Die Tatverdächtige des wegen des Bitfinex-Hacks verhafteten Duos wurde gegen Kaution freigelassen

  • Ein US-Bundesrichter hatte vor einer Woche entschieden, das des Bitfinex-Hacks tatverdächtige Ehepaar könne gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werden – doch nur die Ehefrau kam heute frei.
  • Eine nunmehr zuständige Richterin  revidierte jedoch die Entscheidung mit der Begründung, die beiden verfügten über reichlich Bitcoin, die nicht beschlagnahmt wurden, und es bestehe Fluchtgefahr, wenn beide freikämen.

Die mutmaßliche Mittäterin bei dem Bitfinex-Hack von 2016 wurde auf Kaution freigelassen, während ihr Ehemann hinter Gittern bleiben muss, nachdem dessen Antrag auf Kaution abgelehnt wurde.

Wie CNF berichtete, werden Heather Morgan und ihr Ehemann Ilya Lichtenstein beschuldigt, 119.754 Bitcoin von Bitfinex gestohlen haben, die damals 71 Millionen Dollar wert waren, heute aber über 5,2 Milliarden Dollar wert sind. Das US-Justizministerium hatte den Großteil der Beute kürzlich beschlagnahmen können und bezeichnete die Aktion als die größte finanzielle Beschlagnahmung aller Zeiten.

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Die amerikanische Unternehmerin, der sich unter dem Pseudonym Razzhekhan auch als Rapperin versucht, wurde nur unter strengen Auflagen freigelassen.

Morgan und ihr Ehemann Lichtenstein hatten beide die Freilassung auf Kaution beantragt, was ein New Yorker Richter bewilligt hatte. Richterin Beryll Howell vom US-Bezirksgericht für den District of Columbia revidierte die Entscheidung jedoch als Notmaßnahme.

Am 14. Februar entschied Howell, dass nur Morgan auf Kaution freigelassen werden könne. Sie stimmte der Staatsanwaltschaft zu, die vortrug, dass beide im Falle ihrer Freilassung wahrscheinlich aus dem Land fliehen würden. Das Justizministerium war bisher nicht in der Lage, alle Bitcoin, die das Ehepaar gestohlen haben soll, haben, wiederzubeschaffen, und die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die beiden diesen Vorrat zur Flucht aus dem Land verwenden könnten.

Außerdem beschuldigte die Staatsanwaltschaft die beiden, bereits die Flucht aus den USA geplant zu haben, und verwies auf Beweise, die in ihrer Wohnung gefunden wurden. Dazu gehören Konten- und Telefon-Anschlüsse in der Ukraine, die das Ehepaar 2019 in der Ukraine eröffnet hatte, sowie Dateien auf Liechtensteins Computer, die gestohlene Identitäten, sowohl männliche als auch weibliche, für russische und ukrainische Staatsangehörige enthalten.

Obwohl Richterin Howell es ablehnte, Liechtenstein gegen Kaution freizulassen, ist sie immer noch die beste Chance für das Paar auf Wiedergutmachung; denn die Richterin ist selbst kryptoaffin und hat die Staatsanwälte bei der Anhörung am Montag mehmals korrigiert, wenn diese eine Aussage über Krypto machten, mit der sie nicht einverstanden war.

Während der Anhörung hatte die Richterin viele Fragen an die Staatsanwälte, die zeigten, dass sie sich mit Kryptowährungen bestens auskennt, und sie ging dabei auch auf die privaten Schlüssel und die Blockchain-Transaktionen ein.

Sollten die beiden wegen Cyberdiebstahl und der Verschwörung zur Geldwäsche von Milliarden Dollar in Kryptowährungen verurteilt werden, drohen ihnen 25 Jahre Gefängnis.

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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