IOTA Chrysalis Phase 2: Transaktionsgröße wird um das 20-fache fallen

  • Mit der Veröffentlichung von IOTA Chrysalis Phase 2 wird die Transaktionsgröße im Tangle von rund 5 bis 8 Kilobytes (Kb) für ein Bundle auf 350 Bytes für eine Atomic Transaction sinken.
  • Damit einhergehend könnten die Messages per Second (Mps) um das rund 20-fache steigen. 

IOTA Entwickler Hans Moog hat via Discord neue Details zu Chrysalis Phase 2 verraten. Wie bereits mit der Ankündigung von Chrysalis bekannt wurde, geht mit dem Upgrade ein Wechsel von dem Bundle-Konzept zu Atomic Transactions einher. IOTA David Sønstebø konstatierte im Februar, dass damit zahlreiche Verbesserungen einher gehen:

Dies wird den Netzwerk-Overhead reduzieren, den Aufwand für die Signaturprüfung verringern, den Spam-Schutz und die Staukontrolle verbessern und die Länge der Merkle-Proofs (für zukünftiges Sharding) verringern. Darüber hinaus wird es den Implementierungsaufwand verringern und die Wartbarkeit unserer Kernknoten-Software erhöhen.

IOTA Chrysalis Phase 2 schrumpft die Größe einer Transaktion

Aber was genau bedeutet die Umstellung? Bis jetzt verwendet IOTA das Konzept der Bundles zur Erstellung von Transaktionen. Bundles sind Transferpakete, die mindestens eine Eingabe- und eine Ausgabetransaktion enthalten und auch Nullwerttransaktionen umfassen können. Die einzelnen Transaktionen sind bisher über ihre Stamm-Referenz (Trunk) miteinander verbunden sind.

Bundles selber sind selbst Atomic Transactions, was bedeutet, dass entweder alle Transaktionen vom Netzwerk akzeptiert werden oder keine. Einfach gesagt, müssen mindestens 3 Transaktionen verwendet werden, um eine einfache Übertragung zu erstellen: 2 Transaktionen für die Eingabe und ihre Signatur sowie eine Transaktion für den Rest (ohne Signatur). Problematisch an dem Konzept ist, da diese Bundles eine feste Größe, unabhängig von ihrem Inhalt, haben.

Zugunsten der oben von Sønstebø genannten Vorteile wird dieses Konzept mit Chrysalis Phase 2 durch die Atomic Transactions abgelöst, sodass eine einzelne Transaktion atomar ist. Wie Hans Moog via Discord erläuterte, wird die Transaktionsgröße um mehr als das zwanzigfache sinken. In der Folge werden sich auch die Messages per Second (Mps), so Moog, etwa um das zwanzigfache erhöhen:

Aber ich stimme zu, dass Bundles Blödsinn sind und deshalb werden sie als Nächstes entfernt – derzeit ist der Engpass der Netzwerkdurchsatz und die ternäre Konvertierung.

Gegenwärtig beträgt ein Bundle etwa 5-8 kb.
Nach Chryalis Teil 2 sind es ca. 350 Bytes.
Also mehr als 20 Mal kleiner.
Mps [Messages per second] sollten also auch etwa 20 Mal höher sein – insbesondere ohne den ternären Mist.

Wenn Sie also sagen, dass ein Bundle 3 Transaktionen hat und daher 1000 Iota tps mit 333 btc tps vergleichen, dann haben Sie nach Teil 2 4-5000 „echte“ tps. Ich denke, es könnte auch im 5-stelligen Bereich landen, da wir auch Datentransaktionen haben, die möglicherweise kleiner sind.

Neben den Verbesserungen durch die Atomic Transactions verriet Moog auch, dass die IOTA Stiftung bereits mit den Arbeiten an den Spezifikationen für das neue Konsensus-Modell, das „Tangle Multiverse“, begonnen hat:

Das stimmt. Wir schreiben jetzt die Spezifikationen. […] Nun, ich habe sehr lange darüber nachgedacht, hatte aber nie die Zeit, Spezifikationen zu schreiben, da wir auf fpc arbeiten sollten. Es gibt also nur sehr wenige offene Fragen dazu, wie es funktionieren sollte, nicht „ob es funktioniert“.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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