Flughafen Frankfurt nutzt IOTA basierte Lösung für COVID19 Tests

  • Das Corona-Testcenter am Flughafen Frankfurt nutzt eine von der Ubrich GmbH entwickelte und auf IOTA sowie Ethereum basierte Lösung für das COVID-19-Testzertifikat.
  • IOTA Entwickler Hans Moog bestätigte den Use Case. 

Die Coronapandemie ist in Deutschland, so wie auch auf der ganzen Welt, weiterhin das bestimmende Thema für alle Bürger. Eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Virus spielen derzeit die Präventionsmaßnahmen, wie Lockdowns und Kontaktbeschränkungen, sowie die PCR-Tests, um COVID-19 zu diagnostizieren. Wie der Gründer der IOTA Community Tschechien gestern entdeckte, könnte jedoch auch die IOTA Tangle Technologie ein Baustein sein, um das Virus zu bekämpfen.

Am 7. Januar teilte der Twitter Nutzer @milancheck einen Screenshot zu einem Corona-Test. Dieser zeigt, dass das Corona Testcenter am Flughafen Frankfurt IOTA als zugrundeliegende Technologie nutzt, um die Echtheit und Sicherheit der Testergebnisse zu gewährleisten. @milancheck schrieb via Twitter:

Habe gerade herausgefunden, dass das Corona Testcenter am Flughafen FRANKFURT @iotatoken #IOTA als zugrunde liegende Technologie nutzt! Kann leider nicht mehr teilen wegen Datenschutz, aber das ist huuugeee neeeews! ADOPTION!

Zunächst wurde gemunkelt, dass die IOTA Stiftung nicht einmal von dem Einsatz der Technologie weiß. Wie ein Reddit-Nutzer unter dem Synonym „RedditRedFrog“ jedoch feststellte, weiß die IOTA Stiftung von dem Anwendungsfall. Kurze Zeit, nachdem @milancheck seinen Tweet abgesetzt hatte, antwortet IOTA-Entwickler Hans Moog:

Das ist korrekt. Sie verwenden IOTA für das COVID-19-Testzertifikat.

Moog löschte seinen Tweet jedoch relativ zeitnah wieder. Ein Blick in den Tangle-Explorer verrät aber, dass IOTA am Flughafen Frankfurt bereits seit Tag 1 der Pandemie, seit Anfang Februar, eingesetzt wird.

Kölner Start-up entwickelt die IOTA und Ethereum basierte Lösung

Die technische Lösung wird allerdings nicht von der IOTA Stiftung selbst, sondern von dem Kölner Start-up Ubrich GmbH entwickelt. Wie Blockchain-Insider im Januar letzten Jahres berichtete, setzt Ubrich „eine öffentliche Mainchain mit einer privaten Sidechain ein, um die Skalierbarkeitsengpässe von Ethereum zu überbrücken.“

Zur Minderung der Latenz nutzt Ubrich die BigchainDB mit Ethereum und IOTA. Konkret läuft „eine leichtgewichtige Firmware direkt auf dem IoT-Endgerät, um Messwerte für die Verarbeitung durch Smart Contracts“ fälschungssicher zu erfassen.

Im Falle der Coronatests verrät ein Flyer von Ubrich Details zur Funktionsweise. Demnach wird nach der Entnahme und Analyse einer Probe das Ergebnis „mithilfe der einzigartigen Technologie von UBIRCH in der Blockchain verankert“.

In Übereinstimmung mit der DSGVO und den höchsten Datensicherheitsstandards liegt die Kontrolle über die Daten ausschließlich bei der betreffenden Person. […] Auf diese Weise kann der zertifizierte SARS-CoV-2-Status einer Person jederzeit schnell und unkompliziert mithilfe eines QR-Codes überprüft werden.

Beispielsweise können so Passagiere ihr Testergebnis vor Abflug direkt am Gate verifizieren lassen. Diesen sicheren und bequemen Service nutzt bereits Lufthansa Industry Solutions (LHIND). Zudem könne die App mit integrierter UBIRCH Schnittstelle auch leicht in anderen Anwendungsbereichen oder Branchen eingesetzt werden, wie es in dem Flyer heißt.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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