- El Salvador kauft seit vier Jahren täglich Bitcoin und hat inzwischen 6.313,18 BTC für rund 701 Mio Dollar gehortet.
- Die Regierung verteilt die Summe auf Wallets mit je maximal 500 BTC, um das Risiko von Cyber-Attacken zu senken.
El Salvador erhöht kontinuierlich seine Krypto-Treasury. Am Sonntag sagte Präsident Nayib Bukele, die Regierung habe 21 weitere BTC gekauft, um den vierten Jahrestag des Bitcoin-Gesetzes zu feiern. Das Gesetz, das 2021 eingeführt wurde, macht den Bitcoin neben dem US-Dollar zum gesetzlichen Zahlungsmittel.
Buying 21 bitcoin for Bitcoin Day. pic.twitter.com/3X4yKeiqzg
— Nayib Bukele (@nayibbukele) September 7, 2025
Trotz der Bedenken von Kreditgebern, insbesondere des IWF, hält El Salvador an seiner Bitcoin-Strategie fest. Seit März 2023 zeigen Aufzeichnungen der Regierung, dass das Land kontinuierlich jeden Tag einen Bitcoin kauft.
Mit dem jüngsten Kauf liegen die Reserven El Salvadors nun bei 6.313,18 BTC. Beim aktuellen Kurs entspricht dass rund 701 Millionen Dollar. Der Bitcoin-Bestand des Landes ist eins der größten staatlich kontrollierten Krypto-Portfolios der Welt und unterstreichen die starke Position des Landes auf dem globalen Kryptomarkt.
IWF-Deal weckt Zweifel an Bitcoin-Strategie
Die kontinuierliche Anhäufung von Bitcoins gibt Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Einhaltung des im Dezember 2023 unterzeichneten IWF-Kreditabkommens. Die 1,4-Milliarden-Dollar-Vereinbarung verlangt von der Regierung, dass sie öffentliche Einrichtungen daran hindert, selbst Bitcoin zu kaufen. Die Bedingungen des Kredits brachten auch strukturelle Veränderungen mit sich, die bestimmen, wie Kryptowährungen in der Wirtschaft El Salvadors funktionieren.
Im Rahmen der IWF-Vereinbarung behielt El Salvador BTC als gesetzliches Zahlungsmittel bei, machte seine Verwendung jedoch nicht verpflichtend. Die Vereinbarung verlangt von der Regierung außerdem, den Fidebitcoin-Trust zu schließen und sich aus der von der Regierung ausgegebenen Chivo-Wallet zurückzuziehen. Die IWF-Zahlungen an El Salvador bis 2027 hängen von der Einhaltung dieser Bedingungen ab.
Trotzdem kauft die Regierung weiter BTC. Kritiker warnen, dass die aktuellen Käufe künftige IWF-Finanzierungstranchen gefährden können. Dennoch betonen Beamte den Aufbau von Reserven, auch wenn es Fragen gibt, ob die Maßnahmen des Landes mit seinen internationalen finanziellen Zusagen und Verpflichtungen vereinbar sind.
BTC-Portfolio generiert 400 Millionen Dollar an Gewinnen
Im August verteilte das Nationale Bitcoin-Büro seine BTC auf mehrere Wallets, von denen jede maximal 500 BTC anthält. Die Änderung wurde vorgenommen, um langfristige Risiken zu senken, einschließlich möglicher Fortschritte im Quantencomputing, die die Sicherheit gefährden und neue Bedrohungen für digitale Finanzsysteme schaffen können.
Die Umverteilung erfolgte im Zuge der Bemühungen um Transparenz. Die Regierung hat alle Adressen über ein Online-Dashboard veröffentlicht. Kritiker behaupten, die Offenlegung bleibe unvollständig, aber der Schritt zeigt einen weiteren Versuch der Behörden, Kontrolle zu beweisen. Der IWF stieß auch auf Grenzen, als er die gesamte Bitcoin-Position El Salvadors überprüfte und ihren Gesamtumfang bewertete.
Ein IWF-Bericht vom März bezifferte die Bitcoin-Käufe El Salvadors seit 2021 auf 300 Millionen Dollar, wobei die aktuellen Preise auf 400 Millionen Dollar an nicht realisierten Gewinnen hindeuten. Mit 6.313,18 BTC gehört das Land zu den führenden staatlichen Bitcoin-Inhabern und übertrifft damit Nationen, die noch mit staatlich unterstützten Kryptowährungs-Mining-Projekten experimentieren, um langfristige Finanzstrategien zu testen.

