Bitcoin: JP Morgan CEO bezeichnet BTC und andere Kryptos als dezentralisierte Schneeballsysteme

  • JPMorgan CEO Jamie Dimon hält  Bitcoin und andere öffentliche Kryptowährungen für Schneeballsysteme mit Verbindungen zu organisierten Kriminalität.
  • Dimon ist jedoch der Meinung, dass Stablecoins bei entsprechender Regulierung kein Problem darstellen.

Der Chef der U.S. Bank on JPMorgan Chase & Co, Jamie Dimon, hat sich wieder einmal über Bitcoin und andere Kryptowährungen ausgelassen. Während einer Anhörung im Kongress am 21. September kam Dimon unverblümt auf den Punkt und nahm kein Blatt vor den Mund, als ein Kongressabgeordneter ihn nach seiner Kritik an digitalen Vermögenswerten fragte. Dimon sagte:

„Ich bin ein großer Skeptiker was Krypto-Token betrifft, die Sie als Währung bezeichnen, etwa Bitcoin. Das sind dezentralisierte Schneeballsysteme… und die Vorstellung, dass das für irgendjemanden gut sein soll, ist unglaublich. Wir sitzen also hier in diesem Raum und reden über viele Dinge, aber zwei Milliarden Dollar sind verloren gegangen. Jedes Jahr 30 Milliarden Dollar durch Ransomware, Geldwäsche, Sexualdelikte, Diebstahl… das ist gefährlich.“

Es ist die jüngste Kritik an Kryptowährungen von Dimon, aber sicherlich nicht die letzte. Bereits 2017 bezeichnete er Bitcoin als Betrug. Obwohl Dimon ein großer Kritiker von Bitcoin ist, ist seine Bank JPMorgan Chase – die größte US-Bank und eine der größten der Welt – sich nicht zu schade, ihren Kunden Zugang zu Bitcoin und Kryptowährungsfonds zu bieten – gegen Provision, versteht sich. Geld stinkt eben nicht.

Auf Twitter tauchten auch prompt kritische Tweets auf. In einem davon ist von Doppelmoral die Rede und weiter heißt es:

„Jamie Dimon sollte wirklich seine Haltung präzisieren. Er klingt wie ein Heuchler. Wenn man bei JPM wirklich glauben würde, dass es sich um ein Schneeballsystem handelt, würde deren Ethikkommission nicht zulassen, dass sich Investoren an solchen digitalen Vermögenswerten beteiligen.“

Dimon differenziert zwischen Blockchain- und und Krypto-Technologie

Obwohl Jamie Dimon einer der größten Kritiker öffentlicher Kryptowährungen ist, so ist er doch optimistisch, was die zugrunde liegende Blockchain-Technologie angeht, auch was Finanzdienstleistungen betrifft.

JPMorgan hat eine seigene Blockchain und sogar seine eigene Münze JPM Coin. Sie wird für grenzüberschreitende Transaktionen in Echtzeit-Transaktionen eingesetzt. In den letzten Jahren wurden mit dem JPM Coin grenzüberschreitende Zahlungen im Wert von einigen Milliarden Dollar durchgeführt. Darüber hinaus nutzt JPMorgan die Blockchain-Technologie auch zur „Durchführung von Intraday-Repo-Geschäften, die es anderen Finanzinstituten ermöglichen, kurzfristige Kredite mit hochwertigen Sicherheiten aufzunehmen“.

Auch den Stablecoins steht Dimon grundsätzlich positiv gegenüber. Dabei handelt es sich um digitale Vermögenswerte, die an den US-Dollar oder andere Fiat-Währungen gebunden sind. Dimon ist der Ansicht, dass Stablecoins bei einer angemessenen Regulierung keine Probleme bereiten.

Die US-Behörden behalten die im Land operierenden Stablecoins genau im Auge. Anfang dieser Woche hat der Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses einen Vorschlag zur Einführung eines zweijährigen Moratoriums für die Emmission algorithmischer Stablecoins wie TerraUSD vorgelegt. Der Stablecoin TerraUSD (UST) war im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gekoppelt und wurde durch den Handel mit seinem Schwester-Token LUNA unterstützt. Doch Anfang des Jahres brach das gesamte Terra-Ökosystem zusammen und vernichtete Anlegervermögen in Höhe von mehr als 40 Milliarden Dollar.

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Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

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