Neues Gesetz in Deutschland macht über 4.000 institutionelle Investmentfonds für Kryptowährungen zugänglich

  • Deutschland hat ein neues Gesetz verabschiedet, das über 4.000 Institutionen Kryptowährungen aussetzt.
  • Als eines der wohlhabendsten und kryptofreundlichsten Länder der Welt könnte der Schritt eine massive Krypto-Adoptionskampagne auslösen.

Das Jahr 2021 hat einen großen Umschwung in der Annahme von Kryptowährungen durch Institutionen gebracht. Nachdem der Markt jahrelang als eine Modeerscheinung abgetan wurde, die wieder verschwinden wird, beginnen Institutionen, Kryptowährungen zu akzeptieren. Mit ihnen haben auch die Regierungen Interesse gezeigt und beginnen, klare regulatorische Richtlinien aufzustellen. In Deutschland wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das es Tausenden Institutionen erlaubt, in Kryptowährungen zu investieren.

Über 4.000 institutionelle Investmentfonds und Vermögensverwalter werden mit dem neuen Gesetz, das heute, am 1. Juli in Kraft tritt, bis zu 20 Prozent in Kryptowährungen investieren dürfen. Die Gesetzgebung hat seitdem für Aufregung in der Krypto-Community gesorgt. Deutschland ist eines der wohlhabendsten Länder nicht nur in Europa, sondern weltweit. Mit Institutionen, die in Krypto investieren dürfen, könnte dies eine der größten Krypto-Akzeptanz-Wellen auslösen. Institutionen gehören zu den wichtigsten Akteuren auf dem Markt, wegen ihrer finanzstärke und der damit verbundenen Fähigkeit, die Volatilität, die den krypto-Markt charakterisiert, einfach auszusitzen. Außerdem könnte dieses neue Gesetz  Deutschland zu einer Drehscheibe für Finanzinvestitionen machen.

Der deutsche Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler lobte den Schritt in einem Interview und merkte an;

„Die Aufnahme von Krypto-Assets in Spezialfonds ist ein wichtiger Schritt für deren Akzeptanz. Hier geht das Gesetz in die richtige Richtung, was wir ausdrücklich begrüßen.“

Letzte Woche hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Coinbase eine Krypto-Depotlizenz erteilt. In einer Pressemitteilung, bestätigt die BaFin, dass Coinbase das erste Unternehmen ist, das die Lizenz erhalten hat. Krypto-Firmen, die in Deutschland agieren wollen, sind verpflichtet, bis Ende November eine Krypto-Custody-Lizenz  zu beantragen. Coinbase hatte seine Lizenz im späten Frühjahr 2020 beantragt. Die BaFin hat bestätigt, dass es Anwendungen in „fortgeschrittenen Stadien“ gibt, und deren Genehmigung wird in den kommenden Monaten bestätigt werden.

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Deutschland führt in Europa

Jenseits der Grenze hat das Vereinigte Königreich in den letzten Monaten auch einen neuen Ansatz für Kryptowährungen gewählt. Die Financial Conduct Authority (FCA), die beauftragt wurde, Krypto-Firmen zu beaufsichtigen, ist in den letzten Wochen aktiv gewesen und sprach sogar ein Verbot einer der größten Krypto-Börsen aus – Binance. Die FCA entschied, dass Binance keine geregelte Tätigkeit in Großbritannien ausführen darf. Die Agentur teilte weiter mit, in den letzten Wochen hätten 64 Krypto-Firme ihre Zulassungsanträge bei der Agentur zurückgezogen.

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Da Großbritannien eine harte Haltung einnimmt und andere europäische Länder in Bezug auf Regulierungen wenig getan haben, scheint Deutschland auf dem besten Weg zu sein, das Finanzinvestitionszentrum des Kontinents zu werden.

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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