- IOTA bewertet 2025 als Wendepunkt: „Rebased“ steht im Zentrum.
- Für 2026 setzt IOTA auf Adoption über Handel (TWIN/ADAPT), Cross-Chain (LayerZero/Stargate) und DeFi/Trust-Ausbau.
Für IOTA war 2025 ein Wendepunkt: Zum 10-jährigen Bestehen kamen mit „Rebased“ ein tiefgreifendes Protokoll-Upgrade, sowie reale Adaption, neue Infrastruktur-Integrationen und ein ausgebauten Trust- und DeFi-Stack. In einem neuen Blogbeitrag vom 31. Dezember 2025 zieht die IOTA Stiftung Jahresbilanz und diese fällt überaus positiv aus.
Zehn Jahre IOTA
Zum Jubiläum stellt IOTA den technischen Fortschritt in den Vordergrund:
„Das Rebased-Protokoll-Upgrade stellt die bedeutendste technische Leistung in der Geschichte von IOTA dar. Im Jahr 2025 haben wir das Netzwerk vollständig in eine leistungsstarke, dezentrale Layer-1 ohne technische Altlasten transformiert – eines der ältesten Netzwerke, dem das gelingt.“
Mit Rebased wurde der Coordinator entfernt. Seitdem läuft IOTA nun als vollständig dezentrales Delegated-Proof-of-Stake-Netzwerk „mit bis zu 100 gewählten Validatoren“. Gleichzeitig wurden Move-Smart-Contracts „auf der Base-Layer“ integriert.
Auch die ökonomische Schicht wurde angepasst: Staking-Rewards, Transaktionsgebühren mit Fee-Burning und Storage Deposits. Darüber hinaus betont die IOTA Stiftung in dem Blogbeitrag die Verbesserungen bei Konsens, Gas-Bepreisung und Validator-Auswahl. Der größte Fortschritt ist aber die Leistungsfähigkeit:
„Dank des Protokoll-Upgrades erreicht IOTA nun über 50.000 TPS bei Finalität unter einer Sekunde (im Schnitt rund 400 ms) und ist damit produktionsreif für großskalige Deployments.“
Handel als Leitmotiv: TWIN, ADAPT und Salus
Rebased wird als Voraussetzung für eine stärkere Handelsagenda beschrieben:
„Durch die Freischaltung des vollen Potenzials von IOTA ebnete das Rebased-Upgrade den Weg für das Wachstum von TWIN, dem Trade Worldwide Information Network. Aufbauend auf IOTA-Technologie und dem Erfolg von TLIP in Ostafrika zeigte die neu gestartete TWIN Foundation, wie digitale Identität, Tokenisierung und Smart Contracts den Handel transformieren können.“
Für 2026 kündigt IOTA an, TWIN mit dem Mainnet zu verbinden, mit dem Anspruch, „ganze Länder zu onboarden“, „Millionen Transaktionen täglich“ zu verarbeiten und „verifizierbaren, compliant-fähigen und tokenisierten Handel“ in globale Lieferketten einzubetten.
In Afrika verweist IOTA auf ADAPT: gemeinsam mit dem AfCFTA-Sekretariat, dem Tony Blair Institute for Global Change und dem World Economic Forum sei IOTA „gründender Technologiepartner“ einer kontinentalen Initiative zur Digitalisierung des Handels:
“ADAPT hat sich zum Ziel gesetzt, den innerafrikanischen Handel bis 2035 zu verdoppeln und ein wirtschaftliches Potenzial in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar freizusetzen.”
Ein zweiter Block betrifft Trade-Finance und digitale Unternehmensidentitäten. Die IOTA Stiftung schreibt:
„Im September teilten wir Pläne, mit GLEIF daran zu arbeiten, Unternehmen die Einrichtung verifizierbarer digitaler Identitäten zu ermöglichen, die – kombiniert mit TWIN – sofortiges On-Chain-Vertrauen schaffen.“
Gleichzeitig habe Salus gezeigt, wie sich Trade-Finance für kritische Mineralien modernisieren lasse: Dokumente tokenisieren, Identitäten verankern, Zahlungen per Smart Contract automatisieren.
US-Zugang, DeFi, Trust Framework und der Blick nach vorn
Bezüglich des IOTA Tokens schreibt die Stiftung, dass 2025 ein Wendepunkt für die Adaption in den USA war: Wie CNF berichtete, hat BitGo „regulierte, versicherte Verwahrung“ und damit einen institutionstauglichen Zugang zum IOTA-Mainnet gebracht. Uphold hat anschließend natives Kaufen/Verkaufen sowie Ein- und Auszahlungen für US-Nutzer eingeführt.
Auf Infrastruktur-Ebene hebt IOTA die Anbindung an LayerZero und Stargate hervor: Damit sei das IOTA-Mainnet mit „mehr als 150 Blockchain-Netzwerken“ verbunden, darunter Ethereum, Solana, Base und BNB Smart Chain.
Dazu skizziert die IOTA Stiftung einen wachsenden DeFi-Stack (Swirl, Virtue, Pools DEX, Liquidlink, CyberPerp) und rückt den IOTA Trust Framework als Open-Source-Toolkit für Identität, Notarisierung, Tokenisierung und „gasless transactions“ in den Fokus.
Für 2026 sind die Ambitionen groß:
„Drei Länder sind bereits bestätigt, über ADAPT auf dem IOTA-Mainnet zu deployen, fünf weitere starten Pilotprogramme.“
Technisch kündigt IOTA Starfish als nächsten Konsens an, dazu IOTA Names, mehr Validatoren samt „Validator Score“ und lokale Gas-Fee-Märkte.
Das Bild, das der Rückblick zeichnet, ist damit klar: 2025 war bei IOTA weniger ein kosmetisches Rebranding als ein Umbau für Skalierung und 2026 soll zeigen, dass daraus Adaption auf internationaler Bühne entsteht.

