Hoskinson: Cardano’s Prism wird Microsoft Konkurrenz machen, neue Ankündigungen

  • Laut Charles Hoskinson hat Cardano durch die Verwendung von Haskell einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz, da durch die Programmiersprache die Phasen nach dem Launch von Shelley viel schneller umgesetzt werden können.
  • Mit der Identitäts-Lösung Prism, die auf dem Virtual Summit vorgestellt werden wird, möchte IOHK großen Namen, wie Microsoft Konkurrenz machen. 

In einem Interview mit Ryan Selkis vom Messari sprach Charles Hoskinson, der Erfinder von Cardano und Gründer von IOHK, über den Fortschritt des Projekts, die Herausforderungen der letzten Wochen und die zukünftige Roadmap. Wie Hoskinson konstatierte, hatte Cardano in den letzten Jahren den Ruf, dass die Entwicklung sehr lang dauerte und es keinen Fortschritt gibt.

Die letzten beiden Jahre, 2018 und 2019, waren sehr schwierige Jahre für IOHK, da die Strategie umgeworfen wurde und man sich in der Folge mit Haskell für eine zunächst sehr schwer zu erlernende Programmiersprache entschieden hat. Aktuell, wie Hoskinson erläuterte, zeigen sich aber die Vorteile dieser Entscheidung.

Aber die Realität ist, dass all die Dinge, an denen wir in den letzten 5 Jahren gearbeitet haben, auf einmal zusammenkommen. Jetzt sind wir in der Situation, dass wir Dinge in wenigen Wochen ausliefern können, für die wir mit dem alten Code und den alten Prozessen normalerweise Monate gebraucht hätten. […]

Die andere Sache ist, dass wir beginnen, einen Wettbewerbsvorteil durch Haskell zu erlangen. Was die Leute an Haskell und funktionaler Programmierung nicht verstehen, ist; ja, es ist sehr schwer und es gibt eine große Einstiegshürde, aber man muss viel weniger Code schreiben, also in den Fällen 5-10 mal weniger Code als C++ oder Java.

Auf dem Virtual Summit zum Launch von Shelley wird IOHK zudem eine neue Roadmap für Entwicklungen nach Shelley präsentieren. Unter anderem wird es dabei auch darum gehen, wie Cardano kommerziell eingesetzt werden kann. Ein Produkt, auf welches Hoskinson insbesondere hinwies, war Prism, eine Identitäts-Lösung, die dezentrale IDs verwendet und auch Produkten von beispielsweise Microsoft Konkurrenz machen soll.

Wie unser Identitäts-Lösung Prism. Wir werden auf dem Gipfel im Juli eine große Demo zeigen, und dann werden wir euch Jungs eine schöne Roadmap geben, wie wir es auf den Markt bringen und mit Microsoft und den anderen Angeboten konkurrieren wollen, wahrscheinlich noch vor Ende des Jahres.

Und was schön ist, das bereits in der Produktion verwendet wird. Wir verwenden Teile davon für das Berechtigungssystem in Georgien, und wir bieten für ein System von Gutscheinen für Landwirte […] und es ermöglicht es uns, sehr wettbewerbsfähig im Bereich der genehmigten Eigentumsverhältnisse zu sein, in dem Security Token und diese anderen Anlageklassen leben.

Auf die Frage, wie lange es dauern wird, bis Phasen nach Shelley veröffentlicht werden, konstatierte Hoskinson, dass IOHK bei der Herausgabe der Roadmap den Fehler, dass sie eine lineare Entwicklung zeigt. In Wirklichkeit, wie  Hoskinson erklärte, laufen sehr viele Entwicklungsprozesse parallel ab. So gibt es ein Goguen Team seit drei Jahren, das aktuell nur die Fertigstellung von Shelley gewartet hat, damit es mit der Programmierung anfangen kann.

Auch in Bezug auf Basho wurden bereits erste Konzepte, wie das Sharding mittels Hydra, konzeptioniert. Dasselbe gilt für Voltaire, wofür es bereits ein gesamtes Team gibt, das daran arbeitet. Auf dem Virtual Summit wird es hierzu einige neue Informationen geben, wo Cardano genau steht, so Hoskinson. Generell könne die ADA Community aber mit sehr viel schnelleren Ergebnissen rechnen:

Wir haben einige Überraschungen bezüglich der Roadmap. Was den Umfang der verbleibenden Arbeit betrifft, so bleibt deutlich weniger Arbeit übrig als noch vor einem Jahr. Der schwierige Teil bestand darin, eine völlig neue Kryptowährung aufzubauen, wir mussten einen komplett neuen Netzwerk-Stack entwerfen, wir mussten herausfinden, wie wir das Konsensmodell stabil machen können … [und vieles mehr].

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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