Intel stellt neuen stromsparenden Bitcoin-Mining-ASIC vor

  • Intel bringt neuen Bitcoin-Mining-ASiC „Blockscale“ auf den Markt.
  • Der neue Bitcoin-ASIC soll helfen, den alarmierenden Energieverbrauch von Bitcoin zu senken.

Der Halbleiter-Hersteller Intel hat einen verbesserten ASIC (Application-Specific Integrated Circuit = Anwendungsspezifische Integrierte Schaltung) auf den Markt gebracht. Er folgt auf die Einführung des analogen Chips Bonanza Mine (MBMZ1) Blockchain-Beschleuniger-Chip im Februar dieses Jahres. Laut Intel wurde der Chip entwickelt, um die Auswirkungen des Bitcoin-Mining auf die Bereiche Umwelt, Soziales und Governance im Blockchain-Sektor zu verringern.
Intel teilt dazu mit, dass der Blockscale-ASIC neben der Unterstützung von 256 integrierten Schaltkreisen pro Chain auch „On-Chip-Funktionen zur Temperatur- und Spannungserfassung“ enthält. Diese Funktionen waren in Intels Bonanza Mine-Beschleuniger-Chip nicht enthalten. Der neue Intel Blockscale ASIC kann aufgrund des für die Produktion verwendeten Siliziums in hohen Stückzahlen geliefert werden.
Der Ultra-Low-Voltage-Chip ermöglicht eine Hash-Rate von bis zu 580 GH/s (Gigahashes pro Sekunde) bei einem Verbrauch von 26 J/TH (Joule pro Terahash). Das macht ihn besonders energiesparend. Die Hash-Rate misst, wie schnell ein Miner Antworten auf den nächsten Bitcoin-Block generieren kann. Joule pro Terahash misst den Stromverbrauch eines Tera-Hashs. Ein Terahash erzeugt 1 Billion Hashes. Der Chip wird das Hardware-Design und den Software-Stack referenzieren, um die Systementwicklung der Kunden voranzutreiben. Zum Vergleich: Der Antminer S19 Pro+ Hyd von Bitmain liefert eine Hash-Rate von 198 TH/s bei einem Verbrauch von 27,5 J/TH, und der Whatsminer M30S++ von MicroBT hat eine ähnliche Spezifikation von 112 TH/s bei 31 J/TH.

Stromfresser Bitcoin-Mining

Das Bitcoin-Mining verbraucht eine beträchtliche Menge an Energie und ist zu einem wichtigen Aspekt für die generelle Regulierung von Kryptowährung geworden. Nach Angaben der New York Times verbraucht das Bitcoin-Mining jährlich etwa 91 Terawattstunden Strom. Das ist mehr als beispielsweise Norwegen in einem Jahr verbraucht.
Im März gab es Bestrebungen für eine Regulierung innerhalb der EU, die das Bitcoin-Mining de facto verboten haätte. Das EU-Parlament lehnte jedoch die Version des Gesetzentwurfs ab, der ein Proof-of-Work-Verbot bedeutet hätte.
Auch Ripple-Gründer Chris Larsen setzt für einen geringeren Stromverbrauch von Kryptowährungen ein. Die Bitcoin-Community hat den Geschäftsmann jedoch scharf angegriffen, nachdem er am Montag eine 5-Millionen-Dollar-Kampagne angekündigt hatte. Die Kampagne soll erreichen, dass das Bitcoin-Miningsystem geändert wird: Es soll weniger Energie verbrauchen und umweltfreundlicher werden.

Mehr zum Thema: Greenpeace und Ripple-Chef starten Mammut-Projekt für umweltverträglichen Bitcoin

Block Inc. und andere wollen auf dem neuen Chip aufbauen

In seinem Bestreben, ein System zu entwickeln, das das Bitcoin-Mining effizienter macht, wird Block Inc. zu den ersten Unternehmen gehören, die den neuen Chip einsetzen. Block-CEO Jack Dorsey hatte erklärt, dass Mining nicht für jeden zugänglich sei. Er hoffe auf einen effizienteren Chip, der die Strombarrieren für Miner beseitigt. GRIID Infrastructure, Argo Blockchain und Hive Blockchain Technologies werden ebenfalls zu den ersten Unternehmen gehören, die den Chip einsetzen wollen.
Der neue Mining-ASIC soll Kunden ein energiesparendes Hashing für Proof-of-Work-Konsensnetzwerke bieten. Intel-Vice-President Balaji Kanigicherla bemerkte:

„Intels jahrzehntelange Forschung und Entwicklung in den Bereichen Kryptografie, Hashing-Verfahren und Ultra-Niederspannungsschaltungen ermöglichen es Blockchain-Anwendungen, ihre Rechenleistung zu skalieren, ohne dabei Kompromisse bei der Nachhaltigkeit einzugehen.“

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