SEC-Chef Gary Gensler: Krypto-Börsen sind 2022 auf dem Radar der SEC

  • Der Vorsitzende der SEC will Krypto-Handelsplattformen 2022 definitiv zur Einhaltung der Anlegerschutzbestimmungen zwingen, wie sie im Aktienrecht gelten.
  • Der Anlegerschutz werde im Jahr 2022 zu einem Schwerpunkt seiner Behörde werden, sagte Gensler.

Die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) will die Kryptobörsen in den USA überwachen. Der Vorsitzende der SEC, Gary Gensler, sagte, Kryptowährungen lägen in diesem Jahr im Hauptaugenmerk der Wertpapieraufsichtsbehörde.

Gensler äußerte sich auf einer virtuellen Pressekonferenz am 19. Januar. Er sagte, dass die Finanzaufsichtsbehörden Washingtons weitere Schritte zur Regulierung von Krypto-Handelsplätzen einleiten würden. Laut Gensler ist diese zusätzliche Kontrolle unerlässlich, um einen besseren Anlegerschutz zu bieten, ähnlich wie beim Aktienhandel und anderen Vermögenswerten. Gensler sagte im einzelnen:

„Ich habe die Mitarbeiter gebeten, alle Möglichkeiten zu prüfen, um diese Plattformen in den Aufgabenbereich des Anlegerschutzes einzubeziehen. Wenn die Handelsplattformen nicht in den regulierten Bereich aufgenommen werden, wäre die Öffentlichkeit ein weiteres Jahr lang schutzlos.“

Gensler hatte wiederholt betont, dass er bessere Regelungen für Anleger fordert. Darüber hinaus argumentierte er, dass die meisten Krypto-Token mit Wertpapieren vergleichbar seien. Während eines CNBC-Interviews Anfang des Monats hatte Gensler gesagt:

„Ich werde mich nicht zu einem bestimmten Projekt äußern. Aber Sie haben einen wichtigen Punkt angesprochen. Krypto-Token, wie ich sie nennen möchte, nehmen Geld von Privathaushalten auf. Aber geben sie den Privathaushalten die Informationen, die ihnen helfen würden, bessere Entscheidungen zu treffen, und halten sie sich an den Wahrheitsgrundsatz in ihrer Werbung?“

Obwohl Gensler in der Vergangenheit eine Pro-Krypto-Position eingenommen hatte, sagte er, dass ihn das nicht davon abhalten werde, auf verbindliche Regeln in diesem Bereich zu drängen.

Crypto.com CEO:  Regulierungsbehörde untätig nach Hackerangriff

Obwohl sich der Kryptomarkt erheblich weiterentwickelt hat, sind einige der wichtigsten Handelsplattformen immer noch anfällig für Hackerangriffe. Ein aktuelles Beispiel ist der Crypto.com-Hack, bei dem kürzlich Ethereum im Wert von 15 Millionen Dollar gestohlen wurden.

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Kris Marszalek, CEO von Crypto.com, bestätigte den Hack und erklärte, dass fast 400 Kundenkonten kompromittiert wurden. Marszalek fügte hinzu, dass die Aufsichtsbehörden sich nach dem Hack nicht bei ihm gemeldet hätten, obwohl sein Unternehmen bereit sei, alle relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen. Er fügte hinzu, dass die Börse inzwischen alle Kunden, die von dem Hack betroffen waren, entschädigt habe. Crypto.com plant, in den kommenden Tagen weitere Informationen zu veröffentlichen.

Der Vorfall zeigt beispielhaft, dass Hackerangriffe auf Kryptoboersen ein anhaltendes Problem sind. Infolgedessen sind die Aufsichtsbehörden sehr daran interessiert, den Betrieb dieser Plattformen zu überwachen. Laut Gary Gensler gehören die USA nicht zu den Ländern, die ein Krypto-Verbot anstreben. Man wolle jedoch die Maßnahmen zum Schutz der Anleger verbessern.

Damit stehen die USA nicht allein. Indien beispielsweise hat eine koordinierte Regulierungsanstrengung von Industrie- und Schwellenländern gefordert, um Krypto-Probleme schnell zu lösen.

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Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

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