Discord gibt Plan zur Integration mit MetaMask und WalletConnect auf

  • Discord-Chef Jason Citron teilte zuvor einen Screenshot, der die Integration der Plattform mit MetaMask und WalletConnect skizziert
  • Citron machte jedoch schnell eine Kehrtwende und sagte jetzt, das Unternehmen habe aktuell keine Pläne, derartiges umzusetzen.

Jason Citron, CEO der Gruppen-Chat-Plattform Discord, teilte letzte Woche einen Screenshot, der die Integration der Plattform mit Krypto-Wallet-Diensten und dem Open-Source-Protokoll MetaMask und WalletConnect zeigt, auf dem viele mobile Krypto-Wallets basieren. Darüber hinaus ließ Discord eine Umfrage durchführen, um die Ideen der Nutzer zu einer neuen NFT-Initiative einzuholen. Etliche Kunden haben jedoch ihren Unmut über die neue Idee des Unternehmens geäußert.

Die besorgten Kunden behaupten, Discord führe eine Technologie ein, die ihrem Ruf schaden könne, da sie Betrüger in die Umgebung locken würde. Einige der Kritiker argumentierten auch, dass die meisten NFT-Schöpfer dafür bekannt sind, Kunst zu stehlen.

Zunächst dachte man, es handele sich um die übliche, reflexartige Ablehnung neuer Implementierungen in der Anfangsphase, von der man annahm, dass sie mit der Zeit akzeptiert würde, doch nun drohten einige Kunden offen damit, ihre Nitro-Abonnements und ihren kostenpflichtigen Premium-Dienst, der ihnen hilft, werbefrei zu bleiben, zu kündigen. Selbst innerhalb der zahlreichen NFT-Communities von Discord gab es die Sorge, dass die Integration der Krypto-Wallets ein Einfallstor für Betrug öffnen würde. Ein Kunde erklärte:

„Kündigen Sie Ihr Nitro sofort und wählen Sie andere aus – zitieren Sie den Tweet des CEO als Begründung… Ein sofortiger, spürbarer Umsatzrückgang ist das Einzige, das an dieser Stelle etwas ändern wird.“

Discord gibt das geplante Konzept auf

Als Reaktion auf die vehemente Ablehnung nahm Citron seine frühere Aussage zurück und behauptete, das Unternehmen habe derzeit keine Pläne, dieses interne Konzept weiter zu verfolgen.

Das Unternehmen veröffentlichte auch eine Mitteilung, die die Situation offenbar klären soll:

„Wir freuen uns über das Potenzial der web3-Technologie und die positive Art und Weise, wie diese Gemeinschaften auf Discord zusammenkommen, vor allem diejenigen, die sich um umweltfreundliche, auf die Urheber ausgerichtete Projekte kümmern. Wir wissen aber auch, dass es Probleme gibt, die wir lösen müssen. Im Moment konzentrieren wir uns auf den Schutz der Kunden vor Spam, Betrug und Abzocke.“

Berichten zufolge erforscht Discord seit einiger Zeit die Blockchain-Technologie und wie dies die Unternehmensmission beschleunigen könnte. Angesichts des aktuellen Unmuts unter den Kunden wird Discord seine strategie neu definieren und einige der bereits gestarteten Initiativen auf Eis legen.

In diesem Jahr hat Discord den Zustrom von Tausenden von NFT-Projekten erlebt, von denen viele über einen speziellen Discord-Server mit ihren Anhängern in Kontakt bleiben, Verkäufe und Marktbewegungen verfolgen und Updates senden. Discord ist auch die führende Plattform für die Koordinierung von Vertriebsveranstaltungen. Hier werden NFTs geprägt und verkauft oder unter den Anhängern geteilt, bevor sie ihren Weg zu den Handelsplattformen finden.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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