Financial Stability Board bereitet Krypto-Regulierungsentwurf für Oktober vor

  • Das Financial Stability Board  FSB will im Oktober den Entwurf eines globalen Krypto-Regulierungsrahmens für alle Staaten vorstellen.
  • Aufgabe des FSB ist es, die Finanzsysteme weltweit zu überwachen und Verbesserungen oder Änderungen vorzuschlagen.

Das Financial Stability Board (FSB) ist ein globales Gremium, das hochrangig besetzt ist: Ihm gehören Vertreter von Finanzministerien, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden der G20-Staaten, Repräsentanten der Europäischen Kommission sowie Vertreter anderer internationaler Organisationen – unter anderen BCBS, IAIS, IOSCO und bedeutender Finanzinstitutionen, unter anderem IWF, Weltbank, BIZ, EZB –  an. Im FSB werden Themen von grundlegender systemischer Bedeutung für die weltweite Finanzstabilität diskutiert.

Am 11. Juli gab das FSB in einer Pressemitteilung bekannt, dass noch vor dem nächsten G-20-Treffen am 15. November in Denpasar, der Hauptstadt der indonesischen Provinz Bali, seine Empfehlungen zur Krypto-Regulierung vorlegen wird.

FSB-Krypto-Regulierungsentwurf kommt im Oktober

Die G-20 hattn das Gremium damit beauftragt, einen Rahmen für die Regulierung neuer Anlageklassen, wie Kryptowährungen, einschließlich Stablecoins, zu entwickeln. Es sollen ausserdem unvoreingenommene Strategien für neue Technologien wie Blockchain entwickelt werden. Dabei sollen einheitlichen Aktivitäts-, Risiko- und Regulierungsprinzipien angewendet werden.

Mehr zum Thema: Bitcoin nicht im Fokus: G20 will bis 2022 ein Regelwerk für Stablecoins schaffen

Das FSB stellt fest, dass der derzeitige Markt-Abschwung auch Aspekte der traditionellen Finanzsysteme negativ beeinflusst, insbesondere die kurzfristigen Finanzierungsmärkte. Daher schlug das FSB vor, dass die Krypto- und die traditionellen Finanzmärkte nach denselben regulatorischen Grundsätzen funktionieren müssen und wies darauf hin, dass die Behörden die neuen Dimensionen, die die Kryptoanlagen in die traditionellen Finanzsysteme eingebracht haben, besonders berücksichitigt werden müssten.

Das FSB schlug ferner vor, dass die nationalen Regulierungsbehörden die Technologie hinter diesen Kryptoanlagen kritisch bewerten müssen und erklärte, die Regulierung und Überwachung von Krypto-Vermögenswerten müsse den Risiken entsprechen, die sie auf lokaler und globaler Ebene darstellen.

Das FSB will sein Papier mit dem Titel „Empfehlungen zur Regulierung und Beaufsichtigung von Krypto-Vermögenswerten und Stablecoins“ im Oktober vorstellen, noch vor der im November geplanten G-20-Konferenz in Indonesien.

Überwachung des Kryptomarktes

Das FSB ist der Ansicht, der Kryptomarkt könne so groß werden, dass er ein Risiko für die weltweite Finanzstabilität darstellt. Kryptowährungen wohnten Risiken inne, die strukturell nicht ausgewogen und mit dem traditionellen Finanzmarkt verflochten seien.

Auch andere – nationale und globale – Behörden entwickeln allmählich regulatorische Rahmen für die  Kryptobranche.

Im vergangenen Monat hat die Europäische Union die Details ihrer Krypto-Regulierung im Rahmen der Verordnung über Märkte für Kryptoanlagen fertiggestellt. Anfang des Jahres erließ US-Präsident Biden eine Präsidentenverfügung für die US-Regulierungsbehörden, einen Regulierungsrahmen für Kryptoanlagen in den USA zu entwickeln. Vergangene Woche hatte das US-Finanzministerium dem Präsidenten seinen Vorschlag für den geforderten Krypto-Regulierungsrahmen vorgelegt.

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