Millionenklage von Stakehound gegen Fireblocks

  • StakeHound verklagt Fireblocks wegen des Verlusts von 38.178 ETH.
  • Fireblocks lehnt Verantwortung ab.

Liquid Staking Provider StakeHound hat eine Klage gegen die Krypto-Custody-Firma Fireblocks wegen des Verlusts von Ethereum im Wert von fast 75 Millionen Dollar eingereicht. StakeHound trägt vor, man habe Fireblocks die ETH anvertraut hat und behauptet nun, die Krypto-Custody-Firma hab sie aus dem Wallet ausgesperrt hat, die die Kryptowährung enthielt. Darin waren 38.178 ETH-Münzen.

StakeHound macht Fireblocks für den Zugangsverlust zu ETH-Münzen verantwortlich

Laut der Klage, die am 22. Juni eingereicht wurde, sagte StakeHound, dass der ETH-Verlust aus der Fahrlässigkeit von Fireblocks resultiere. Die Klage wurde von drei Anwälten der Kanzlei Gornitzky & Co. – Eli Cohen, Alex Feldsher und Nuna Lerner – beim Bezirksgericht in Tel Aviv eingereicht. Das Krypto-Asset kann nicht wiederhergestellt werden, da kein Backup vorhanden ist. StakeHound machte einen Mitarbeiter von Fireblocks für den ganzen Vorfall verantwortlich, der kein Backup der privaten Schlüssel des digitalen Wallets gemacht hatte. Da kein Backup vorhanden war, wurden die privaten Schlüssel gelöscht und StakeHound verlor den Zugriff auf sein Vermögen.

StakeHound beschwerte sich über den Verlust:

„Es handelt sich um menschliches Versagen eines Mitarbeiters der Beklagten, der in einer ungeeigneten Arbeitsumgebung arbeitete, die privaten Schlüssel der Beklagten, die zum Öffnen des betreffenden digitalen Wallets benötigt wurden, nicht schützte oder sicherte und ohne ersichtlichen Grund die Schlüssel löschte, wodurch der Zugriff auf die digitalen Vermögenswerte des Klägers dauerhaft unmöglich gemacht wurde.“

StakeHound behauptet weiter, dass Fireblocks seine privaten Schlüssel nicht vereinbarungsgemäß an Coincover übertragen hat:

„Dies führte zu der Katastrophe und dem Schaden: Die Beklagte verlor unwiderruflich den Zugang zu den digitalen Vermögenswerten des Klägers, die in einem von der Beklagten zur Verfügung gestellten E-Wallet hinterlegt waren, was zum Verlust von 38.178 ETH-Münzen des Klägers führte.“

Fireblocks bestreitet die Vorwürfe

Fireblocks betreitet die Vorwürfe und argumentiert, die privaten Schlüssel seien von StakeHound generiert und außerhalb der Fireblocks-Plattform gespeichert wurden, außerdem habe StakeHound die Richtlininien zur Datensicherung nicht befolgt, sondern die Sicherung nicht regelkonform bei einem Drittanbieter gespeichert.

Coincover ist die Firma, die für die Sicherung der privaten Schlüssel zuständig ist. Als Coincover die Schlüssel erhielt, konnte die Firma nicht bestätigen, dass sie das digitale Wallet aufgrund der Vertraulichkeitsvereinbarung öffnen konnte. Fireblocks muss eine Kopie der Schlüssel zur Überprüfung während des Wiederherstellungsprozesses aufbewahren.

In einem Kommentar zu der Klage sagte Fireblocks CEO Michael Shaulov, die Behauptung von StakeHound sei völlig aus der Luft gegriffen. StakeHound selbst habe fahrlässig gehandelt und Fireblocks selbst habe noch nie Wallet-Schlüssel verloren. Er versicherte, dass alle Schlüssel des Unternehmens automatisch gesichert würden und dass dies  alle zehn Minuten an drei verschieden Orten geschehe. Im Übrigen werde der ETH-Verlust von StakeHound genauestens untersucht.

Fireblocks hatte sich im März 133 Millionen Dollar in einem von Coatue und Ribbit geführten Fundraising besorgt, an dem sich auch Tenaya Capital, Cyberstartes Ventures, Galaxy Digital, Paradigm und Swisscom Ventures beteiligt hatten.

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Bio: Ibukun Ogundare is a crypto writer and researcher who uses non-complex words to educate her audience. Ibukun is excited about writing and always looks forward to bringing more information to the world.

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