Bitcoin-Produkte dominieren drei Wochen in Folge – gleichzeitig werden Bitcoin-ETFs diskutiert

  • Institutionelle Bitcoin-Produkte dominieren in der dritten Woche in Folge, während Gespräche über einen Bitcoin-ETF geführt werden.
  • Die SEC erwägt, noch in diesem Monat bis zu vier auf Bitcoin-Futures basierende ETFs zu genehmigen, was Hoffnungen der Branche weckt.

Während Bitcoin (BTC) auf ein Niveau ansteigt, das zuletzt vor fünf Monaten zu beobachten war, fließen weiterhin Gelder institutioneller Anlegern in die Tracking-Produkte von Bitcoin. Der CoinShares-Bericht  „Digital Asset Fund Flows Weekly“ vom 12. Oktober zeigt, dass institutionelle Bitcoin-Produkte Zuflüsse von mehr als 226 Millionen Dollar verzeichneten.

In der vergangenen Woche war es das dritte Mal, dass Bitcoin-Produkte die wöchentlichen Zuflüsse in Kryptoprodukte dominierten und zwar mit einem Anstieg von 227% Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Auch Bitcoin selbst hatte vier Wochen Zuflüsse in Folge. Die enormen Zuflüsse fielen mit dem wöchentlichen Anstieg des Kurses von 12,5 Prozent zusammen, der am 8. Oktober, bei etwa 54.000 lag, wie unsere Daten zeigen.

Darüber hinaus hat die erhöhte Nachfrage nach Bitcoin-Produkten dazu geführt, dass das kombinierte verwaltete Vermögen  von institutionellen Kryptoprodukten stark angestiegen ist. In nur einer Woche stieg das kombinierte verwaltete Vermögen auf 66,7 Milliarden Dollar, was laut CoinShares nur 5% von dem Rekord im Mai entfernt ist.

Bitcoin hat die meisten institutionellen Zuflüsse

Kürzlich äußerte sich der Chef der US-Börsenaufsicht, Gary Gensler, zu einer möglichen Genehmigung des ersten börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) in den USA. CoinShares führt den Aufschwung von Bitcoin auf die hohe Erwartung eines Krypto-ETFs in diesem Monat zurück.

Derzeit prüft die SEC vier Bitcoin ETF-Anträge, die auf den regulierten Terminkontrakten der Chicagoer Handelsbörse basieren. Die Finanzaufsicht hat bereits den ersten Bitcoin-ETF an der New Yorker Börse genehmigt. Ein Futures-gestützter Krypto-ETF – wenn auch kein traditionelles Spot-basiertes Produkt – würde den Akteuren im Bereich der digitalen Vermögenswerte den Einstieg in die ETF-Sparte ermöglichen.

Was die Altcoins betrifft, so äußerten die Anleger letzte Woche gemischte Wünsche. Fonds, die ein Engagement in Solana (SOL) und Cardano (ADA) bieten, verzeichneten Zuflüsse von 12,5 Millionen beziehungsweise 3 Millionen Dollar. Produkte, die Ether (ETH), Polkadot (DOT) und Ripple (XRP) nachbilden, hatten dagegen Abflüsse in Höhe von jeweils 13,6 Millionen,  2,1 Millionen und  600.000 Dollar. Generell verzeichneten Krypto-Anlageprodukte Zuflüsse in der achten Woche in Folge.

Kritik

Kritiker wie der Makro-Analyst Alex Krüger erklären, dass Krypto-ETFs letztlich mehr Schaden als Nutzen bringen könnten:

„Futures befinden sich in der Regel in einem starken Contango (d.h. Futures > Spot), so dass der ETF bei einem Rollover *tief verkaufen, um hoch zu kaufen* und unter Contango Bleed leiden würde. Vermögenswerte mit starkem Contango-Bleed tendieren nach unten.“

Seiner Meinung nach wären spotbasierte ETFs die attraktivere Option, da sie ein geringeres Risiko bergen. Ein anderer Analyst, Willy Woo, hob die Vor- und Nachteile der einzelnen Angebotsformen hervor:

„Ich denke, das Beste an ETFs ist neben ihrer anfänglichen Reichweite das Potenzial, das Problem der Verzerrung von Bitcoin einzudämmen. Die langfristigen negativen Folgen: Spot-ETFs bedeuten erhöhten Verkaufsdruck durch Gebühren. Futures-ETFs bedeuten Potenzial für Preisdrückung und mehr Volatilität aufgrund der Dominanz von Futures.“

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