FBI warnt vor Krypto-Betrug auf LinkedIn

  • LinkedIn-Kunden berichten, dass sie aufgrund der finanziellen Empfehlungen eines LinkedIn-„Kollegen“ hohe Geldbeträge verloren haben.
  • LinkedIn geht gegen die steigende Zahl von Betrügereien auf der Plattform vor.

Laut FBI-Agent Sean Ragan sind Betrüger, die LinkedIn-Nutzer zu Krypto-Anlagen verlocken, eine große Bedrohung für die Plattform, und es gebe bereits viele Geschädigte.

So funktioniert der Betrug

Ein Betrüger erstellt ein gefälschtes Berufsprofil und nimmt Verbindung zu anderen LinkedIn-Nutzern auf. Dann beginnt der Betrüger einen Chat über die integrierte Messenger-Plattform von LinkedIn. Ziel des Betrügers ist es, potenzielle Opfer zu Investitionen in engebliche Kryptounternehmen zu verleiten.

Die Geschädigten, die später mit den Medien sprachen, sagten, sie seine darauf hereingefallen, da die Plattform ein vertrauenswürdiger Ort sei, um geschäftlich orientierte, gleichgesinnte Personen zu treffen. Normalerweise schickt der Betrüger seine Opfer zur Registrierung bei einer echten Krypto-Investitionsplattform.

Nach einigen Monaten bittet er sie dann, zu einer anderen Krypto-Plattform zu wechseln. Auf Grundlage des zuvor aufgebauten Vertrauens kommen die meisten Geschädigten seiner Bitte und den folgenden Anleitungen nach. Die neue Website, auf der sie dann landen, wird von dem Betrüger kontrolliert, und das zu welchem vorgetäuschten Zweck auch immer eingezahlte Geld ist weg.

Laut Ragan verfeinern die Betrüger ihre Strategie ständig, und die Zahl dieser LinkedIn-Anlagebetrügereien hat in letzter Zeit zugenommen:

„Die Betrüger verwenden kaum noch die zu bekannt gewordene „Cyber-Heiratsschwindler-Masche“, sondern dies ist ihre neue Arbeitsweise.“

Ragan sagte, dass das FBI in mehreren Fällen von Krypto-Anlagebetrug ermittele. Er wollte jedoch keine Details preisgeben, da die Ermittlungenn andauern.

LinkedIn gibt Erklärung ab

In einer offizielle Erklärung von LinkedIn zeigt heisst es:

„In unseren Richtlinien ist klar festgelegt, dass wir keinen Finanzbetrug oder andere betrügerische Aktivitäten dulden. Wir werden weiterhin daran arbeiten, die Sicherheit unserer Nutzer zu gewährleisten. Wir verwenden automatische und manuelle Tools, um gefälschte Profile zu identifizieren und diese Konten dauerhaft zu sperren.“

Weiter heisst es, das Unternehmen kooperiere mit Cybersicherheitsfirmen und Regierungsbehörden kooperieren, um sicherzustellen, dass seine Kunden vor Betrügern geschützt sind.

Oscar Rodriguez, Leiter der Abteilung Trust, Privacy und Equity bei LinkedIn, räumte jedoch ein, dass es sehr schwierig sei, ein gefälschtes Profil von einem echten zu unterscheiden. Es sei am besten, wenn die Kunden wüssten, wie sie solchen Betrug vermeiden und sich der Risiken bewusst sind, denen sie begegnen können.

LinkedIn-Gegenmaßnahmen

In seinem halbjährlichen Betrugsbericht erklärte das Unternehmen, dass es im vergangenen Jahr über 32 Millionen gefälschte Konten blockiert habe. In dem Bericht wird erläutert, dass die automatisierten Tools des Unternehmens 11,9 Millionen potenziell gefälschte Konten bereits in der Registrierungsphase stoppen.

Darüber hinaus wurden 4,4 Millionen aktive Konten gesperrt, bei denen der Verdacht bestand, dass sie gefälscht waren. Darüber hinaus entfernte LinkedIn 127.000 Konten, die von Nutzern gemeldet worden waren. In einem ausführlichen Blogbeitrag, der am 16.Juni veröffentlicht wurde, warnte LinkedIn seine Kunden davor, Geld an Fremde zu schicken.

Außerdem sollten sie nicht auf Anfragen von Personen mit Konten mit wenig oder gar keinem beruflichen Werdegang antworten. LinkedIn fügte hinzu, dass man besonders auf bestimmte Alarmsignale wie schlechte Grammatik achten sollte.

Ein Opfer, Mei Mei Soe, Managerin für Sozialleistungen aus Florida, sagte, dass sie 288.000 Dollar an einen Betrüger auf LinkedIn verloren hatte. Sie gab an, dass der Betrag ihr gesamtes Erspartes gewesen sei. Soe sagte, der Betrüger habe glaubhaft ein echtes Interesse daran vorgetäuscht, ihr zu Geld zu verhelfen.

Soe ist nicht das einzige Opfer solcher Betrügereien. Andere, die anonym bleiben wollen, sagten CNBC per Zoom, dass sie Beträge zwischen 200.000 und 1,6 Millionen Dollar verloren hätten. Aus den Antworten der Geschädigten geht hervor, dass die Betrüger eine ähnliche Strategie wie oben beschrieben verwendeten. Eine Gruppe, die sich für die Belange der Geschädigten einsetzt, teilte mit, dass die meisten Betrüger von Südostasien aus operieren.

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