US-Zentralbank wird Kryptowährungen nicht verbieten aber regulieren

  • Zentralbank Chef Jerome Powell: Wir haben nicht die Absicht, Kryptowährungen zu verbieten, werden aber regulierende Vorschriften erlassen.
  • Powell vergleicht Stablecoins mit Marktfonds und sagte, dass auch sie reguliert werden müssten.

Der Vorsitzende der US-Zentralbank, Jerome Powell, versicherte, man werde keine Kryptowährungen verbieten.US-Krypto-Investoren sind erleichtert. Powell äußerte sich am Donnerstag, den 30. September, während einer Anhörung vor dem Kongress.

Der Abgeordnete des Repräsentantenhauses Ted Budd aus North Carolina fragte: „Ist es Ihre Absicht, die Verwendung von Kryptowährungen zu verbieten oder einzuschränken, wie wir es in China sehen?“ Powell sagte: „Wir haben nicht die Absicht, [sie]zu verbieten.“ Powell stellte jedoch klar, dass das nicht bedeutet, dass die Kryptowährungen jeglicher regulatorischer Prüfung entgehen würden. Insbesondere mit Blick auf Stablecoins verglich Powell Kryptowährungen mit Börsenfonds. So fügte er hinzu, dass Stablecoins einer Regulierung bedürfen:

„Stablecoins sind wie Geldmarktfonds, sind wie Bankeinlagen, aber sie liegen bis zu einem gewissen Grad außerhalb des regulatorischen Rahmens und es ist angemessen, dass sie reguliert werden. Gleiche Aktivität, gleiche Regulierung.“

Powells Kommentare kommen nur wenige Tage, nachdem Elon Musk sagte, dass Regulierungsbehörden Kryptowährungen nicht auslöschen können. Er fügte jedoch hinzu, dass sie den Fortschritt der Kryptowährungen verlangsamen könnten. Musk meinte auch, die US-Regierung solle jegliche Regulierungsmaßnahmen für Kryptowährungen vermeiden.

Nun, die USA wissen sehr wohl, dass digitale Währungen ihnen helfen können, den wirtschaftlichen Vorsprung zu halten, wenn sie mit China konkurrieren müssen. Der asiatische Wirtschaftsgigant hat in den letzten Jahren eine regelrechte Jagd auf Kryptowährungen veranstaltet. Letzte Woche erklärte China alle Kryptotransaktionen, die im Land stattfinden, für illegal. Nach dem Verbot in China kauften institutionelle Anleger die Kryptowährungen jedoch auf.

Bitcoin auf dem Weg zu 50.000?

Bitcoin hat in den letzten 24 Stunden Stärke gezeigt. Der Kurs ist um fast 10% gestiegen und wird derzeit bei 47000 Dollar gehandelt, bei einer Marktkapitalisierung, die sich auf 900 Milliarden zubewegt.

Der September war von starkem Verkaufsdruck geprägt, wobei Bitcoin im Minus endete. Einige On-Chain-Fundamentaldaten deuten jedoch darauf hin, dass Bitcoin bald seine Reise in Richtung 50.000 Dollar antreten könnte. Der On-Chain-Datenanbieter Santiment bietet gute Einblicke in die Bitcoin-Zirkulation, die Rückschlüsse auf die zukünftige Preisentwicklung zulassen. Santiment stellt fest:

„Die Bitcoin-Zirkulation ist ein aussagekräftiger Indikator dafür, ob der Marktpreis in Zukunft steigen kann. In den letzten 3 Tagen zirkulierten im Durchschnitt 189,2k einzigartige Token im Netzwerk, der höchste Wert seit Ende Juli (als $BTC in den folgenden 5 Wochen um 31% wuchs).“

Der Datenanbieter Glassnode hat außerdem festgestellt, dass das Transaktionsvolumen von Bitcoin-Entity-Adjust in den letzten Wochen stark angestiegen ist.

Er fügt hinzu, dass Transaktionen großen Umfangs stark dominieren. Er schreibt: „Wenn wir die Aufschlüsselung nach Transaktionsgröße untersuchen, können wir sehen, dass sehr große Transaktionen den aktuellen Transaktionsfluss dominieren. 2021 hat die Dominanz großer Transaktionen von 100.000 Dollar und mehr deutlich zugenommen, da institutionelles Kapital und höhere Preise den in Dollar denominierten Wert anheben“.

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