IOTA Foundation veröffentlicht Entwicklungsupdate zu Coordicide

  • Die Dezentralisierung des IOTA Netzwerks mit der Entwicklung von Coordicide schreitet weiter voran.
  • Zwar steht die Entwicklung noch am Anfang, allerdings sind alle theoretischen Fragen beantwortet, um eine „Version 1“ von Coordicide fertigzustellen.

Die IOTA Foundation hat in einem Blogbeitrag ein Update zur Entwicklung von Coordicide gegeben. Demnach liegt die Entwicklung weiterhin im Zeitplan, dennoch sei es noch ein weiter Weg bis zur Vorstellung eines ersten Prototyps. IOTA teilt im neuesten Bericht mit, dass es „zufriedenstellende Antworten auf alle Fragen“ gibt, die notwendig sind, um eine „Version 1“ von Coordicide fertigzustellen.

Coordicide zielt darauf ab das Netzwerk vollständig zu dezentralisieren. Die Notwendigkeit des Koordinators ist in der Art und Weise begründet, wie IOTA seinen Konsens erreicht. Jede neue Transaktion muss durch zwei alte bestätigen werden, um selbst bestätigt werden zu können.

Der Koordinator ist eine vorübergehende Maßnahme, um im Rahmen des Konsenses unehrliche Akteure aus dem IOTA Tangle auszusperren. Um dies zu schaffen, setzt der Koordinator momentan noch die sogenannten Meilensteine. Erst, wenn ein Meilenstein gesetzt ist, kann die Transaktion nicht mehr geändert werden.

Update zum Entwicklungsfortschritt von IOTA Coordicide

Wie es in dem Blogbeitrag heißt, wurden auf dem letzten Berlin-Gipfel die nächsten Schritte des Coordicide-Projekts diskutiert und einige Umstrukturierungen bei den Forschungs- und Entwicklungsteams vorgenommen. Ab sofort wird es Gruppen für die „Vernetzung“, „Dezentrale RNG (dRNG)“, „GoShimmer-Implementierung“, „Fast Probabilistic Consensus (FPC)“, „Mana und Autopeering“ und das „Protokoll“ geben.

Hinsichtlich der Frage des Entwicklungsfortschritts erklärte das Entwicklerteam, dass mit dem Zufallszahlengenerator (RNG) und Mana noch zwei Komponenten codiert werden müssen, bevor GoShimmer als „vollständiger“ Prototyp betrachtet werden kann.

GoShimmer bezeichnet den in Arbeit befindlichen Prototyp für eine Node-Software, die es den Knoten ermöglicht, einen Konsens ohne den Koordinator zu erreichen. Der GoShimmer Node soll die Coordicide-Module für das Auto-Peering und Node Identitäten enthalten. Der erste Prototyp von Coordicide soll darüber hinaus einen begrenzten Funktionsumfang haben und sich auf das Internet of People (IoP) konzentrieren (frei übersetzt):

Es sollte niemanden überraschen, dass das IOTA-Protokoll kein „Endprodukt“ ist, sondern ein sich ständig weiterentwickelndes Projekt. Die erste Version von Coordicide wird auf IoP (Internet of People) ausgerichtet sein, und von dort aus werden wir die notwendigen Teile verbessern, um den Bedürfnissen des IoT gerecht zu werden.

Verbleibende Forschungsfragen sind, laut IOTA Foundation, das Cellular Automata Voting, der Sharing-Mechanismus, Arrow Autopeering und VDF, die in der ersten Version von Coordicide nicht zu finden sein werden:

Obwohl unsere bisherigen Forschungen bereits große Fortschritte in diesen Themenbereichen erbracht haben, sind sie für das erste Coordicide nicht unbedingt notwendig. Daher liegt unser unmittelbarer Fokus darauf, eine funktionierende Version von Coordicide zu liefern, um das IOTA-Netzwerk vollständig zu dezentralisieren. Nachdem dies erreicht ist, werden wir unsere volle Aufmerksamkeit auf die nächsten Schritte in Richtung IoT richten.

Zudem wurde das überarbeitete Coordicide Whitepaper kurz vor den Weihnachtsfeiertagen fertiggestellt und an die Mitglieder des Forschungsrats und andere Wissenschaftler zur „internen“ Überprüfung übergeben. Eine Veröffentlichung ist für die nächsten Wochen geplant.

Die noch offenen Komponenten dRNG und Mana

Bis die erste GoShimmer Implementation veröffentlicht wird, müssen noch der Zufallszahlengenerator (RNG) und Mana codiert werden. Für die Entwicklung von RNG hat IOTA eine neue Arbeitsgruppe “dRNG-Gruppe“ eingerichtet, die einen geeigneten dezentralen Zufallszahlengenerator (dRNG) für das IOTA-Netzwerk entwickeln wird. Die Gruppe wird bestehende dRNG-Lösungen wie drand analysieren und mit dem Mana Algorithmus kombinieren:

Wir werden einen dezentralen Zufallszahlengenerator anpassen und entwickeln, der optimal für das IOTA-Netzwerk ist. Der derzeit aussichtsreichste Kandidat scheint eine Kombination aus bereits existierenden Lösungen, die auf drand basieren, mit dezentraler Komiteeauswahl in Reputationssystemen (Mana) zu sein.

Das Reputationssystemen (Mana) wird beweisen, dass bei einer Transaktion die Nutzer das Eigentum an der übertragenen IOTA-Menge besitzen. Mana wird nicht nur einem Node gutgeschrieben, indem sie gültige Transaktionen an das Netzwerk weitergeben. Der „Mana-Betrag“ eines Nodes wird als Maß für das Vertrauen oder den Ruf verwendet, um „gute“ Akteure auszuzeichnen und zu belohnen.

IOTA Mana

Source: https://iota-einsteiger-guide.de/1-node-identitaet-und-mana.html

Die Roadmap von Coordicide sieht vor, dass bis zum Ende des ersten Quartals ein erster Prototyp des GoShimmer Nodes veröffentlicht wird. Der Launch eines Alpha-Testnetzwerkes ist zum Ende des 3. Quartal 2020 geplant, während das Testnetzwerk bis Jahresende avisiert ist.

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About Author

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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