Europol bestätigt: Monero Transaktionen können nicht zurückverfolgt werden

  • Im Rahmen eines Webinars hat ein Beamter des zu Europol gehörenden European Cybercrime Centre (EC3) bestätigt, dass Monero Transaktionen nicht zurückverfolgt werden können.
  • Weder die IP-Adresse noch die XMR Bewegungen selbst konnten von der EC3 in mehreren Fällen ermittelt werden. 

Monero ist mit einer Marktkapitalisierung von rund 807 Millionen US-Dollar, auf Rang 16, der beliebteste Privacy Coin. Die nächstgrößeren Privacy Coins, DASH mit 403 Millionen US-Dollar (Rang 25) und ZCash mit 235 Millionen US-Dollar (Rang 32), weisen ein deutliche geringere Verbreitung auf. Wie eine kürzlich öffentlich gemachte Aussage des zu Europol gehörenden European Cybercrime Centre (EC3) bestätigt, gibt es hierfür einen guten Grund.

Europol bestätigt Anonymität von Monero

Wie Jerek Jakubcek vom EC3 im Rahmen eines Blockchain Alliance Webinar über Privacy Coins erklärte, verfolgt Europol die Entwicklungen von Privacy Coins aufmerksam. Im Rahmen des Webinars stellte Jakubcek fest, dass Monero Transaktionen nach wie vor nicht zurückverfolgt oder analysiert werden können. Der Regierungsbeamte stufte Privacy Coins als größere Bedrohung als Bitcoin oder Ethereum ein.

Diverse Untersuchungen und Fälle haben gezeigt, so Jakubcek, dass die Benutzung von Tor und Monero es unmöglich macht, die Gelder der Verdächtigen nachzuverfolgen. Weder die IP-Adresse, noch die Transaktionen selber konnten ausfindig gemacht werden.

Da der Verdächtige eine Kombination aus Tor und [Monero] verwendet hat, konnten wir die Gelder nicht zurückverfolgen. Wir konnten die IP-Adressen nicht zurückverfolgen. Das heißt, wir sind am Ende der Straße angelangt. Was auch immer auf der Bitcoin Blockchain passiert ist, war sichtbar und deshalb konnten wir ziemlich weit kommen.

Während Tor lediglich für die Verschleierung der IP-Adresse sorgt, ermöglicht Monero jegliche Spuren der Währungstransaktionen zu verbergen. Im Gegensatz zu Dash oder auch ZCash ist Monero standardmäßig privat und anonym. Dies ist die Stärke von Monero und laut einigen Experten ein Schlüsselbeispiel dafür warum der Datenschutz niemals eine Opt-in-Lösung sein sollte.

Während Europol die Transaktionen von Bitcoin und Ethereum nachverfolgen konnte, hörte die Spur in den von Jakubcek beschriebenen Fällen stets auf. Jakubcek erklärte auch, dass Europol einen Chainanalysis Simulator zur Strafverfolgung verwendet, womit er die fehlende Privatsphäre von öffentlichen Blockchains bestätigte. Sobald die Gelder zu Monero transferiert wurden, unabhängig davon, auf welchem Wege dies geschah, endeten die Ermittlungen von Europol:

Aber mit der Monero Blockchain, war das der Punkt, an dem die Untersuchung endete. Dies ist ein klassisches Beispiel für einen von mehreren Fällen, die wir hatten, in denen der Verdächtige beschlossen hat, Gelder von Bitcoin oder Ethereum zu Monero zu verschieben.

Wie der Beamzte der EC3 auch feststelllte, sei das Trading von Privacy Coins nur bei 32 Prozent der Top 120 Börsen, möglich. Von diesen haben, so Jakubcek, allerdings 63% unzureichende KYC Bestimmungen, die eine Identifizierung des Nutzers erschweren.

Privacy Coins unter Beschuss

Privacy Coins sind in den letzten Monaten stark ins Visier von Behörden und Regierungen weltweit geraten. Einige Regierungen haben durch entsprechende Gesetze durchgesetzt, dass Monero, Dash oder Zcash aus dem Angebotsportfolio einiger Börsen entfernt wurden. Zuletzt erklärte BitBay Ende November die Streichung von Monero. Der Grund dafür lag laut Aussage der Börse in der Möglichkeit Geldwäsche zu betreiben und Terrorismus zu finanzieren.

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About Author

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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