Umfrage: 82% der institutionellen Anleger wollen Krypto-Engagements bis 2023 erhöhen

  • Eine neue Umfrage hat ergeben, dass vier von zehn institutionellen Anlegern ihre Krypto-Bestände stark erhöhen wollen.
  • 58 Prozent der Befragten nannten die langfristigen Kapitalwachstumsperspektiven von Kryptowährungen als Grund.

Kryptowährungen gibt es schon seit mehr als einem Jahrzehnt, aber ihre Beliebtheit bei institutionellen Anlegern stieg erst im letzten Jahr deutlich.
Das steigende Krypto-Interesse unter Institutionen wurde durch eine Umfrage von Europas führendem regulierten Investmentmanager, Nickel Digital Asset Management, bestätigt. Laut der Umfrage erwarten 82 Prozent der Vermögensverwalter und institutionellen Anlegern aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass sie ihr Engagement bis 2023 erhöhen werden.

Nickel Digital erwähnte, dass institutionelle Anleger, die Bitcoin und andere Kryptowährungen in ihren Portfolios haben, nur ein sehr geringes Engagement in dieser Anlageklasse haben. Die meisten von ihnen testen den Markt nur, um zu sehen, wie er sich entwickelt. Die Umfrage ergab, dass vier von zehn institutionellen Anlegern ihre Krypto-Bestände stark erhöhen wollen, 7 Prozent werden ihr Krypto-Engagement verringern und 1 Prozent wird die gesamten Bestände verkaufen.

Verbessertes regulatorisches Umfeld spiel entscheidende Rolle

Anacholy Crachilov, Mitgründer und CEO von Nickel Digital, kommentierte, dass Unternehmen und institutionelle Beteiligungen an Bitcoin wachsen, da das Vertrauen in diese Anlageklasse steigt.

„Unsere Analyse Anfang Juni dieses Jahres ergab, dass 19 börsennotierte Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 1 Billion Dollar rund 6,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert hatten, nachdem sie ursprünglich 4,3 Milliarden für den Kauf der Kryptowährung ausgegeben hatten. Wir fanden auch heraus, dass Bitcoin im Wert von 43,2 Milliarden Dollar über verschiedene geschlossene Bitcoin-Trusts und börsengehandelte Produkte angelegt sind

58 Prozent der Befragten nannten die langfristigen Kapitalwachstumsaussichten von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten als Grund für die Erhöhung ihrer Bestände. 38 Prozent der Befragten gaben außerdem an, dass sie ihr Engagement in Kryptowährungen erhöht hätten, weil sie mehr Sicherheit und Komfort beim Halten der Vermögenswerte erlangen wollen. 37 Prozent nannten das wachsende Krypto-Investment bei Fondsmanagern und Unternehmen als Grund, und 34 Prozent nannten das verbesserte regulatorische Umfeld als Grund für die Erhöhung ihres Engagements.

Laut Crachilov haben auch mehrere andere Gründe institutionelle Anleger ermutigt, mehr Krypto-Assets zu kaufen.

„Viele dieser professionellen Investoren mit Beständen in Krypto-Assets wollen ihr Engagement erhöhen. Das wird von mehreren Faktoren angetrieben, darunter die starke Marktperformance während der Covid-19-Krise, mehr etablierte Investoren und Unternehmen, die den Markt unterstützen, und die Verbesserung der Infrastruktur und des regulatorischen Rahmens der Branche. Diese Trends werden sich ausweiten.“

Kürzlich wurde in Deutschland ein neues Gesetz verabschiedet, das es „Spezialfonds“ erlaubt, bis zu 20 Prozent Krypto in ihrem Portfolio zu haben. Es wird geschätzt, dass, sobald jeder Fonds die maximale Quote an Krypto aufweist, 415 Milliarden Dollar in die Branche fließen könnten.

About Author

John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

Comments are closed.