US-Energieunternehmen forscht zum Bitcoin-Mining

  • Der US-Energieversorger Duke Energy will Bitcoin-Mining in seine Unternehmensstrategie integrieren.
  • Man will in diesem Zusammenhang mit Elon Musk über die Dekarbonisierung des Stromnetzes und die Elektrifizierung des Verkehrs sprechen.

Am 3. Juli twitterte Justin Orkney, Analyst für Regulierungsstrategien bei Duke Energy, an Tesla-Chef Elon Musk: Man solle sich einmal einmal darüber austauschen, wie Bitcoin-Mining die Dekarbonisierung des Stromnetzes und die Elektrifizierung des Transportwesens fördern könnte. Orkney sieht eine Möglichkeit der schnellen Akzeptanz von Teslas Solaranlagen auf Hausdächern.

Orkney erklärt, man habe eine eigene Studie über eine mögliche Bitcoin-Lösung für Netzprobleme bei steigender Durchdringung mit erneuerbaren Energien. Mit dem Näherrücken der Ziele für erneuerbare Energien würden sich die Fälle von Netzungleichgewichten und andere damit verbundene Probleme verschlimmern.

Die Studie soll Aufschluss darüber geben, wie Miner am besten in das Netz eingebunden werden können. Sobald die Einbindung erfolgreich ist, werde auch die breite Masse davon profitieren, heisst es. Das Unternehmen testet zurzeit verschiedene Energiequellen, um deren Auswirkungen auf verschiedene Kategorien von Minern zu messen. Orkney führt weiter aus:

„Wir erforschen verschiedene Konzepte für die allgemeine Kundenbetreuung. Mein Aspekt der Studie ist eine Bitcoin-Nachfrageantwort. Das Ziel ist es, eine Bitcoin-Mining-Funktion in unserem System zu haben, um eine Nachfragereaktionsfunktion zu entwickeln… Wir planen, einen Technologietest durchzuführen.“

Verhinderung von Druck auf die Stromnetze

Duke Energy hat in kleinem Umfang Strom für Bitcoin-Miner geliefert. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Anbindung von Krypto-Minern an das Stromnetz Ausfälle reduzieren und die Stromversorgung verbessern würde. Orkney sagt, dass die Nachfragereduzierung und ähnliche Programme die Belastung der Stromsysteme verringern würden.

Dadurch würde die Stromversorgung für Miner und den allgemeinen Bitcoin-Markt verbessert. Tesla arbeitet derzeit bereits in Partnerschaft mit Block und Blockstream an einem Bitcoin-Mining-Projekt.

Bitcoin bescher Tesla bis jetzt Buchverluste in Höhe 440 Millionen Dollar

In der Zwischenzeit musste der Elektroautobauer einen Wertverlust seiner Bitcoin-Bestände in Höhe von 440 Millionen Dollar hinnehmen. Die aktuellen Marktbedingungen bewirken, dass Grossanleger ihre Bitcoin-Bestände auf Krypto-Tauschplattformen übertragen. Der Bitcoin-Kurs steht so tief, wie seit 18 Monaten nicht mehr. Dieser Preisverfall ist keine gute Nachricht für Tesla, nachdem das Unternehmen Mitte letzten Jahres Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft hatte. Tesla-Investoren haben den Schritt des Unternehmens kritisiert, Bitcoin mit einem Teil seiner Barreserven zu kaufen. Daher muss das Unternehmen womöglich immense Wertberichtigungen in seiner Bilanz vornehmen.

Der Einbruch des Bitcoin-Kurses auf unter 20.000 US-Dollar fällt mit dem letzten Tag von Teslas Finanzperiode des zweiten Quartals zusammen. Auf Basis des aktuellen Kurses sind die Bitcoin-Bestände von Tesla mit 820,8 Millionen Dollar nur noch etwas mehr als die Hälfte der Kaufsumme wert.

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