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Ethereum 2.0 Launch wird sich nach Testnet-Crash nicht verzögern – Prysmatic Labs

  • Nach dem Crash des Medalla Testnetzes hat Prysmatic Labs klargestellt, dass sich der Launch Termin von Ethereum 2.0 aufgrund des Bugs im Prysm Client nicht verzögern wird.
  • Nachdem die Netzwerkbeteiligung im Medalla Testnetz am 15. August auf unter 2% crashte, stieg diese gestern wieder über 68% an.

Wie CNF berichtete, erlitt das finale Multi-Client Testnetz für Ethereum 2.0 vor wenigen einen Rückschlag, als ein Bug dafür sorgte, dass es zu nicht synchronen Nodes kam woraufhin das Medalla Netzwerk fast zum Absturz kam. Zwar wurde der Fehler, der ausschließlich den Prysm Client von Prysmatic Labs betraf, bereits behoben, dennoch kamen in der Krypto-Community Bedenken auf, dass sich der Start von Ethereum 2.0 Phase 0 dadurch verzögern könnte.

Via eines Blog-Beitrags, in welchem der genauer Hergang des Bugs beschrieben wird, hat Prysmatic Labs nunmehr versucht dieses Gerücht auszuräumen. Raul Jordan, Redakteur von Prysmatic Labs schrieb, dass der Zeitplan für die Einführung von ETH 2.0 trotz des Missgeschicks auf Kurs bleibt. Demnach befürwortet er weiterhin den Start des Mainnets zwei bis drei Monate nach dem Launch von Medalla, wie ursprünglich vorgesehen:

Wir sind der Meinung, dass dieser Vorfall sich nicht per se auf das Startdatum auswirkt. Das Team von Prysmatic Labs empfiehlt, den ETH2 Starttermin ohne Verzögerung fortzusetzen. Der Vorfall von diesem Wochenende war für viele Clients ein guter Stresstest und hat tatsächlich einige Anforderungen auf der Start-Checkliste abgehakt. Obwohl das Startdatum noch nicht festgelegt wurde, glauben wir, dass das erwartete Startziel von 2 bis 3 Monaten nach dem Medalla Genesis immer noch ein idealer Zeitrahmen ist.

Wie Jordan weiter ausführte, war der Fehler das Beste, was dem Testnetz passieren könnte. So dienen alle Erfahrungen von dem Vorfall, um das Problem zukünftig zu verhindern. Zudem werden alle Lehren daraus auf die öffentliche Checkliste mit den Anforderungen für eine Eth2 Einführung kommen, um die Belastbarkeit, Sicherheit und ordnungsgemäße Freigabe von Clients zu gewährleisten.

Jordan betonte auch, dass das Testnetz „nicht tot sei“. Solange es möglich ist, einen Knoten zu betreiben und solange Validatoren validieren können, kann das Testnetz jederzeit wieder voll funktionsfähig sein. Am 19. August stellte Jordan diesbezüglich fest:

Wir haben immer noch Hoffnung. Die Beteiligung ist jetzt von 0-5% auf 40% gestiegen. Die Kette braucht > 66%, um zum Abschluss zu kommen.

Die Daten von BeaconScan zeigen aktuell, dass die Beteiligung, nachdem sie am 15. August auf 1,63% gerutscht war, gestern wieder bei 68,59% und damit über dem wichtigen Wert von 66% lag. Das Medalla Testnetz scheint sich damit wieder zu stabilisieren, während Blöcke wieder validiert werden.

ethereum 2.0 medalla

Source: https://beaconscan.com/stat/networkparticipation

Was verursachte den Crash des Ethereum 2.0 Testnetzes?

Wie Jordan erläutert, begann das Problem mit dem Empfang von schlechten Antworten von 6 verschiedenen Zeitservern, die die meisten Knoten, auf denen der Prysm-Client gleichzeitig lief, abstießen. In der Folge versuchte das Prysmatic Labs Team eine schnelle Lösung zu finden, diese enthielt jedoch einen kritischen Fehler, der „alle für die Funktion unserer Knoten notwendigen Funktionen entfernte“.

Dieses Problem führte zu Netzwerkpartitionen, bei denen alle gleichzeitig die Blockchain synchronisierten, aber keinen gesunden Peer finden konnten. Letztlich führte also nur der unüberlegte Bug-Fix zu dem großen Problem, welches das Netzwerk nahezu lahm legte:

Beunruhigt über die Dringlichkeit des ursprünglichen Problems, dachten wir nicht allzu viel über alle Auswirkungen einer möglichen Korrektur nach und konzentrierten uns mehr darauf, sie schnell zu veröffentlichen, als sorgfältig zu prüfen, ob sie irgendetwas anderes in unseren Knoten kaputt machen würde. […] Noch schlimmer war, dass sich der Roughtime-Bug inzwischen vollständig erholt hatte, was die Probleme im Netzwerk wahrscheinlich behoben hätte, wenn wir nicht so schnell gehandelt hätten.

Damit das Problem nicht wieder auftritt, wird Prysmatic Labs folgende Änderung am Prysm Client vornehmen:

Ausgehend von diesem Vorfall werden wir uns nur auf die Systemzeit verlassen. Wenn die Zeit eines Validators tatsächlich ausfällt, können wir es ihm zwar sagen, aber wir werden sie nicht gewaltsam ändern. Andere eth2-Client-Implementierungen verwenden nur die Systemzeit, und das werden wir auch tun.

About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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