Vitalik Buterin würde dem Verbrennen von Stakes unter Umständen zustimmen

  • Nach dem Vorgehen der US-Behörden gegen Tornado Cash und den Reaktionen von Circle muss die Community nun entscheiden, ob ETH-Validierer und Staker behördlichen Aufforderungen zur Zensur der Blockchain nachkommen sollten.
  • Börsen und Plattformen, die ETH staken, wurden aufgefordert, ihre Position klarzustellen, woraufhin Ethereum-Gründer Vitalik Buterin sagte, er werde keinerlei  Zensur dulden.

Buterin stellte klar, dass er die Stakes aller ETH-Validierer verbrennen würde, sollten sie die Zensur der Ethereum-Blockchain unterstützen. Wegen der neuen Befugnisse der US-Behörden aufgrund einer als zu streng empfundenen Regulierung steigt die Sorge von Investoren über Zensurmaßnahmen in der Kryptobranche.

Die Bombe platzte in der vergangenen Woche, als das US-Finanzministerium beschloss, den Krypto-Mixer Tornado Cash schlicht zu verbieten und ihn als Tatwerkzeug zur Geldwäsche bezeichnete, das praktisch ausschließlich von Kriminellen und feindlichen Ländern wie Nordkorea benutzt würde.

Sofort begann der USDC-Stablecoin-Emittent Circle mit der Sperrung von Adressen, die mit Tornado Cash in Verbindung stehen. Diese Sperrungen erfolgen aufgrund einer Anweisung des U.S. Office of Foreign Assets Control (OFAC). Doch das Ganze ging zumindest teilwesie nach hinten los, weil sofort nach Bekanntwerden die Kunden begannen, ihr Geld von USDC zu USDT Stablecoins zu transferieren.

Was ist los in der Ethereum-Community?

Eine ungleich größere Herausforderung der Ethereum-Community besteht allerdings darin, eine Antwort auf die Frage zu finden, was man tun will, falls die Regulierungsbehörden die Ethereum-Blockchain überprüfen. Wie hinlänglich bekannt ist, befindet sich Ethereum mitten im Prozess der Umstellung seines Proof-of-Work (PoW) Konsensmechanismus´ auf den nachhaltigeren und wesentlich effizienteren Proof-of-Stake (PoS)Mechanismus.

Unter Berufung auf Daten von Dune Analytics lässt der Krypto-Marktanalyst Eylonverse X wissen, dass 2/3 der Beacon-Validierer die OFAC-Regeln im Falle einer Zensur der Ethereum-Blockchain befolgen würden.

Eylonverse X merkte weiter an:

„Falls 66% der Validatoren bestimmte Blöcke nicht signieren, werden Blockbauer/Relaiser, die Blöcke mit sanktionierten TX vorschlagen, weniger wahrscheinlich aufgenommen werden, was bedeutet, dass diese Blockbauer Geld verlieren, was die Aufnahme solcher TX wirtschaftlich beneidenswert macht. Man kann sagen, dass das#Ethereum-Ökosystem keine ausreichende soziale Dezentralisierung erreicht hat und wir uns auf einem sehr gefährlichen Territorium bewegen, das von den Nationalstaaten erobert werden könnte.“

Vitalik Buterin hat eine klare Haltung

Die Ethereum-Community hat über die anhaltenden Bedenken bezüglich regulatorischer Maßnahmen beraten, was umso wichtiger ist weil Etheruem bald zum PoS-Modell übergehen wird.

Etliche Kunden haben sich an Validierer und Staker wie Kraken, Coinbase und Lido Finance gewandt und sie gefragt, was sie tun würden, wenn die Regulierungsbehörden sie anwiesen, ETH-Stakings zu zensieren. Klare Antworten gab es bis Redaktionsschluss nicht.

Vitalik Buterin machte jedoch klar, er werde keine Zensur tolerieren, sondern sie als Angriff betrachten und die Stakes der Validierer im gegenseitigen Konsens verbrennen.

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