IOTA veröffentlicht endgültige Alpha für Streams, Release mit Chrysalis Phase 2

  • Die endgültige Version von IOTA Streams Alpha gibt Nutzern die ultimative Kontrolle über Ihre Daten. 
  • Sowohl IOTA Streams als auch IOTA Access verbleiben bis zum Release von Chrysalis Phase 2 im Alpha-Stadium. 

Die IOTA Stiftung hat heute die endgültige Alpha-Version für IOTA Streams veröffentlicht, ein Framework, das den Benutzern die Kontrolle über die von Anwendungen gesammelten Daten ermöglicht. Wie es in der Ankündigung heißt, wurde IOTA Streams entwickelt, um granulare Ebenen des Datenzugriffs und der Datenfreigabefähigkeiten direkt in angeschlossenen Geräten zu ermöglichen und Datenproduzenten die Kontrolle über die von ihnen produzierten Daten zurückzugeben.

Jeder Datenstrom von einem mobilen Gerät, einem IoT-Sensor, einem intelligenten Fahrzeug oder industriellen IoT-Lösungen kann mit IOTA Streams verwaltet werden. So können beispielsweise Straßen-, Verkehrs- und andere Daten direkt aus einem Fahrzeug heraus direkt mit einem lokalen Verkehrsministerium ausgetauscht werden. Diese gemeinsame Nutzung der Daten könnte durch ermäßigte Mautgebühren, kostenlose öffentliche Verkehrsmittel und Rabatte von Versorgungsunternehmen für den Privatgebrauch gefördert werden, wie die IOTA Stiftung beschreibt.

Gleichzeitig legt IOTA Streams dabei eine Kernkompetenz auf die Integrität und Sicherheit der Daten. Streams wurde geschaffen, um die manipulationssichere historische Verifizierung und einen Mechanismus zur Anordnung von Daten, die über das Tangle übertragen werden, zu bieten. Infolge dessen könnten Nutzer Daten auch über einen Datenmarktplatz verkaufen, um mehr Nutzen daraus zu ziehen.

Zudem könnten Nutzer, die Daten nicht teilen wollen, dies auch einfach verweigern, ohne von einer Plattform ausgeschlossen zu werden. In der Monetarisierung der Daten sieht die IOTA Stiftung ein großes gesellschaftspolitisches Potenzial:

Stellen Sie sich vor, wie stark sich dieser Wert bei der derzeitigen Wirtschaftslage auf Einzelpersonen und Familien auswirken könnte, […]. Angesichts der steigenden Zahl von Arbeitsplatzverlusten durch Entlassungen und Gespräche über das universelle Grundeinkommen, notwendige soziale Auswirkungen, wachsende Einkommensungleichheit und vieles mehr, könnte die direkte Bezahlung Ihrer Daten ein großer Teil der Lösung sein.

Gleichzeitig weist die IOTA Stiftung aber auch darauf hin, dass es „ein notwendiges Gleichgewicht zwischen dezentralisierten Technologien und semi-zentralisierten Prozessen“ geben muss, um die Effizienz zu erhöhen. Anderenfalls wird das Vertrauen in die Technologie und Anwendungen in einer globalen Gesellschaft untergraben. Konkret erklärt die IOTA Stiftung hierzu:

Schlüsselfähigkeiten müssen dezentralisiert werden, um sicherzustellen, dass die Technologie auf vertrauenswürdige, sichere und offene Weise zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden kann. Aber nicht alle Daten müssen ständig dezentralisiert werden. Der Sinn der IOTA Streams besteht darin, dass Benutzer, Organisationen, Geräte und Systeme damit beginnen können, manipulationssichere Daten dort zu aktivieren und zu nutzen, wo es sinnvoll ist.

IOTA Streams wird erst mit Chrysalis Phase 2 veröffentlicht

Die produktionsreife Version von IOTA Streams wird erst mit Chrysalis Phase 2 veröffentlicht, das voraussichtlich Ende dieses Jahres bzw. Anfang nächsten Jahres erscheinen soll. Mit anderen Worten bleibt IOTA Streams im Alpha-Stadium, weil es das IOTA Team „nicht für angebracht hält“, wenn das Netzwerk bahnbrechende Änderungen bei dem derzeitig beschränkten Nutzen einführt.

Zu dem Zeitpunkt, an dem die Produkte auf volle Funktionskompatibilität mit der zweiten Phase von Chrysalis aktualisiert werden, werden sie dann auf Beta umgestellt, da sie nicht länger potentielle Änderungen an ihrem Fahrplan berücksichtigen müssen, und sie werden ihre Beschleunigung bis zur vollen Produktionsreife durchlaufen. Dies umfasst derzeit sowohl IOTA Access als auch die Streams.

Wie es ferner in dem neuen Blogbeitrag heißt, setzt IOTA Streams auch den Ansatz der IOTA Stiftung fort, indem es einen „Embedded-First“-Ansatz verfolgt, der nach Chrysalis immer weiter ausgebaut werden soll. Nur so könne die Realität der „own your own data“-Bewegung verwirklicht werden.

Dieser Ansatz ist für die Zukunft der IOTA Streams von großer Bedeutung, denn um Daten von einem Gerät zu sichern, sie auf leicht konsumierbare Weise zu strukturieren und sicher auszutauschen, müssen diese Vorgänge je nach Anwendungsfall auf dem Gerät, vor Ort oder auf dem Chip durchgeführt werden. Indem diese Funktionen als eingebettete Integration ermöglicht werden, wird etwas Wichtiges geschaffen. Die Realität der „Own your own data“-Bewegung kann realisiert werden.

Mit dem heutigen Release wurde zudem der Spezifikationsentwurf für IOTA Streams öffentlich gemacht. Sobald die Integrationen für Chrysalis Phase 2 einsatzbereit ist, sollen die Spezifikationen auch als Antwort auf die Ausschreibung der OMG (Request for Proposals, RFP) für Linked Encrypted Transaction Streams (LETS) eingereicht werden. Um die Community Entwicklung von Community-basierten Lösungen zu fördern, wurde zudem ein Tutorial zur Erstellung einer Messaging-Anwendung publiziert.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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