Ethereum-Gründer Vitalik Buterin verurteilt Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine

  • Ethereum-Schöpfer Vitalik Buterin hat seine Enttäuschung über den russischen Präsidenten geäußert, der die Ukraine überfallen hat.
  • Der Überfall hat sich auch auf den Kryptomarkt ausgewirkt: die Kurse von Bitcoin, Ethereum und Binance sind in den letzten 24 Stunden jeweils um 9%, 13% und 12% gefallen.

Ende letzten Jahres enthüllten US-Geheimdienste die Pläne Russlands, Anfang 2022 eine groß angelegte Militäroperation in der Ukraine zu starten. Später wurde berichtet, dass etwa 150.000 bis 200.000 Soldaten für die Invasion bereit seien. Trotz zahlreicher Warnungen und deutlicher Worte von Regierungen weltweit hat Russland schließlich seine Militäroperation in der Ukraine gestartet.

Der ukrainische Außenminister hat davor gewarnt, dass es sich um eine Invasion im großen Stil handeln könnte. Die westlichen Länder und Japan haben daraufhin Sanktionen gegen russische Banken und Einzelpersonen verhängt. Viele einflussreiche Persönlichkeiten haben die Invasion verurteilt, zuletzt der russisch-kanadische Ethereum-Gründer Vitalik Buterin.

Buterin hat Verbindungen zu Putin. Er hat ihn 2017 getroffen, um dafür zu werben, dass Russland das Ethereum-Netzwerk nutzt. Nun drückte Buterin seine Enttäuschung über den russischen Präsidenten aus.

„Ich bin Sehr verärgert über Putins Entscheidung, die Möglichkeit einer friedlichen Lösung des Konflikts mit der Ukraine aufzugeben und stattdessen in den Krieg zu ziehen.“

Vor einigen Wochen forderte Buterin den russischen Präsidenten auf, die Spannungen zu deeskalieren, da die Entwicklung beiden beteiligten Ländern schaden könnte.

„Ein Angriff auf die Ukraine kann Russland, der Ukraine und der Menschheit nur schaden.“

Buterin: Ethereum ist neutral, ich bin es nicht

Buterin wurde kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Russland geboren. Zusammen mit seiner Familie wanderte er im Jahr 2000 nach Kanada aus. Sein Vater äußerte sich im vergangenen Jahr deutlich zur systematischen Korruption des russischen Präsidenten und seiner Kumpane.

„Er ist vom KGB, und das sind die Leute, die Millionen von Russen und Ukrainern gefoltert und getötet haben.“

In vielen Antworten auf seine Kommentare wurde er auf die Neutralität seines Ethereum-Netzwerks zu hingewiesen, doch er erwiderte, Ethereum sei neutral, er aber nicht.

Die Situation hat sich auf den Kryptomarkt ausgewirkt. Bitcoin, Ethereum und Binance in den letzten 24 Stunden jeweils um 9%, 13% und 12% gefallen.

Yuya Hasegawa, Krypto-Marktanalyst bei der japanischen Bitcoin-Börse Bitbank, sagt, dass Bitcoin diese Woche zwischen 32.000 und 43.000 Dollar handeln könnte. Er erklärte weiter, dass Bitcoin durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine seinen Status als sicherer Hafen verloren habe.

„Das Bitcoin-Narrativ des sicheren Hafens hat sich fast vollständig aufgelöst, da der militärische Konflikt und die sich verschlechternde Beziehung zwischen den USA und Russland den Finanzmarkt im weiteren Sinne in ein Modell der Risikoaversion versetzt.“

John Kicklighter, Chefstratege bei DailyFX, sagte, dass 32.000 Dollar ein Punkt ohne Wiederkehr für Bitcoin sei und 39.000 eine Unterstützung der ersten Ebene darstellt.

Bitcoin ist weit von seinem Höchststand von 68.000 Dollar entfernt und hat es geschafft, die meisten anderen beknnten Kryptos auf der Preiskurve mit nach unten zu ziehen.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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