Ethereum-Entwickler bestätigen Londoner Upgrade auf Mainnet

  • Aus Kompatibilitätsgründen müssen Knotenbetreiber ihre Client-Versionen für das Londoner Upgrade aktualisieren.
  • Teil des Upgrades sind fünf Ethereum Improvement Proposals (EIPs), die die bestehenden Finanzinstrumente vereinfachen sollen.

Nach erfolgreichem Lauf im Testnetz ist das London-Upgrade nun für die Aktivierung im Ethereum-Mainnet vorgesehen. Das Upgrade wird voraussichtlich im Block 12.965.000, zwischen dem 3. und 5. August 2021, gestartet werden.

Node-Betreiber werden aufgefordert, ihre Client-Versionen zu aktualisieren, um mit dem London-Upgrade kompatibel zu sein. Zu den Clients gehören unter anderem Nethermind, Erigon, Besu und OpenEthereum. Bestimmte Clients, wie etwa Besu und Nethermind, werden für einen Bug Bounty-Bonus in Frage kommen.

Die Entwickler versichern, den Übergang so nahtlos wie möglich zu gestalten.

Londoner Upgrade mit EIPs

Teil des London-Upgrades sind fünf spezifische Ethereum Improvement Proposals (EIPs). Dazu gehören die Gebühren-Änderung für die ETH 1.0 chain, der BASEFEE opcode, und die Reduzierung der Erstattungen. Hinzu kommen die Ablehnung neuer Verträge ab dem 0xEF-Byte und  der Difficulty Bomb Delay bis zum 1. Dezember 2021.

Der EIP-1559 wird beispielsweise eine neue Transaktionsart hinzufügen, die unter anderm Mining- und Transaktions-Pools beeinflusst. Diese Änderungen sind nötig zur Optimierung des Netzwerks, zur Reduzierung der Gasgebühren und zur Skalierung.

Zu erwartende Ergebnisse

Ethereum-Inhaber, einschließlich derer, die Börsen und Wallet-Dienste nutzen, müssen keine Änderungen vornehmen, mit der Ausnahme, wenn Benutzer durch die Plattform, die sie verwenden, aufgefordert werden, bestimmte Schritte auszuführen.

Insbesondere wird das Londoner Upgrade von Minern verlangen, dass sie ihr Zielgaslimit im Ethereum-Netzwerk manuell verdoppeln. Miner werden daher ihre Ethereum-Clients aktualisieren müssen, damit sie die Blockgröße im Netzwerk nicht verringern.

Miner und Node-Betreiber sind aufgefordert, sich das Upgrade zu nutzen. Die das nicht tun, werden in einer inkompatiblen Blockchain feststecken. Das bedeutet, sie können weder Ether senden noch auf dem neuen Ethereum-Netzwerk arbeiten.

Dezentrale Netzwerk-Upgrades verändern die zugrunde liegenden Ethereum-Protokolle, um das System zu modernisieren. Ihr umfangreicher Charakter erfordert die Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Community des Netzwerks sowie den Ethereum-Client-Entwicklern.

Bevor Upgrades implementiert werden, stimmt die Community des Netzwerks darüber ab, welche Änderungen in das Upgrade aufgenommen werden sollen. Die genehmigten Änderungen werden in die verschiedenen Ethereum-Clients geschrieben und mit einer bestimmten Blocknummer aktiviert. Knoten, die nicht upgraden, werden in der alten Chain belassen, wo die vorherigen Regeln noch gelten.

Als Name für das neue Upgrade wurde London gewählt, weil es einer der Devcon-Stadtnamen ist. London ist der Ort, an dem die Devcon 1 nach der Berliner Devcon 0 stattfand.

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