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Ethereum Gründer Buterin: Googles Quantencomputer keine Bedrohung für Bitcoin und Co.

  • In einem Interview erklärte Vitalik Buterin, dass er in den nächsten Jahren keine Bedrohung für Kryptowährungen und speziell Ethereum durch Quantencomputer sieht. 
  • Laut Buterin liegt die Quantenvorherrschaft noch viel Jahre entfernt.

Wie CNF bereits vor einem Monat berichtete, ist es Google, gemäß damals geleakten Dokumenten, gelungen, einen Quantencomputer zu entwickeln, der herkömmliche Computerprozessoren deutlich in den Schatten stellt. In der Krypto-Community war der Quantencomputer von Google im vergangenen Monat ein heiß diskutiertes Thema. Schließlich stellen sie eine potentielle Bedrohung für die kryptographischen Technologien hinter Bitcoin, Ethereum und allen anderen Kryptowährungen dar.

Theoretisch kann ein Quantencomputer Berechnungen in Sekundenschnelle vornehmen, wozu die aktuelle Rechentechnik astronomisch lange Rechenzeiten benötigt. Somit besitzen Quantencomputer die Fähigkeit, die Private-Public-Key-Technologie  von BTC oder ETH zu entschlüsseln, um die Kontrolle über beispielsweise alle 21 Millionen BTC zu erlangen. Hierdurch würde der Wert von Bitcoin praktisch auf Null sinken.

Vitalik Buterin sieht die Entwicklung gelassen

In Bezug auf die offizielle Veröffentlichung der Ergebnisse von Googles Quantencomputer erklärte der Erfinder von Ethereum, Vitalik Buterin, dass er sich über diese Bedrohung momentan wenig Sorgen macht. Bereits am Donnerstag erklärte Buterin in einem Tweet, dass die Quantenvorherrschaft noch weit entfernt liegt (frei übersetzt):

Mein Eindruck von der jüngsten Quantenvorherrschaft ist, dass echte Quantenrechner wie Wasserstoffbomben für die Kernfusion sind. Es gibt einen Beweis dafür, dass aus einem Phänomen heraus die Fähigkeit besteht, Energie zu gewinnen, aber es ist immer noch weit entfernt von einer gezielten Nutzung für nützliche Dinge.

In einem heute erschienen Interview mit Forkast News ergänzte er außerdem, dass „die Welt morgen nicht zusammenbrechen“ wird. Buterin wiederholte noch einmal seinen Tweet und erklärte, dass Google lediglich einen Proof of Concept erstellt hat und verglich diesen mit dem Aufkommen von Wasserstoffbomben vor 70 Jahren (frei übersetzt):

Sie beweisen nur, dass die Fähigkeit besteht, einen großen Boom zu machen. Was es nicht beweist, ist die Fähigkeit, diesen großen Boom zu nutzen, um Dinge zu schaffen, die nützlich sind.

Schlussfolgernd sagte Buterin, dass die Umsetzung des Proof of Concept „potenziell über ein Jahrzehnt entfernt“ liegt und wies darauf hin, dass die Kryptographie ein Wettrennen von Ver-und Entschlüsselung ist. Dementsprechend erklärte er, dass Quantencomputer kein Todesurteil für die Kryptographie sind.

Buterin ergänzte, dass es Quantencomputern nicht gelingen wird, alle kryptographischen Technologien zu durchbrechen. Für jeden Algorithmus, den Quantencomputer durchbrechen können, gibt es einen anderen Algorithmus, der quantenresistent ist, stellte Buterin fest. In Bezug auf Ethereum sagte er, dass die ETH-Entwickler „einen Upgrade Pfad haben und wissen, was der Upgrade-Pfad ist“.

Ethereum 3.0 soll quantenresistent sein

Auf dem Ethereal Ethereum Summit Mitte September 2019 stellte der Ethereum-Forscher Justin Drake erstmals das Konzept von Ethereum 3.0 vor, das ein wichtiger Plan sein wird, um der Bedrohung durch Quantencomputer für die Ethereum-Plattform zu begegnen. Da momentan größerer Entwicklungsaufwand mit Ethereum 2.0 ansteht, wurde die Implementierung von Ethereum 3.0 allerdings zunächst auf 2027 verschoben.

Darüber hinaus erklärte Drake gegenüber EthHub.io, dass die technischen Voraussetzungen für Quantencomputer-resistente Kryptoverfahren bereits mit Ethereum 2.0 geschaffen werden. Laut Drake können die Benutzer jedes beliebige Signaturschema angeben. Er geht davon aus, dass quantensichere Signatursysteme an Popularität gewinnen werden und leicht in Ethereum integriert werden können.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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