Muster erkennen, können dadurch frühzeitig potenzielle Wendepunkte identifizieren.
Sprachgebrauch wechselt von „Dip“ zu „Crash“
Ein weiteres starkes Signal ergibt sich aus der Wortwahl der Community. Während Begriffe wie „Dip“ und „Rücksetzer“ eher auf eine kontrollierte Korrektur hindeuten, markiert der Übergang zu drastischeren Begriffen wie „Crash“ oder „geht auf 0“ häufig eine Kapitulationsphase.
Santiment betont, dass solche sprachliche Eskalation ein wiederkehrendes Muster ist, das in der Vergangenheit oft kurz vor einer Trendwende auftrat. Wenn Anleger nicht mehr von Kaufgelegenheit sprechen, sondern von existenziellen Risiken, erreicht die Marktstimmung ihren Tiefpunkt.
Negative Keywords verstärken das Bild
Die Analyse zeigt zudem, dass eine Häufung negativer Schlüsselbegriffe ein weiteres Element des Gesamtbilds ist. Wenn Begriffe wie „verkaufen“, „runter“ und „Panik“ in Social Media dominieren, spiegelt das einen breiten Vertrauensverlust.
Santiment weist darauf hin, dass diese kollektive Verunsicherung typischerweise dann auftritt, wenn viele Marktteilnehmer bereits Verluste realisiert haben oder kurz davorstehen. In Kombination mit anderen Signalen verstärkt das die Wahrscheinlichkeit, dass ein Boden erreicht ist.

MVRV als objektive Onchain‑Bestätigung
Neben der Stimmungsanalyse hebt Santiment den 30‑Tage‑MVRV‑Indikator hervor, der misst, ob kurzfristig angelegte Wallets im Gewinn oder Verlust liegen. Befindet sich ein Asset in der Zone „stark unterbewertet“, deutet das darauf hin, dass viele Anleger im Minus sind – ein Zustand, der historisch häufig zu Erholungsbewegungen führte.
Santiment betont, dass besonders starke Signale entstehen, wenn negative Stimmung und MVRV-Unterbewertung gleichzeitig auftreten. In solchen Phasen steigt die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen Rebounds deutlich.

