Ist die Kontroverse um den Bitcoin-Stromverbrauch nur eine Schein-Debatte?

  • Jüngste Daten zeigen, dass das Bitcoin-Mining 0,16 Prozent des weltweiten Gesamtstromverbrauchs pro Jahr verbraucht.
  • Ein Bitcoin-Entwickler erklärt, dass die Bitcoin-Subvention für das Mining in zehn Jahren nicht einmal ein Prozent der weltweiten Energie verbrauchen wird.

Der Energieverbrauch von Bitcoin steht seit Jahren in der Kritik. Vor kurzem hat sichj auch die Europäische Zentralbank ausführlich darüber ausgelassen. Sie verglich das Proof-of-Work (PoW)-Protokoll mit Autos, die mit fossilen Brennstoffen fahren, das Proof-of-Stake (PoW)-Protokoll ingegen mit nachhaltigem Elektroantrieb.

Nun wirft einer, der es wissen müsste, ein neues Licht auf das Thema. Sjors Provoost, Bitcoin-Entwickler und Autor von „Bitcoin: A Work in Progress“, sprach über den zukünftigen Energieverbrauch von BTC. Er stellte fest, dass der Bitcoin-Kurs 20 Millionen Dollar erreichen müsste, damit Bitcoin das 100-fache der derzeitigen Energie verbraucht.

Der Energieverbrauch von Bitcoin ist weltweit Gegenstand von Diskussionen. Er war der Hauptgrund, warum China das Bitcoin-Mining 2021 verboten hat. Bitcoin-Befürworter argumentieren jedoch, dass das mangelnde Verständnis der Netzwerkprinzipien von Bitcoin und verzerrte Darstellungen dazu geführt haben, dass falsche Schlüsse über den Energieverbrauch von Bitcoin gezogen worden seien.

Bitcoin-Entwickler Matt Odell hat kürzlich eine dargelegt, dass Bitcoin 0,49 Prozent des weltweit verschwendeten Stroms verbraucht, 0,16 Prozent des gesamten weltweiten Stromverbrauchs. Sjors Provoost hingegen legte dar, wie der Energieverbrauch von Bitcoin proportional zu den vorprogrammierten Veränderungen des Bitcoin-Netzwerks steigen würde. Der Bitcoin-Entwickler äußerte sich überrascht über die von ihm selbst berechneten Ergebnisse. Provoost schrieb:

„In 10 Jahren wird die Blocksubvention rund zehn Mal niedriger sein, wegen der drei Halbierungen in diesem Zeitraum. Um das 100-fache des heutigen Energieverbrauchs zu erreichen, müsste Bitcoin bis dahin für 20 Millionen Dollar gehandelt werden. Aber eine Marktkapitalisierung von 420 Trilliarden ist völlig absurd, denn das wäre mehr als die von allen Immobilien weltweit.“

Den Energieverbrauch von Bitcoin deckeln

Das Bitcoin-Blockchain-Netzwerk wird alle vier Jahre halbiert. Genau gesagt wird die Blocksubvention halbiert, das heisst, die Zahl der neuen Bitcoins, die dem Bestand pro geschürftem Block hinzugefügt werden. Dies geschieht durch den vorkonfigurierten Bitcoin Proof-of-Work (PoW) Mining-Algorithmus.

Daher müssen die Miner mehr Hardware einsetzen, um die Netzwerksicherheit zu gewährleisten. Mehr Mining-Hardware führt zu einem höheren Stromverbrauch und damit zu einem geringeren Wirkungsgrad. BTC-Entwickler Sjors Provoost ist jedoch der Ansicht, dass effiziente Mining-Hardware und die Einnahmen aus den Transaktionsgebühren für die Miner den Energieverbrauch in Grenzen halten werden. Sjors bemerkt:

„Weitere 12 Jahre später und selbst wenn Bitcoin mehr wert ist als alle Immobilien der Welt, würde die Mining-Subvention nicht ausreichen, damit Bitcoin mehr als ein Prozent der weltweiten Energie verbraucht. Wenn also vor 2030 nichts Seltsames passiert, kann Bitcoin wahrscheinlich weiterhin mit Energieabfällen betrieben werden.“

Sjors hat jedoch darauf hingewiesen, dass seine Berechnungen nicht verifiziert sind. Im letzten Jahr hat sich ein großer Teil der Bitcoin-Mining-Aktivitäten auf die Nutzung erneuerbarer Energien verlagert. Im Bitcoin Mining Council haben sich führende Unternehmen zusammengeschlossen, die daran arbeiten, das Bitcoin-Mining auf grüne Energie umzustellen.

Mehr zum Thema: Streit um Untersuchung des PoW-Mining durch die US-Umweltbehörde

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