Beamter: Niederlande müssen Bitcoin verbieten, bevor er dem Euro schadet

  • Seine Regierung soll Bitcoin verbieten, da er schlechtes Geld ist, das dem Euro schaden könnte, verlangt ein niederländischer Beamter.
  • Bitcoin erfülle keine der drei Funktionen von Geld, behauptet er.

El Salvador hat den Bitcoin akzeptiert und will ihn zu einem Teil seiner Wirtschaft machen. China und Indien bekämpfen  den Bitcoin weiter. Ein niederländischer Beamter glaubt, dass sein Land sich den Gegnern anschließen und Bitcoin verbieten sollten. Der Beamte glaubt, dass Bitcoin den Umlauf der europäischen Währung bedroht.

Pieter Hasekamp, Direktor des Büros für wirtschaftspolitische Analysen im Wirtschaftsministerium der Niederlande, veröffentlichte kürzlich einen Aufsatz, in dem er Bitcoin angreift und behauptet, dass er keine der drei Funktionen von Geld erfülle. Aufgabe von Hasekamps Büro ist es, wirtschaftliche Analysen und Prognosen zu liefern, sowohl für die niederländische Regierung als auch für die Europäische Union.

In seinem Essay mit dem Titel „Die Niederlande müssen Bitcoin verbieten“, legt Hasekamp mehrere Gründe dar, warum die niederländische Regierung Bitcoin verbieten sollte. Der erste, sagt er, basiere auf Gresham’s Law. Diese populäre Regel besagt, dass „schlechtes Geld gutes Geld verdrängt“. Laut Hasekamp ist der Bitcoin das schlechte Geld, das den Euro bedroht, die nationale Währung der Niederlande und 18 weiterer Staaten der Euro-Zone.

Eines seiner Argumente gegen Bitcoin ist, dass er in allen drei Funktionen von Geld – Rechnungseinheit, Wertaufbewahrungsmittel und Zahlungsmittel – versagt. Seine Volatilität, seine Diebstahls-  und Betrugsanfälligkeit und seine mangelnde Benutzerfreundlichkeit machten die Geld-Funktion des Bitcoin zunichte.

„Der Zusammenbruch der Bitcoin-Blase ist unvermeidlich“

Hasekamp glaubt, dass Bitcoin und andere Kryptos „in allen Belangen weitaus schlechter abschneiden als öffentliches Geld“. Er fügte hinzu:

„Es gibt keine Wertaufbewahrung, die Benutzerfreundlichkeit leidet unter mangelnder Akzeptanz und die Sicherheit wird durch ständige Betrügereien untergraben. Cyber-Transaktionen punkten ausschließlich mit dem Argument der Privatsphäre – und genau das macht sie für Kriminelle attraktiv.“

Er fuhr fort, das gleiche alte Lied zu singen – dass Bitcoin nur für Kriminelle gut ist. Dieser Mythos wird immer wieder entlarvt, indem Kriminelle, die Bitcoin nutzen, einer nach dem anderen aufgedeckt werden. In einer letzten Aktionen gegen dies Form von Kriminalität war die FBI in der Lage, einen Großteil der Bitcoin zurückzuholen, die die Ölfirma Colonial Pipeline als Lösegeld an eine Gruppe von Hackern gezahlt hatte.

Für den Ökonomen Hasekamp sind Kryptowährungen jedoch nichts weiter als eine Blase. Er bekräftigte dies, indem er weiter behauptete:

„Kryptowährungen sind im Grunde weder Geld noch ein Finanzprodukt, sondern ein Beispiel für das, was der Nobelpreisträger Robert Shiller ein ansteckendes Narrativ nennt: eine ansteckende Geschichte, an die Menschen glauben, weil andere Menschen daran glauben. Das Greshamsche Gesetz wird durch das Newtonsche Gesetz ersetzt: Was nach oben geht, muss auch nach unten gehen. Der endgültige Zusammenbruch der Krypto-Blase ist unvermeidlich.“

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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