IOTA Mitbegründer: DLT wird Lieferketten in Nachfrageketten transformieren

  • Laut IOTA Mitbegründer Dominik Schiener wird die DLT die Lieferkette in eine Nachfragekette verwandeln, die in Echtzeit auf das Verbraucherverhalten reagiert.
  • Bei dem Ansatz handelt es sich bereits um einen großen Trend, der „derzeit in Lieferkettenkreisen diskutiert“ wird, so Schiener.

In einem weiteren Beitrag für nasdaq.com hat IOTA Mitbegründer Dominik Schiener erläutert, wie die Distributed Ledger Technologie (DLT) die Industrie und speziell das Thema Lieferkette revolutionieren wird. Wie Schiener beschreibt, handelt es sich bei der Lieferkette um einen sich ständig bewegenden Teil der Unternehmensinfrastruktur, dessen Verfolgung „traditionell eine Herausforderung“ ist und „im Allgemeinen eher für eine reaktive als für eine proaktive Analyse“ bekannt ist.

„Das wird sich bald ändern“, so Schiener. Die DLT kann auf die traditionelle Infrastruktur der Lieferkette angewandt werden, um die Marktlogik umzukehren und Nachfrageketten zu schaffen. Anstatt darauf zu warten, dass der Markt auf ein Produkt reagiert, würde eine Nachfragekette im Idealfall direkt und in Echtzeit auf das Verbraucherverhalten reagieren und die Daten bis zurück auf die tatsächliche Angebotsseite verlinken.

Tatsächlich könnte die Marktnachfrage automatisch befriedigt werden, sobald sie besteht, anstatt darauf zu warten, dass das Gesamtangebot zur Neige geht. Dies würde es Unternehmen ermöglichen, nicht nur über eine Fülle von Lieferkettendaten zu verfügen, sondern auch ihre Lieferkettenprozesse zu reformieren, um effizienter zu werden und eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen.

Wie der IOTA Mitbegründer auch betont, setzt dies aber voraus, dass die Verbraucher dem Netzwerk vertrauen. Die Transparenz des Verbrauchers kann letztlich nur in einem vertrauenswürdigen Ledger umgesetzt werden. Im Gegenzug würde aber eine Nachfragekette geschaffen werden, die eine „Verlagerung der tatsächlichen Produktion“ bedeuten würde.

Entgegen dem heutigen System, in welchem das Angebot auf der Grundlage der bisherigen Historie produziert wird, würde aufgrund der Nachfrage produziert werden. Letztlich könnte ein hocheffektives System der schnellen Reaktion auf die Nachfrage geschaffen werden, das in der Mitte des Prozesses geändert werden kann, so Schiener:

Wir würden nicht mehr für den Mülleimer produzieren. Das Angebot wäre exakt und würde Verschwendung im System eliminieren, von der Lagerhaltung über den Transport bis hin zum Lager des Einzelhändlers. Überschüssige Bestände auf jeder Ebene, ungenaue Bestellungen auf der Grundlage einer fehlerhaften Lieferung sind alles Punkte in der Lieferkette, an denen Geld verloren geht. Das Angebot auf die Nachfrage zu stützen, würde dies ändern und Kosten und Verluste reduzieren. […]

Effizienzsteigerungen werden sich einstellen, je schneller die Nachfrageseite wird. Natürlich wird es keine sofortige Wiederauffüllung geben, aber die Lieferkette wird sich schnell und ungestört wieder auffüllen. […] Das ist der heilige Gral für viele der großen Produzenten, damit sie am Ende nicht zu viele Bestände haben.

Wie Schiener auch konstatiert, handelt es sich bei den Nachfrageketten bereits um einen großen Trend, der „derzeit in Lieferkettenkreisen diskutiert“ wird. Ein entscheidender Faktor sind dabei die Daten. Laut dem IOTA Mitbegründer ist der Handel und damit die Lieferkette als „Informations-Pipeline“ zu verstehen. Um eine solche zu realisieren, braucht es aber die „richtige Technologie“, die Schiener in der DLT und digitalen Zwillingen beschreibt. Schiener konstatierte hierzu:

Wenn wir also die Welt so verändern wollen, dass sie sich an verschiedene Nachhaltigkeitskriterien wie den Umgang mit Kohlenstoffemissionen anpasst, dann müssen wir die Lieferkettendaten berücksichtigen, die mit der richtigen Technologie und Methodik erfasst werden können. Dies kann erreicht werden, wenn es uns gelingt, für jedes Produkt einen digitalen Zwilling zu schaffen und verteilte Ledger-Technologien einzusetzen, um die Rechenschaftspflicht und das Vertrauen in die von jedem Akteur entlang der Lieferkette gemeldeten Daten zu gewährleisten.

Auch wenn Schiener die Technologie von IOTA mit keinem Satz in dem Beitrag erwähnt, scheint offensichtlich, dass er die Vision von IOTA beschreibt. Bekanntlich ist die Lieferketten-Industrie ein Bereich, auf welchen die IOTA Stiftung bereits seit Längerem einen Fokus gerichtet hat.

So hat die EU-Kommission im Mai die IOTA Stiftung im Rahmen eines Projektes im Bergbau ausgewählt, um als einziges DLT Unternehmen an der Entwicklung einer digitalen Lösung für die Lieferkette mitzuwirken. In Ostafrika ist IOTA an dem Trade Logistics Information Pipeline (TLIP)-Projekt mit der Organisation TradeMark East Africa beteiligt.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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