Die Kryptobörse Huobi sieht ein schlechtes Jahr für Bitcoin

  • Die Kryptobörse Huobi prognostiziert ein schlechtes Jahr für Bitcoin, da die Zentralbanken ihre Geldpolitik straffen und der Markt eine Liquiditätskrise erlebt.
  • Die Börse sieht DAO eine wichtige Form der On-Chain-Governance werden, die Interoperabilität zwischen den Chains werde besser und DeFi 2.0 werde in den Mittelpunkt rücken.

Ein weiteres wichtiges Unternehmen der Kryptobranche sagt ein düsteres Jahr für Bitcoin voraus. Die Börse Huobi sieht einen Baisse für Bitcoin kommen, da die Liquiditätsknappheit nach der Straffung der Geldpolitik durch die Federal Reserve und andere Zentralbanken eintreten werde. Positiv zu vermerken sei, dass DeFi weiter wachsen und sich entwickeln wird und dass die DAO-Governance zu einer treibenden Kraft für das Wachstum der On-Chain-Aktivitäten wird.

2021 war das bisher beste Jahr der Kryptobranche, in dem DeFi, NFTs, die Einführung von Kryptowährungen, die Nutzung der Blockchain und weitere Elemente der Branche stark gewachsen sind. Das Web 3.0 und das Metaversum haben die Blockchain-Technologie ebenfalls ins Rampenlicht gerückt. Die Regulierungsbehörden bemühen sich, Schritt zu halten: 40 Länder haben laut dem Bericht „Global Crypto Industry Overview and Trends“ von Huobi Research in Zusammenarbeit mit der Blockchain Association Singapore über 150 separate Vorschriften für Kryptowährungen erlassen.

Doch während viele dieser Sektoren 2022 weiter wachsen werden, könnte es ein düsteres Jahr für Bitcoin werden. In seinem Bericht weist Huobi darauf hin, dass die US-Notenbank begonnen hat, das „Tapering“ einzuleiten, einen Prozess, bei dem sie die Liquidität, die sie dem Markt zugeführt hat, zurückzieht, was eine abnehmende Rendite der Dollar-Liquidität signalisiert. Huobi stellt fest:

„Auch wenn sich dadurch die Richtung der Liquidität nicht grundsätzlich ändert, ist es wahrscheinlich, dass sich die Richtung der Mittelzuflüsse oder das Ausmaß der Inkongruenz bei den Vermögenswerten ändert. Hochriskante Vermögenswerte wie Bitcoin reagieren theoretisch empfindlicher auf die Veränderung der Dollar-Liquidität.“

Im Jahr 2013 unternahm die Fed einen ähnlichen Schritt, auf den eine zwei Jahre andauernde Baisse folgte. Obwohl sich der Markt stark verändert hat und es jetzt mehr Liquidität und mehr Bitcoin-Eigentümer gibt, glaubt Huobi, dass eine ähnliche Entwicklung nicht ausgeschlossen werden kann.

DeFi 2.0, cross-chain Interoperabilität, DAO und mehr

Trotz der düsteren Vorhersage für Bitcoin sagt Huobi in anderen Sektoren der Branche noch viel Wachstum für 2022. Einer dieser Sektoren ist DeFi, ein Sektor, dessen Größe von 19 Milliarden Dollar im Januar 2021 auf 250 Milliarden Dollar am Ende des Jahres anstieg. 2022 wird sich der Sektor zu DeFi 2.0 weiterentwickeln.

„DeFi 1.0 ist in Bezug auf Kapitalumschlag, Liquidität und Verbrauch ineffizient, was das Wachstumspotenzial begrenzt,“ heißt es von Huobi.

Damit DeFi wachsen kann, muss es eine bessere Liquidität, eine höhere Rentabilität und mehr Produkte geben.

„DeFi 2.0-Projekte, vertreten durch OlympusDAO und Alchemix, sind zum ersten Mal vorangeschritten. DeFi 2.0-Projekte werden aufgrund von Vorteilen in Form von Liquidität, Rentabilität und Innovationspotenzial anpassungsfähiger an Marktveränderungen sein. Weitere DeFi 2.0-Projekte werden wahrscheinlich folgen.“

Huobi prognostiziert, dass DAOs auch eine wichtige Form der On-Chain-Governance werden.

„In Zukunft wird es eine Nachfrage nach der Verwaltung von DAOs und den von ihnen verwalteten Fonds geben. Insbesondere könnte die Verwaltung von DAO-Fonds mit verschiedenen DeFi-Anwendungen verknüpft werden, um einen Ort für die Verwaltung der Finanzen zu schaffen“.

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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