- IOTA integriert LayerZero und Stargate ins Mainnet und erweitert die Cross-Chain-Anbindung auf 150+ Netzwerke.
- Schiener blickt auf ein schwieriges 2025 zurück und sieht IOTA zum Start 2026 „in der besten Position“ für die nächsten Schritte.
IOTA hat die Omnichain-Protokolle LayerZero und Stargate in sein Mainnet integriert und erweitert damit die Cross-Chain-Anbindung auf mehr als 150 Netzwerke, darunter Ethereum, Solana, Base und BNB Smart Chain.
Laut einem Blogbeitrag der IOTA Stiftung vom 3. Januar ist der Schritt von hoher Bedeutung, weil er die Interoperabilität und Datenkommunikation verbessert und zugleich Stablecoin- sowie Real-World-Asset-(RWA)-Tokenisierung auf dem Mainnet ermöglichen wird.
Was IOTA die Zusammenarbeit bringt
In dem Blogpost beschreibt die IOTA Stiftung LayerZero als Messaging-Protokoll, das die technische Grundlage für Stargate bildet. Stargate wird als „unveränderliches, erlaubnisfreies und zensurresistentes Liquiditätsprotokoll“ zwischen Netzwerken eingeordnet und nutzt LayerZero als Backbone. Zentral ist dabei der Omnichain-Fungible-Token-Standard (OFT), der Transfers über mehrere Chains hinweg ermöglicht.
Das LayerZero-Protokoll bringt laut Blogbeitrag zudem Konnektivität zu mehr als 150 Netzwerken und kann mit einem jährlichen Asset-Transfer-Volumen von „über 120 Milliarden US-Dollar“ glänzen. Laut IOTA Stiftung schafft dies die Voraussetzung, IOTA-basierte Assets und Datenflüsse in andere etablierte Ökosysteme einzubetten.
Dominik Schiener, Co-Founder und Chair der IOTA Foundation, nennt die Integration einen großen Meilenstein:
„Die Integration von LayerZero in das IOTA-Mainnet stellt einen transformierenden Meilenstein für das IOTA-Ökosystem dar und legt ein starkes Fundament, das die Mainstream-Adoption beschleunigt und Schlüsselindustrien voranbringt. Indem nahtlose digitale Asset-Flüsse und die Tokenisierung realer Vermögenswerte ermöglicht werden, positioniert LayerZero IOTA als kritisches Rückgrat, um den globalen Handel zu erleichtern und die Supply-Chain-Finanzierung weltweit zu revolutionieren.“
Der Blogpost nennt explizit Europa, Afrika und andere aufstrebende Märkte, wo IOTA seine Infrastruktur stärken will. Auch LayerZero Labs CEO Brian Pellegrino lobt die Zusammenarbeit:
„Das Ziel ist, der Welt globale erlaubnisfreie Märkte zu bieten – beginnend damit, jede Blockchain miteinander zu verbinden. LayerZero vereint das IOTA-Mainnet mit dem Rest von Krypto und ermöglicht Ingenieuren, sich auf die Entwicklung nahtloser, sicherer Multichain-Anwendungen zu konzentrieren, die die Evolution der Web3-Adoption prägen.“
Technisch knüpft IOTA an frühere Integrationsschritte an. Der Blogpost verweist darauf, dass LayerZero und Stargate bereits im September 2024 Unterstützung für die IOTA EVM bereitgestellt haben. Die neue Mainnet-Integration erweitert diesen Rahmen: Sie soll Asset-Transfers, Messaging und Cross-Chain-Konnektivität zwischen Ethereum, Solana, IOTA EVM und „zahlreichen zusätzlichen Netzwerken“ ermöglichen.
IOTA beschreibt dies als entscheidend, um dezentrale digitale Ökonomien mit der realen Wirtschaft zu verbinden, insbesondere in der Handels- und Lieferkettenbranche.
Von zentraler Bedeutung ist der OFT-Standard: Dieser hält eine „einzige, konsistente Token-Supply“ über alle verbundenen Netzwerke hinweg aufrecht. Zudem sollen OFT-Assets über die Stargate-WebApp zwischen LayerZero-unterstützten Netzwerken transferierbar sein.
Mit Blick auf Aktivität auf dem Mainnet kündigt die IOTA Stiftung an, dass nach der Integration „mehrere neue Assets“ on-chain verfügbar werden sollen. Als erstes nennt der Blogpost CYB, den nativen Utility-Token der Cyberperp Perpetual Exchange, die auf IOTA EVM und dem IOTA L1 Mainnet operiert.
Parallel stellt IOTA „nahtloses Bridging“ mehrerer IOTA-spezifischer Assets in Aussicht und betont, dass die Partnerschaft zugleich die Interoperabilität „zahlreicher großer Blue-Chip-Assets“ unterstütze.
Besonders interessant ist auch die Aussage, dass ein „führender Stablecoin“ derzeit eine formale Verifizierungsprüfung durchläuft und „in Kürze nativ“ dem IOTA-Mainnet-Ökosystem beitreten solle. Um welchen Stablecoin es sich handelt, verrät die IOTA Stiftung allerdings noch nicht.
In den kommenden Wochen sollen zudem weitere Assets über LayerZero „austauschbar“ werden, während Entwickler zusätzliche Integrationen umsetzen.
Schiener richtet den Blick nach vorn
Zum Jahresstart 2026 ergänzte Schiener den technischen Schritt mit einem Rückblick auf 2025. Via X schreibt er am 04. Januar:
„Wenn ich auf die letzten zwölf Monate zurückblicke, gibt es sehr viel, worauf wir wirklich stolz sein können. Wir haben IOTA auf ein neues Niveau gehoben und transformiert, indem wir unsere Vergangenheit hinter uns gelassen haben. Wir haben viele neue Partner an Bord geholt und echte Adoption ins Mainnet gebracht.“
Auch mit Blick auf den IOTA-Token und dessen Kurs machte Schiener Hoffnung auf bessere Zeiten:
„Es besteht kein Zweifel, dass 2025 unglaublich herausfordernd war, insbesondere wenn man auf die Märkte der letzten Monate schaut. Auch wenn ich den Preis nicht vorhersagen kann: Alles, was ich gerade weiß und worauf es mir ankommt, ist, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben, das richtige Team und die richtige Strategie haben – und dass wir in der besten Position sind, die wir je hatten, um unsere Mission zu liefern.“

