Hoskinson weist Vorwürfe zurück – „Cardano ist nicht Theranos“

  • Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat Behauptungen, seine Blockchain sei schlicht Betrug, entschieden zurückgewiesen.
  • Er sagt, das Netzwerk sei quelloffen und es gebe keine Leichen im Keller.

In einer kürzlich überraschend abgehaltenen Ask Me Anything –„AMA“ – Sitzung sagte Cardano Gründer Charles Hoskinson, dass es keine Situation gebe, in der das Netzwerk als das „Theranos unter den  Kryptowährungen“ bezeichnet werden könne. Er sagte, dass Cardano ein offenes Buch sei, im Vergleich zu Theranos.

Zur Erinnerung:
Theranos war ein privates Biotech-Unternehmen, das mehr als ein Jahrzehnt lang aufgrund des Versprechens eines bahnbrechenden Bluttest-Kits florierte. Das Unternehmen behauptete, die so genannten Edison-Bluttestgeräte entwickelt zu haben, mit denen Bluttests mit sehr kleinen Blutproben durchgeführt werden können. Angeblich sollten 240 Krankheiten diagnostiziert werden können. Das 2003 gegründete Unternehmen wurde auf seinem Höhepunkt 2013-2014 mit 10 Milliarden Dollar bewertet. Seine Gründerin, die 19-jährige Elizabeth Holmes, war die jüngste weibliche Selfmade-Milliardärin und ein Star im Silicon Valley.

2015 wendete sich das Blatt, als Medizin-Professoren die Sache genauer untersuchten und feststellten, dass es praktisch keine wissenschaftlich nachweisbaren Effekte der angeblich bahnbrechenden Technologie gab. Außerdem wurde festgestellt, dass Theranos mehrfach gegen die Vorschriften des Food and Drug Acts verstoßen hatte. Daraufhin wurde die Geschäftsführerin unter anderem wegen Betrugs angeklagt und verurteilt. Das Strafmaß soll diesen Monat verkündet werden und beträgt bis zu vier mal 20 Jahre Haft.

Hoskinson: Cardano ist kein Krypto-Theranos

Hoskison sagte zu dem viel beachteten Fall, dass viele den Erfolg des Unternehmens herbeireden wollten, um sich ihren Wunsch nach einem „weiblichen Steve Jobs“ zu erfüllen. Deshalb konnte das Unternehmen die Investoren und die Öffentlichkeit so lange belügen.

IOHK-Gründer Hoskinson aber weist darauf hin, dass Cardano quelloffen ist – offen für Tests und frei zur Nutzung durch alle, die wollen:

„Jeder auf der Welt kann Cardano forken… Jeder auf der Welt kann unser Papier nehmen und unsere Papiere implementieren, wie es Mina Protocol und Polkadot für einige unserer Papiere getan haben. Es gibt keine Einschränkungen.“

Dies sei ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen echten Projekten und Betrügereien. Echte Projekte würden den Menschen ermöglichen, „zu sehen, was hinter dem Vorhang ist“.

Cardano-Befürworter haben schon viel Kritik an dem Netzwerk ertragen: Die Blockchain wurde von Angreifern als  „Vaporwire“ und „Ghost Chain“ bezeichnet, während Hoskinson als „König der Ratten“ bezeichnet wurde.

Nichtsdestotrotz ist die Finanzvergleichsseite Finders sehr optimistisch für Cardano und prognostiziert einen ADA-Kurs von 2,79 Dollar bis Ende 2022. ADA wird derzeit bei 0,93 Dollar gehandelt und hat in den letzten Tagen 10,0% zugelegt. Auch die Börse Kraken ist der Meinung, dass der wertorientierte Ansatz des Netzwerks bei Entwicklungen es zu einer der führenden L1-Blockchains in der Kryptoindustrie machen wird.

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