IOTA: „Reise mit Mana“ hat mit der Veröffentlichung von Pollen v0.5.0 begonnen

  • Die IOTA Stiftung veröffentlichte gestern die erste Implementation von Mana mit dem Pollen Testnetz v0.5.0. 
  • Mana wird ein komplett neues Ökosystem schaffen, in welchem der IOTA Token an Bedeutung für das Netzwerk gewinnt. 

Während Chrysalis Phase 2 bis Ende März im Mainnet von IOTA implementiert werden soll, macht auch Coordicide große Schritte nach vorn. So hat die IOTA Stiftung gestern das Pollen Testnetz v0.5.0 und damit erstmals eine Implementierung von Mana veröffentlicht.

Mit dieser Veröffentlichung beginnen wir offiziell unsere Reise mit Mana. Das erste Ziel ist es, die erste Iteration der Mana-Implementierung zu testen, um die Verteilung im Pollen Testnet zu untersuchen, nach eventuellen Fehlern zu suchen und ganz allgemein die Stabilität zu beurteilen.

Nach dieser Phase sollen weitere Kernmodule, wie die Staukontrolle, der Fast Probabilistic Consensus, das Autopeering und der verteilte Zufallszahlengenerator hinzugefügt werden. Mit dem gestrigen Release wurden unter anderem eine Mana API, diverse Mana Bereiche zum lokalen Dashboard, dem Pollen Analyzer Dashboard sowie auf dem Grafana Dashboard released. Zudem wurden die GUI- als auch die CLI-Wallets aktualisiert, um den Benutzern die Möglichkeit zu geben, die Identität des Nodes als Empfänger des Zugriffs und des Konsens-Mana-Pledge einer Transaktion zu definieren.

Neben Mana wurde zudem eine „wichtige Änderung“ an GoShimmer vorgenommen. Die Konsensus-Manager-Komponente ist nun so gestaltet, „dass dieser agnostisch in Bezug auf die tatsächlich implementierten Konsensmechanismen ist. Auf diese Weise kann GoShimmer nicht nur als der IOTA 2.0-Prototyp, sondern auch als flexibles Framework für jede DAG basierte DLT gesehen werden“.

Mit der ersten Implementierung von Mana steht nunmehr der viel erwartete Launch des incentivierten Nectar Testnetzes „kurz vor der Tür“, wie Angelo Capossele, Senior Research Scientist bei der IOTA Stiftung, erklärte:

Nachdem das Mana-Modul erfolgreich implementiert wurde, steht die nächste Stufe unseres Coordicide-Testnetzes namens „Nectar“, unser erstes funktionsfähiges Coordinator-freies Testnetz, vor der Tür. Das Team arbeitet bereits an den verbleibenden Funktionen wie Nachrichtenfinalität über Genehmigungsgewicht, Reorganisation, Snapshots, Zeitstempelabstimmung und der Integration von Mana mit unseren Kernmodulen.

Was bedeutet die Implementation von Mana für IOTA?

Mana ist eine Form von Sybil-Schutz und eine Möglichkeit, die Netzwerküberlastung zu kontrollieren. Der Sybil-Schutz verhindert, dass ein Angreifer durch das Anlegen mehrerer Identitäten einen böswilligen Einfluss auf das Netzwerk erlangen können. Die Überlastungskontrolle bestimmt, wer in Zeiten der Überlastung die Möglichkeit hat, in den Ledger zu schreiben. Zusätzlich zu den beiden Verwendungszwecken führt IOTA 2.0 zwei Wege ein, Mana zu berechnen:

Eine Art, Mana zu berechnen (allgemein als „Mana 1“ bezeichnet), ist die, bei der das zugesagte Mana einfach gleich der Anzahl der in der Transaktion bewegten Token ist. Die zweite Art, Mana zu berechnen („Mana 2“), ist eine Erweiterung von Mana 1, die nicht nur einen delegierten Eigentumsnachweis, sondern auch einen Nachweis der Knotenaktivität beinhaltet.

Mana 2 hat eine vorhersehbare Entwicklung über die Zeit, in dem Sinne, dass es nicht durch zusätzliche Token-Transfers beeinflusst wird. Diese Vorhersagbarkeit kann für Nutzer wichtig sein, die auf einem „Access-Mana-Markt“ interagieren und die Kontrolle über ihren gekauften oder geleasten Zugang sicherstellen wollen.

Für die meisten IOTA Inhaber wird Mana aber ein nahtloser Teil der Nutzung von IOTA sein. Für Node-Betreiber ist Mana hingegen von hoher Wichtigkeit, da sie es über drei Wege erwerben können:

  • Halten von IOTA Token: Node-Betreiber können Token kaufen und das durch diese Token erzeugte Mana an ihre eigenen Node verpfänden.
  • Mieten von Mana von Token-Inhabern: Mietzahlungen können in IOTA oder Bargeld erfolgen.
  • Verarbeitung von Wertverkehr: Ein Node kann Zahlungen im Austausch für das in diesen Zahlungen verpfändete Mana verarbeiten.

Insofern entsteht mit Mana ein komplett neues Ökosystem, wie Dan Simerman, der Leiter für Finanzbeziehungen bei der IOTA Stiftung, kürzlich in einem Beitrag darlegte. Unternehmen werden IOTA ähnlich wie Bitcoin kaufen oder Mana gegen ein Entgelt leihen müssen, um Teil der neuen globalen Maschinenwirtschaft sein zu können.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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