Indien: Steuerfahndung nimmt WazirX und andere führende Krypto-Börsen ins Visier

  • Die indischen Steuerbehörden ermitteln gegen die Binance-Börse WazirX wegen Steuerhinterziehung von umgerechnet etwa sechs Millionen Dollar.
  • Vier weitere Börsen wurden durchsucht, wobei die Fahnder etwa vier Millionen Dollar nicht gezahlter Steuern eintrieben

Die indische Steuerfahndung ist führenden Kryptobörsen des Landes wegen Steuerhinterziehung auf der Spur. Der Großeinsatz Begann am Donnerstag, den 30. Dezember, als ein Team von Finanzbeamten in Mumbay eine Steuerhinterziehung umgerechnet etwa 6 Millionen Dollar durch die Kryptobörse WazirX feststellte. Das Unternehmen zahlte am Ende rund 6,6 Millionen Dollar – eine Summe aus Steuern, aufgelaufenen Zinsen und Strafen.

In einem Tweet der zuständigen Finanzbehörde in Mumbai heißt es:

„Steuerfahnder haben heute am 30.12.2021 bei Zanmai Labs Pvt. Ltd. GST-Hinterziehung in Höhe von Rs 40,5 Cr. bei der Kommission von Wazir X CryptoCurrency festgestellt und Rs 49,2 Cr. in bar als GST, Zinsen und Strafe eingezogen.“

Mutmaßliche Steuerhinterziehung bringt WazirX in Schwierigkeiten

Die Steuerbehörden veröffentlichten am 31. Dezember einen Bericht über den Vorgang. Darin heißt es: „Der Fall ist Teil der speziellen Aktion zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, die sich auf intensives Data Mining und Datenanalysen stützt und von den Finanzbehörden der Mumbai Zone initiiert wurde.“ Die Behörde warnte, man werde alle Kryptobörsen, die in die Zuständigkeit der Behörden der Mumbai-Zone fallen, überprüfen und diese Aktion in den kommenden Tagen intensivieren wird.

WazirX, eine Binance-eigene Börse, behauptete einen Mangel an regulatorischer Klarheit seitens der Behörden. Zu seiner Verteidigung trägt das Unternehmen vor, es bezahle „jeden Monat fleißig umgerechnet mehrere 10 Millionen Dollar:

„Es gab eine Unklarheit bei der Auslegung einer der Komponenten, die zu einer anderen Berechnung der gezahlten Steuern führte. Wir haben jedoch freiwillig die Differenz gezahlt, um kooperativ und rechtskonform zu sein. Es bestand und besteht keine Absicht, Steuern zu hinterziehen. Abgesehen davon sind wir der festen Überzeugung, dass regulatorische Klarheit das Gebot der Stunde ist.“

Ausweitung der Ermittlungen

Wie von der Behörde angekündigt worden war, folgten am 1. Januar 2022 weitere Durchsuchungen bei vier anderen Kryptobörsen. Die untersuchten Firmen waren CoinSwitch Kuber, CoinDCX, BuyUCoin und Unocoin, laut Quellen mit direkter Kenntnis der Angelegenheit. Beteiligt waren Beamte der Steuerbehörde von Mumbai und der Strafverfolgungsbehörde des Finanzministeriums. Mehr als 50 Beamte führten die Durchsuchungen durch, und die Börsen kooperierten den Quellen zufolge uneingeschränkt.

Im Ergebnis stellten die Behörden umgerechnet rund vier Millionen Dollar sicher, die angeblich Teil eine geplanten Steuerhinterziehung waren.

Indien, insbesondere die indische Zentralbank, steht Kryptowährungen sehr skeptisch gegenüber und behauptet, diese unterstützten die Finanzkriminalität. Der Betrieb von Kryptobörsen ist jedoch vorerst garantiert.

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