Die G7 drängen den Finanzstabilitätsrat zu mehr Tempo bei der Krypto-Regulierung

  • Regulierungsbehörden nehmen nach dem Terra-Crash alle Stablecoins unter die Lupe.
  • Die G7 fordern nationale Regulierungsbehörden auf, die Regulierung von Kryptowährung zur Chefsache zu machen.

Während die Kryptobranche immer noch den Terra-Blockchain-Crash verdaut, haben die G7-Mitglieder die nationalen Regulierungsbehörden aufgefordert, der Regulierung von Kryptowährungen höhere Priorität einzuräumen.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge haben die Zentralbanken und Finanzminister der G7-Staaten einen gemeinsamen Brief an das Financial Stability Board (FSB) geschrieben, in dem sie auf eine „konsistente und detaillierte Krypto-Regulierung“ vor dem G7-Treffen nächsten Monat in Deutschland drängen.

Zu den G7 gehören folgenden führenden Nationen: die USA, Kanada, Japan, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland und Italien.

Das FSB ist ein Beratungsgremium für die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, dessen Mitglieder sich aus den Spitzenbanken von 24 Ländern zusammensetzen. Vertreter angesehener internationaler Organisationen sind ebenfalls Mitglieder des FSB. Die Organisation verfügt allerdings selbst über keine eigenen gesetzlichen Befugnisse.

Die Folgen des Terra-Crashs

Das Schreiben der G7-Finanzminister ist eine Reaktion auf den Zusammenbruch des Terra-Netzwerks, seines Stablecoins UST und seines nativen Tokens LUNA, der zu einer erheblichen Schrumpfung des Kryptomarktes geführt hat.

In einer Rede am 17. Mai auf dem Pariser Emerging Market Forum sagte der  Gouverneur der französischen Zentralbank, Francois Villeroy De Galgeau, es sei notwendig geworden, den Bereich der digitalen Vermögenswerte zu regulieren und zu überwachen, und das müsse länderübergreifend, konsistent und angemessen interoperabel sein geschehn, andernfalls gäbe es hohe Risiken für das internationale Finanzsystem dar. Er sagte weiter:

„Dies und vieles mehr sind einige der Themen, die wir auf dem nächsten G7-Treffen diskutieren wollen.“

Der Zusammenbruch des Terra-Netzwerks begann, als der algorithmische Stablecoin (UST) am 8. Mai seine Bindung an den USD verlor. Sofort bemühte sich die Luna Foundation Guard, die für das vollständige Funktionieren des Terra-Ökosystems verantwortlich ist, verzweifelt darum, die Dollar-Bindung wiederherzustellen.

Sie lieh Bitcoin und UST im Wert von jeweils 750 Millionen Dollar aus ihren Reserven an OTC-Händler aus. Das ging jedoch nach hinten los, da der verstärkte Verkaufsdruck auf Bitcoin zu mehr Panik mit Auswirkungen auf den gesamten Kryptomarkt führte.

Der Kryptomarkt bleibt pessimistisch

Die Daten von Coinmarketcap zeigen, dass die Gesamtbewertung des Kryptomarktes zwischen dem 8. Mai und dem 19. Mai um 302,1 Milliarden Dollar gesunken ist.

In einer Kongress-Anhörung in der vergangenen Woche verwies US-Finanzministerin Janet Yellen auf den Terra-Crash als eines der Risiken, wie Stablecoins die traditionelle Finanzinfrastruktur in Gefahr bringen können.

Sie stellte jedoch klar, dass das Finanzsystem trotz der jüngsten Ereignisse im Kryptobereich nicht in Gefahr ist. Nach den desaströsen Ereignissen auf dem Kryptomarkt hat Microstrategy-Chef und Bitcoin-Fanatiker Michael Saylor die Ängste der Krypto-Investoren zu beschwichtigen versucht:

„Die Geschehnisse auf dem Kryptomarkt werden sich am Ende zum Guten wenden.“

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