IOTA: Dezententrale Identität als Schlüssel für Mainstream-Adaption

  • Jedes Jahr werden Millionen von sensiblen Daten von Menschen durch Sicherheitslücken offengelegt.
  • IOTA stellt mit der dezentralen digitalen Identität eine Lösung bereit, die zurzeit vorhandene Sicherheitslücken schließen und in tausenden Anwendungsfällen zum Einsatz kommen kann.

Im letzten Jahr wurden durch massive Datenschutzverletzungen sensible Informationen von Hunderten von Millionen von Menschen offengelegt und damit ein finanzieller Schaden in Millionenhöhe verursacht. In 2019  stieg die Zahl der Sicherheitsverletzungen gegenüber dem Vorjahr um 17 %. Diese Verstöße sind vor allem im Bereich des DataBanking-, Kredit- und Finanzsektor zu finden, der für 61 % aller Vorfälle verantwortlich ist. IOTA stellt mit der dezentralen Identität ein Tool bereit, welches dieses Problem langfristig lösen soll.

Von IOTA’s Decentralized Identitiy können viele Branchen profitieren

Vor allem im Finanzbereich, z.B. für die Eröffnung eines Bankkontos, zur Feststellung der Kreditwürdigkeit oder für andere Bereitstellungen von Finanzdienstleistungen werden sensible, personenbezogene Daten von Personen erhoben. Die implementierten „Know Your Customer“ (KYC) Verfahren sind komplex und kosten kleine sowie große Banken oft Millionen USD pro Jahr.

Die Decentralized Identitiy (DID) Lösung von IOTA verspricht dieses grundlegende Problem zu lösen und die Kontrolle über die persönlichen Daten wieder in die Hände des Eigentümers zu geben. DID wird auch als Unified Identity bezeichnet und ist die digitale Repräsentation gesammelter Informationen, die einem Objekt, einer Person oder einer Organisation zugeordnet und durch den Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) verifiziert werden kann.

Die DLT stellt einen öffentlichen Schlüssel („Public Key“) zur Verfügung, durch den die hinterlegte Identität verifiziert werden kann. Damit kann jede Person oder Entität überprüfen, ob die Kommunikation per Mail oder die vorhandenen Informationen auf einer Webseite tatsächlich echt sind und es sich dabei um die angegebene Person handelt.

Wenn eine Rechnung bezahlt werden muss, dann wird sie mit dem öffentlichen Schlüssel der Organisation signiert, der für eine Identität in einem DLT, wie dem von IOTA registriert ist. Wenn alle Informationen verifiziert werden konnten, kann die Rechnung bezahlt werden. Damit kann sehr einfach der Betrug und der Diebstahl an persönlichen Daten verhindert werden.

Dominik Schiener, Mitgründer von IOTA ist davon überzeugt, dass der Einsatz einer dezentralisierten Identität bald zum Alltag der Menschen gehören wird (frei übersetzt):

Die Verwendung von Protokollen mit einheitlicher oder dezentralisierter Identität wird im Finanzsektor und im öffentlichen Dienst bald alltäglich werden. Verteilte Ledger sind perfekt geeignet, um als zugrunde liegende Vertrauensschicht bei der Validierung der Identität einer Person zu dienen.

Bei der Verwendung von DID werden persönliche Daten, wie eine Kopie einer Geburtsurkunde, nicht auf einem Server hochgeladen. Stattdessen werden diese sensiblen Daten dort abgespeichert, wo es der Inhaber wählt, Handy, digitale Endgeräte oder RFID Chips sind ebenfalls denkbar. Wenn jetzt ein Kunde ein neues Bankkonto eröffnen will, wird er an einen digitalen Automaten treten, wo die Person lediglich einen QR-Code per Handy scannen muss.

Die Bank wird anschließend eine Anfrage an den Kunden starten, ob die benötigten Daten eingesehen werden dürfen. Wenn die Bank mehr Daten abfragt, als der Kunde preisgeben möchte, kann die Anfrage abgelehnt werden. Falls der Kunde zustimmt, weiß die Bank innerhalb weniger Sekunden, dass die Daten vertrauenswürdig sind und das Bankkonto kann sofort eröffnet werden, ohne einen weiteren Einsatz einer Drittpartei.

Experten der Branche sehen großes Potenzial in DID

David Sønstebø, ebenfalls Mitgründer von IOTA, führt weiter aus, dass diese neue Technologie sicher und skalierbar ist, denn nur dann ist eine Masseneinführung auch möglich. Weiterhin spielt das Vertrauen eine große Rolle bei der zukünftigen Adaption in der Bevölkerung, sodass diese neuen Systeme ausreichend getestet und sich im Praxiseinsatz beweisen müssen, bevor diese in sensiblen Branchen wie dem Finanzsektor eingesetzt werden.

Experten der Branche wie Richard Soley, CEO der Object Management Group, und Michiel Sollet, Innovationsmanager bei der Volksbank, sehen in der DID ein großes Potenzial, da durch die Durchführung von KYC-Prozessen wertvolle Zeit verloren geht:

Es gibt keine Wartezeit und kein Risiko mehr, da den Daten vertraut werden kann, so dass der Kunde keine Zeit mehr für die Eingabe sich wiederholender Informationen aufwenden muss.

Wie Mitte Februar bekannt wurde, arbeitet die IOTA Foundation bereits innerhalb der kürzlich gegründeten Tangle EE Working Group am Projekt „Unified Identity“, das darauf abzielt, eine interoperable Vertrauensschicht aufzubauen, welche die dezentrale Identifizierung von Organisationen und Dingen ermöglicht. Das Protokoll soll die Annahme einer dezentralisierten Identität auf IOTA fördern und die Eintrittsbarrieren für Organisationen verringern.

Ob sich eine vorgeschlagene Lösung von IOTA tatsächlich durchsetzen kann bleibt, zunächst abzuwarten, da es weitere Anbieter auf dem Markt gibt und die Konkurrenz natürlich nicht schläft. Der Kurs von IOTA folgt dem aktuellen Markttrend, sodass IOTA innerhalb der letzten 24 Stunden ein Plus von 0,83 % auf 0,17 USD zeigt. Mit einer Marktkapitalisierung von 476 Millionen USD belegt IOTA Rang 24 der größten Kryptowährungen.

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About Author

Collin is a Bitcoin investor of the early hour and a long-time trader in the crypto and forex market. He's fascinated by the complex possibilities of blockchain technology and tries to make matter accessible to everyone. His reports focus on developments about the technology for different cryptocurrencies.

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