Großbritannien startet Aufklärungskampagne über Krypto-Risiken

  • Die FCA stellt 11 Millionen Pfund bereit für eine digitale Marketingkampagne, um junge Investoren vor den Risiken beim Kauf von Kryptowährungen zu warnen.
  • Die Kampagne zielt auf Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren, die in der Regel viel Zeit in den sozialen Medien verbringen.

Kürzlich ergab eine Umfrage des US-Finanzkonzerns Charles Schwab, dass britische junge Generation doppelt so häufig Kryptowährungen kaufen, wie Aktien. Laut der Umfrage haben 51 Prozent der der Befragten zwischen 18 und 37 Jahren in Kryptowährungen investiert, verglichen mit 25 Prozent, die in Aktien bevorzugten. Im Gegensatz dazu haben nur 8 Prozent der Briten über 55 in Kryptowährungen investiert.

Die wachsende Popularität dieser Anlageklasse bei der Jugend ist ein Grund zur Sorge, da die meisten nicht erkennen, wie riskant die Investition ist. Bank of England Gouverneur Andrew Bailey warnte vor kurzem die Jugend, dass sie alles bei Krypto-Investitionen verlieren könnten. Als Reaktion auf die steigenden Bedenken hat die Financial Conduct Authority (FCA), Geld zur Verfügung gestellt, um die Jugend über das Risiko von Krypto-Beteiligungen aufzuklären.

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Nach Angaben der FCA werden 11 Millionen Pfund (15 Millionen Dollar) für eine digitale Marketingkampagne bereitgestellt, um die Inhaber von Kryptoanlagen, insbesondere die Jugend, vor den damit verbundenen Risiken zu warnen.

Fast 2,5 Millionen Menschen in Großbritannien haben Krypto gekauft

Dies folgt auf eine Veröffentlichung, die enthüllte, dass fast 2,5 Millionen Menschen in Großbritannien Krypto-Assets gekauft hatten. Die Analyse hatte ergeben, dass die Mehrheit der Krypto-Investoren jüngere Menschen mit einem Anteil aus ethnischen Minderheiten sind. Laut CEO der FCA Nikhil Rathi, sehen viele Menschen Investitionen als Unterhaltung.

„Wie bei der GameStop-Episode sehen mehr Menschen Investitionen als Unterhaltung – sie verhalten sich weniger rational und mehr emotional, angestachelt von anonymen und nicht rechenschaftspflichtigen Social-Media-Influencern.“

Die Kampagne wird auf die Altersgruppe zwischen 18 und 30 zielen, die überdurchschnittlich social-Media-affin ist. Laut Rathi sind Krypto-Investitionen sehr riskant, und Investoren müssen das schlimmstmögliche Szenario verstehen.

„Wie wir wiederholt deutlich gemacht haben: Investoren in Krypto-Assets sollten darauf vorbereitet sein, ihr gesamtes Geld zu verlieren. Da die Technologie mit den zunehmenden Freiheiten der Verbraucher kollidiert, werden wir mit Beurteilungen und Kompromissen konfrontiert werden, die wir bisher nicht kannten. Wir werden auch mit tiefgreifenden ethischen Fragen konfrontiert werden, die durch den Einsatz von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz zur gezielten Ansprache von Verbrauchern aufgeworfen werden.“

Die FCA ist in den letzten Monaten im Krypto-Bereich sehr aktiv geworden, indem sie Krypto-Unternehmen angewiesen hat, sich bei ihr zu registrieren, und Operationen eingeleitet hat, um gegen irreführende Marketing-Anzeigen für Krypto-Investitionen vorzugehen. Firmen wie Coinfloor und Luno wurden gezwungen, ihre Anzeigen vom Markt zu nehmen.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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