Japans Liquid Exchange wurde gehackt – Beute etwa 80 Millionen Dollar

  • Liquid Exchange hat bestätigt, dass seine Hot Wallets kompromittiert wurden und die Konten der Kunden gefährdet sind.
  • Kucoin hat darauf reagiert und die Adressen der Hacker auf eine schwarze Liste gesetzt, eine schnelle Maßnahme, die es den Hackern unmöglich machen könnte, die Token zu transferieren.

Während der DeFi-Hack vor einigen noch allen gut in Erinnerung ist, hat ein weiterer Hack die Kryptobranche getroffen. Diesmal ist es ein eher traditionelle Kryptobörsen-Hack, doch es stehen etwa 80 Millionen Dollar auf dem Spiel. Im Moment hat die Börse Einzahlungen und Abhebungen ausgesetzt, während sie den Vorfall untersucht.

Die Krypto-Fiat-Börsen hat in ihrer Mitteilung klargestellt, dass es die Hot Wallets waren, die kompromittiert wurden. Das deutet darauf hin, dass alle Token in den Cold Wallets sicher sind. Außerdem wurden die Adressen der Hacker identifiziert.

Obwohl die Börse nicht bestätigt hat, welche Beträge an diese Adressen transferiert wurde, deutet vieles darauf hin, dass die Adressen über Guthaben von 107 BTC, 9.000.000 TRX, 11.000.000 XRP und fast 60 Millionen US-Dollar an ETH- und ERC-20-Tokens verfügen. Da die Ermittlungen derzeit noch laufen, wird erwartet, dass die Gesamtabhebung kurzfristig bestätigt werden wird.

Liquid Hacker auf der schwarzen Liste

Zur Unterstützung von Liquid hat Kucoin bestätigt, dass es die identifizierten Adressen auf eine schwarze Liste gesetzt hat. Dies bestätigte der CEO der Börse kurz nach Bekanntwerden des Hacks. Dieses schnelle Handeln bedeutet, dass die Hacker nicht in der Lage sein werden, die Münzen zu transferieren und auszugeben.

Im Gespräch mit CNF stellte John LaCour, Gründer und CTO von PhishLabs, fest, dass der aktuelle Trend nicht überraschend ist, da die Hacker ihr Wissen und ihre Erfahrung mit den diversen Plattformen in diesem Bereich weiter ausgebaut haben. Er wies explizit darauf hin, dass Hacker heute besser als in der Vergangenheit akute Schwachstellen verschiedener Plattformen erkennen können.

„Früher nutzten Hacker Kryptowährungen lediglich für Ransomware-Zahlungen, doch das hat sich geändert. Durch die Zahlung von Lösegeld nach Ransomware-Attacken mit Kryptowährung mussten sich die Hacker zwangsläufig mit den entsprechenden Systemen und deren technischem Hintergrund vertraut machen. Das ist ihnen offenbar gut gelungen, was fehlerhafte Sicherheitsmechanismen und andere Schwachstellen betrifft.“

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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