Bitcoin kann noch mehr als 20 Jahre führend sein – aber die Altcoin-Konkurrenz schläft nicht

  • David Marcus, Ex-Paypal-Chef und Ex-Verantwortlicher für die Entwicklung von Facebooks Pleite-Projekt Diem, äusserte sich über die Zukunft von Bitcoin und Ethereum.
  • Er glaubt, dass Bitcoin wenigstens noch zwei Jahrzehnte die führende Kryptowährung bleiben wird, während Ethereum  Gefahr läuft, von anderen Altcoins wie Solana überholt zu werden.

David Marcus, ehemaliger Facebook-Manager und als solcher verantwortlich für die Entwicklung des umstrittenen Stablecoin-Projekts Diem, hat seine Ansichten über Bitcoin und Ethereum auf Twitter gepostet und auch einen Blick in die Zukunft gewagt..

Bitcoin werde seine Führungsposition im Krypto-Segment in den nächsten 20 Jahren und länger behalten, sagt er. Außerdem werde sein Marktwert im Lauf der Zeit durch Zinseszins steigen. Seine Überzeugung basiert auf der Tatsache, dass die Kryptowährung unabhängig ist – es gibt keine Abhängigkeit von einer bestimmten Person oder einer Behörde. Bitcoin ist außerdem zensur-resistent, was ihn von zentralisierten digitalen Systemen von Unternehmen und Regierungen unterscheidet.

Insbesondere digitale Zentralbankwährungen werden dafür kritisiert, dass Zentralbanken und Regierungen zu viel Kontrolle und Einfluss haben und dadurch die Privatsphäre der Nutzer verletzen.

Marcus erklärte weiter, dass jeder zusätzliche Nutzer der Bitcoin-Blockchain deren Netzwerkeffekt verstärke. All das mache die Kryptowährung einzigartig und unnachahmlich:

„Seine Gründung war wirklich der Urknall der Kryptowährung.“

Die Zukunft von Bitcoin und Ethereum

Während Marcus sich in Bezug auf Bitcoin sehr sicher ist, kann er keine Kryptowährung nennen, die die derzeitige Nummer zwei auf dem Markt ablösen wird. Seit Ethereum 2015 an den Start ging, hat es seine Position als zweitbeste nach Bitcoin beibehalten. Seine Dominanz hat sich auch in den Bereichen der nicht-fungiblen Token (NFT) und der dezentralen Finanzen (DeFi) bemerkbar gemacht.

Ethereum wurde jedoch unter anderem durch Skalierbarkeitsprobleme und hohe Gasgebühren geplagt. Derzeit arbeiten die Entwickler daran, diese Probleme mit Hilfe der Konsensschicht zu lösen, die in diesem Jahr in Betrieb genommen werden soll. Aber diese Ereignisse überzeugen Marcus nicht davon, dass das Ethereum in den kommenden Jahren seine Stellung halten wird.

Solana und andere seien dabei, Ethereum den Rang streitig zu machen. Insbesondere Solana behauptet diesen Anspruch Position mit Innovationen wie dem kürzlich angekündigten Zahlungssystem Solana Pay. Die Nutzung des umweltfreundlichen Proof-of-Stake-Algorithmus, der hohe Transaktionsdurchsatz und die niedrigen Kosten tragen ebenfalls zu seinem Vorteil bei. Doch reihenweise Ausfälle machen der Solana-Blockchain erhebliche Probleme, und der der Kundenhat Grenzen. Erst vor wenigen Tagen hat ein 320-Millionen-Dollar-Hack auch Schwachstellen in der Wormhole-Bridge aufgedeckt, was Solanas Zukunft als „Ethereum-Killer“ weiter in Frage stellt.

Andere Altcoins

Polkadot und Cardano haben sich ebenfalls als starke Kandidaten erwiesen, Ethereum von Platz zwei zu verdrängen. Die Zukunft der Altcoins hängt von ihrer Innovationsfähigkeit, der Kundenzufriedenheit, der Kostendynamik und der Fähigkeit ab, wichtige soziale und ökologische Probleme anzugehen; und auch wenn Cardano-Gründer Charles Hoskinson sagt, dass es Raum für die Koexistenz aller Altcoins gibt, bleibt der Wettbewerb wichtig. Die Netze müssen sich angleichen, um ihre Relevanz zu bewahren, während die Kunden von vielfältigen Diensten zu erschwinglichen Kosten profitieren.

Mehr zum Thema: Cardano-Gründer Charles Hoskinson lobt Solana, weil es sein bisheriges ATH erreicht

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