Indien will Kryptowährungen offenbar als Waren einstufen und damit klare Verhältnisse schaffen

  • Ein Bericht eines interministeriellen Gremiums über Kryptowährungen lässt vermuten, dass Kryptowährungen in Indien in zukunft als Waren eingestuft werden.
  • Dieser Schritt eines der bevölkerungsreichsten und kryptofreundlichsten Länder ist geeignet, Klarheit über den Status von Kryptowährungen zu schaffen und deren Akzeptanz zu fördern.

Indien gehört zu den Ländern, die Kryptowährungen noch nicht klassifiziert oder ihnen einen rechtlichen Status gegeben haben, wodurch die Branche weitgehend unreguliert bleibt. Bisher herrschte deswegen große Verwirrung. Es gab eine Zeit, da galten digitale Vermögenswerte im Land als verboten. Doch jetzt hat die Regierung einen Plan, um die Situation in den Griff zu bekommen. Einem neuen Gesetzentwurf zufolge werden Kryptowährungen wohl als Waren eingestuft werden. Als solche werden sie den KYC-Verfahren und Rechnungslegungsstandards wie der Besteuerung unterliegen. Dies ist ein positiver Schritt, der auf die vollständige Legalisierung von Kryptowährungen hinweist.

Indien liegt mit 1,3 Milliarden Menschen nach china auf Platz zwei der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Die Mehrheit der Inder ist jung und technologisch neugierig. Als eines der wirtschaftlich am meisten herausgeforderten Länder bieten Kryptowährungen der indischen Bevölkerung eine einzigartige Chance. Rund 30% der Inder besitzen Kryptowährungen, was das Indien in der Branche zu einem zu einem der einflussreichsten Länder macht.

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Die zunehmende Verbreitung von Kryptowährungen sowohl auf globaler Ebene als auch in Indien hat die Regierung dazu veranlasst, die Branche genau zu untersuchen. Da ein vollständiges Verbot wahrscheinlich unwirksam ist, versucht die Regierung, den Markt zu regulieren. Den Anfang macht ein Gesetzentwurf, der nach Angaben eines interministeriellen Gremiums Kryptowährungen als Waren einstufen wird. In dieser Hinsicht haben die Staaten unterschiedliche Ansätze verfolgt. El Salvador beispielsweise betrachtet Bitcoin als Währung und ist das erste Land, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführt. Laut Experten könnte sich hier ein Trend abzeichnen.

Als Ware wird der Handel mit Kryptowährungen in Indien legal sein. Sie werden Rechnungslegungsstandards wie KYC-Verfahren unterliegen und entsprechend besteuert werden. Die Economic Times berichtet, dass Personen, die dem Geschäft nahe stehen, zuversichtlich sind, dass „sie entweder auf der Grundlage der verwendeten Technologie kategorisiert oder auf der Grundlage ihrer Endverwendung definiert werden können“.

Marktführer, die das Vorgehen der Regierung in der Vergangenheit kritisiert haben, haben die neue Entwicklung begrüßt. Nischal Shetty, CEO der Krypto-Börse Wazirx, erklärte;

„Dieser Schritt ist sehr positiv für die Kryptoindustrie und ich bin froh, dass die Regierung diesen Weg der Krypto-Regulierung einschlägt. Das wird mehr Klarheit für die gesamte Branche bringen und mehr Unternehmer in diesen Sektor locken.“

Er fügte hinzu, dass die Initiative es mehr Institutionen und Privatanlegern ermöglichen wird, sich auf dem Markt zu engagieren, ohne befürchten zu müssen, dass die Regierung ihn plötzlich verbieten oder einschränken wird.

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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